Jubel bei Opel: Youngster Timo Scheider holt erste Pole Position | DTM
2003-09-20 16:15:27

Jubel bei Opel: Youngster Timo Scheider holt erste Pole Position

Auf der spektakulärsten Rennstrecke im DTM-Kalender schaffte Opel den Durchbruch: Timo Scheider holte im Astra V8 Coupé die erste Pole Position für Opel in diesem Jahr – und gleichzeitig die erste DTM-Pole für sich. Daneben gab auch die Mannschaftsleistung Anlass zur Freude, denn neben Scheider schafften es vier weitere Opel-Kollegen unter die Top Ten. Als Zweiter startet morgen um 14 Uhr Abt-Audi-Junior Martin Tomzcyk in das 154,800 Kilometer lange Rennen auf dem Circuit Park Zandvoort in den Niederlanden. Lokalmatador Christijan Albers war als Dritter bester Fahrer eines AMG-Mercedes CLK, Vierter wurde Vorjahressieger Mattias Ekström (Abt-Audi).

Die ersten Vier – alle zwischen 21 und 24 Jahre jung – trennen gerade 18 Tausendstelsekunden. Drei große Namen verpassten auf dem 4,3 Kilometer langen Kurs den Einzug in das Einzelzeitfahren der schnellsten Zehn, der "Super-Pole": Ex-Formel-1-Star Jean Alesi startet morgen nur als Elfter, Tabellenführer Bernd Schneider von Platz 13, der amtierende Champion Laurent Aiello als 14. Der neunte und vorletzte Lauf der DTM 2003 wird vom ZDF live ab 13.45 Uhr übertragen, Rennstart ist um 14 Uhr.

Timo Scheider: "Es ist ein großartiges Gefühl, im Opel auf Pole zu stehen"
Der 24-jährige Timo Scheider war überglücklich über seinen Erfolg: "Es ist ein großartiges Gefühl, im Opel auf der Pole Position zu stehen. Das hat zuletzt Manuel Reuter 2002 Jahr in Donington geschafft. Wir haben hart dafür gearbeitet und nie aufgegeben. Man hat gestern bei den Tests schon gesehen, dass unsere gesamte Mannschaft stark ist und unser Astra Coupé besser als je zuvor. Ich möchte meinem Phoenix-Team danken, sie haben einen gigantischen Job gemacht." Hinter Scheider starten die Opel-Piloten Alain Menu als Fünfter, Manuel Reuter als Siebter, Peter Dumbreck als Achter und der 21-jährige Niederländer Jeroen Bleekemolen als Neunter. "Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft", sagte Opel-Sportchef Strycek: "Fünf Autos in die Top Ten zu bringen und die Pole zu erobern, ist das Beste, was uns passieren konnte. Gratulation an Timo, aber auch an Jeroen, der in seinem ersten DTM-Jahr eine solche Leistung bringt. Wir sind mit neuer Struktur in diese Saison gestartet und können heute bilanzieren, dass es immer besser funktioniert."

Abt-Audi-Junior Tomczyk: "Das wird ein verdammt hartes Rennen"
Der 21-jährige Martin Tomczyk, der als Zweiter im Abt-Audi TT-R nur 0,005 Sekunden langsamer war als Scheider, ist sich sicher: "Das wird ein verdammt hartes Rennen morgen, mit allen drei Marken in den ersten zwei Startreihen und dieser irren Leistungsdichte." Abt-Markenkollege Mattias Ekström als Vierter ist zuversichtlich: "Im vergangenen Jahr habe ich vom vierten Startplatz aus das Rennen gewonnen, das will ich einfach wiederholen." Champion Laurent Aiello war zwar nicht zufrieden mit Startplatz 14, blickt aber dennoch ebenfalls optimistisch aufs Rennen: "In Zandvoort ist alles drin, denn das ist noch eine richtige Rennstrecke alten Zuschnitts, auf der man fantastisch überholen kann." Abt-Teamchef Hans-Jürgen Abt sagte: "Martin hat einen super Job gemacht, denn in diesem harten Wettbewerb den zweiten Startplatz zu erkämpfen, ist eine klasse Leistung. Ich freue mich über drei unserer Autos in den Top Ten. Unsere Devise für morgen lautet: Maximum attack!"

Christijan Albers: "Ich bin mit dem Druck gut zurecht gekommen."
Auch Mercedes-Benz-Sportchef Norbert Haug gratulierte seinem Kollegen Strycek: "Kompliment an Volker, heute hat Opel gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist." Haug urteilte: "Das war eines der spannendsten Qualifyings der DTM, wenn nicht das spannendste überhaupt. Die Rennstrecke ist fantastisch, schnell und anspruchsvoll, und die Fahrer haben darauf großen Sport gezeigt." Haugs Bester in Zandvoort, Christijan Albers, hat sich mit seinem dritten Startplatz einen leichten Vorteil im Kampf um die Meisterschaft verschafft, denn Tabellenführer Bernd Schneider wird nach einem kapitalen Ausrutscher im Zeittraining nur als 13. ins Rennen gehen. Albers hat momentan drei Punkte Rückstand auf Schneider. Weitere sechs Punkte zurück liegt Markenkollege Marcel Fässler, der in der Super-Pole Platz sechs holte. "Es war ein harter Job heute für uns Mercedes-Fahrer", sagte der Niederländer Albers. "Wir haben alles mögliche bei der Abstimmung versucht, aber es war sehr diffizil. Insofern bin ich mit meinem Startplatz und meiner Rundenzeit wirklich zufrieden." Gefragt, ob er in seiner Heimat angesichts von Tausenden von Albers-Fans nicht besonders unter Druck stehe, meinte der dreimalige Saisonsieger cool: "Wie es aussieht, bin ich damit ja bestens zurecht gekommen."

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