Kein einfacher Job: Die Krux der Zeitplanerstellung | DTM
2016-01-16 11:30:00

Kein einfacher Job: Die Krux der Zeitplanerstellung

Kein einfacher Job: Die Krux der Zeitplanerstellung

Die Uhr – fast alles hört auf ihr Kommando. Zeit bestimmt den Alltag, gibt dem Leben Struktur. Nicht selten ist die Zeit knapp – häufig hat man zu wenig von ihr zur Verfügung. Dieser Zustand gilt in der Regel auch für ein DTM-Wochenende. Der Ablauf will wohl koordiniert sein. Neben den Sessions der Tourenwagen-Piloten müssen auch die zahlreichen Rahmenserien ihre Zeit auf den jeweiligen Strecken bekommen. Viele Interessen gilt es an den drei Tagen einer DTM-Veranstaltung unter einen Hut zu bringen, viele Faktoren können eine Rolle spielen. All das muss vor und während eines Rennwochenendes bedacht werden – die Erstellung des Zeitplans ist beileibe kein einfacher Job. Und er erfordert ein extrem hohes Maß an Flexibilität.

Die Arbeiten an den Zeitplänen für die kommende Saison starten bereits im Oktober 2015. Ehe die vorerst finale Version für den DTM-Auftakt in Hockenheim erstellt ist, landen etliche Entwürfe im Papierkorb. „Wir erstellen einige Varianten, um zu gucken, was überhaupt möglich ist“, sagt die bei der ITR zuständige Mitarbeiterin. Maßgeblich für den Grundriss des Zeitplans sind natürlich die DTM-Sessions – besonders die Qualifyings und die Rennen. Denn die werden in der Regel nach den verfügbaren Live-Kapazitäten der TV-Partner angesetzt. „Das sind die fixen Parameter, um die dann der Rest des Zeitplans drum herum gebastelt wird. Und dieser Rest ist im Jahr 2016 schon sehr umfangreich.“

An nahezu jedem Wochenende wird den Zuschauern auf den Strecken ein durchgängiges Programm von morgens bis abends geboten. Die Rahmenserien haben jeweils ihren eigenen Modus, ihre eigenen Sicherheitsbestimmungen. Auch diese Dinge müssen im Zeitplan beachtet werden. Die IDM, die seit zwei Jahren bei der DTM auf dem Lausitzring gastiert, ist da noch recht unkompliziert. „Da dauern die nötigen Sicherheitsumbauten nur so 20 Minuten.“ Wesentlich mehr Arbeit – und dementsprechend Zeit – nimmt die Rallycross Weltmeisterschaft beim Auftakt in Anspruch, schließlich muss die Strecke im Anschluss unter anderem wieder vom aufgewirbelten Schmutz gereinigt werden. Wann macht es also Sinn, die Rallycross-Läufe anzusetzen? Und wie sind am besten die weiteren Rahmenprogrammpunkte – der Audi TT-Cup, die Formel 3, der Porsche Carrera-Cup Deutschland, Taxi- und Demofahrten – in den Zeitplan der Auftaktveranstaltung innerhalb der vorgeschriebenen Betriebszeiten der Rennstrecke einzuweben? Sind diese Fragen geklärt, ist der Zeitplan fertig – zumindest vorerst.

Nebel, Unwetter und andere schwer vorherzusehende Ereignisse sind der größte Feind des Zeitplans. In diesen Fällen rotiert es hinter den Kulissen. Wie lange verzögert sich der Start einer Session? Müssen Programmpunkte gekürzt werden? Im Jahr 2015 sorgte beispielsweise dichter Nebel in Oschersleben für erhebliche Verschiebungen und verkürzte Sessions. In Spielberg übten starker Regen und ein schwerer Unfall erheblichen Einfluss auf den Zeitplan aus. „So etwas bringt natürlich vieles durcheinander Die Zeitpläne sind schon sehr eng getaktet. Wir versuchen zwar Luft für solche Eventualitäten zu lassen, aber das ist eigentlich kaum möglich. Dennoch versuchen wir natürlich alle Veranstaltungen an einem Wochenende über die Bühne zu bringen.“ Ein nicht immer leichtes Unterfangen, welches aber zumindest in der vergangenen Saison von Erfolg gekrönt war.

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