„Ich war ein bisschen traurig, als es vorbei war“ | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-03-01 09:00:00

„Ich war ein bisschen traurig, als es vorbei war“

„Ich war ein bisschen traurig, als es vorbei war“

Philipp Eng ist in dieser Saison einer von zwei DTM-Neulingen bei BMW. DTM.com sprach mit dem Österreicher über seine Eindrücke und Erfahrungen, die er beim viertägigen Fitnesscamp des Herstellers in Capezzano Pianore bei Viareggio gesammelt hat und was seine Aufgabe bei den anstehenden Tests in Vallelunga ist.

Erst einmal herzlichen Glückwunsch nachträglich zum 28. Geburtstag…

Dankeschön. Aber ab 18 wird man leider nur noch älter.

Wie fällt dein Fazit des Fitness-Camps aus?

Ich war ja nicht zum ersten Mal bei unserem Teamarzt Dr. Riccardo Ceccarelli in einem Camp dabei, allerdings noch nicht in dieser Konstellation. Die Fitness ist wichtig. Wir wurden in vielen Bereichen getestet, mental und körperlich. Ich konnte super sehen, wo muss ich noch nachlegen, wo muss ich mich noch verbessern. Aber in erster Linie ging es darum, dass man als Team zusammen war. Man konnte sich ohne Druck besser kennenlernen und ein bisschen den Winterfrost abschütteln. Ich fühle mich sehr gut vorbereitet. Und ich habe auch eine bessere Idee bekommen, inwieweit ich mein Trainingsprogramm anpassen muss, damit ich voll fit bin, wenn ich in Hockenheim das erste Mal aufschlage.

Auf der Rennstrecke bist du im Grunde genommen alleine unterwegs. Warum ist Teambuilding für Motorsportler so wichtig?

Natürlich ist jeder auf sein eigenes Ergebnis fokussiert. Eine gute Harmonie im Team ist extrem wichtig, umso besser kannst du zusammenarbeiten. Und man kann auch mal ein paar Witze reißen, damit nicht alles immer so hundertprozentig ernst ist.

Wie man hört, wurden nicht nur Muskeln, sondern insbesondere auch die Bauchmuskeln trainiert. Kannst du uns eine nette Anekdote erzählen?

Ich kannte die Jungs ja alle. Aber es ist nochmal etwas Anderes, wenn du zum engeren Kreis gehörst. Man musste immer vorsichtig sein, was man sagte, ansonsten wurde man aufs Korn genommen. Ich habe den Namen einer Trainerin falsch ausgesprochen, dann war das die ganze Woche der Running Gag. Es war aber jeder mal dran, ich habe das sehr genossen. Ich war ein bisschen traurig, als es vorbei war.

Du hast gesagt, es war wichtig zu sehen, wo man körperlich und mental noch Schwächen hat. Verrätst du uns eine deiner Schwächen?

Ich mache jetzt wirklich schon lange Fitnesstraining und auch Motorsport. Es ist immer wieder interessant, neue Trainingsreize zu setzen und in verschiedene Richtungen zu arbeiten. Mir persönlich haben das Mentaltraining und die Konzentrationsübungen sehr gut gefallen. Am Ende ist es immer entscheidend, dass du aus dem Angebot für dich das Wertvollste rausziehst. Das war bei mir hundertprozentig der Fall. Ich hatte am Anfang bei einem Test mit Farben ein bisschen Schwierigkeiten. Da geht es um das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften. Rennfahrer und Sportler, die wir sind, war da natürlich auch ein großer Battle untereinander. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Ich glaube generell, man kann immer noch irgendwie nachlegen. Meine Ausdauer ist sehr gut. Ich habe letztes Jahr viel auf dem Rennrad verbracht. Für Hockenheim wird es darum gehen, noch ein bisschen Muskeln aufzubauen. Die Belastungen im DTM-Auto sind schon höher, als das, was ich in der Vergangenheit gewohnt war.

Ihr habt in Italien mehrere Sportarten betrieben. Als Österreicher müsste Dir das klettern mehr gelegen haben, als Beachvolleyball, oder?

(lacht) Auf jeden Fall. Ein professioneller Beachvolleyball-Spieler wird aus mir keiner werden. In Österreich bin ich sehr viel in den Bergen unterwegs. Da liegt meine Stärke.

Heute geht es für Dich mit den Tests in Vallelunga weiter…

Ich bin da, um die ganzen Abläufe zu verstehen, die Ingenieure besser kennenzulernen, um mich perfekt vorzubereiten. Ich werde meine Zeit neben der Rennstrecke verbringen. Das ist für mich persönlich im Rahmen meiner Vorbereitung sehr wichtig. Ich bin ja letztes Jahr für das BMW Team Schnitzer gefahren, die aus der DTM kommen. Da wurde ich schon an die Abläufe gewöhnt. Aber, es ist nochmal was Anderes, wenn man dann wirklich mittendrin ist. Deshalb freue ich mich drauf, alles aus nächster Nähe zu sehen. Ich will auch meine Crew nicht nur professionell kennenlernen, sondern auch, was steckt hinter der jeweiligen Person. In der ab und an unterkühlten Welt des Motorsports ist es wichtig, dass man den Menschen in den Vordergrund stellt. 

Tickets

Tickets

Der Vorverkauf ist gestartet. Jetzt die besten Plätze für die Saison 2018 sichern.

Zur Bestellung

Jetzt Tickets für die Saison 2018 sichern.

Dabei sein

Ein Besuch bei der DTM ist Pflicht

Du warst noch nie bei der DTM? Wir zeigen Dir, warum ein Besuch bei der DTM Pflicht ist.

Erfahre mehr

Erfahre mehr über die DTM

DTM.tv

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen