Maximale Verzögerung – bei größter Hitze | DTM
2019-07-07 06:45:00

Maximale Verzögerung – bei größter Hitze

Maximale Verzögerung – bei größter Hitze

Zusammen mit Technologie-Partner AP Racing haben die DTM-Organisatoren eine maßgeschneiderte Lösung erarbeitet.

Lange Geraden, gefolgt von ultra-langsamen Haarnadel-Kurven. Am Norisring, dem einzigen Stadtkurs im Kalender der DTM, wird man gleich zweimal damit konfrontiert. In der Alphakurve am Ende der Start-Ziel-Geraden, im Schatten des ehemaligen Grundig-Hochhauses. Und der Dutzendteichkehre zwischen dem gleichnamigen See und dem Bahnhof. Diese beiden Haarnadelkurven sind der wahre Stresstest für die Bremsscheiben der DTM-Autos. Entsprechend steigen die Temperaturen.

„In der Vergangenheit haben uns die Hersteller regelmäßig darüber informiert, dass die Bremstemperaturen am Norisring besonders hoch sind“, berichtet Gordian von Schöning, Technischer Leiter bei der DTM-Dachorganisation ITR. „Das wurde zwar nie zu einem Sicherheitsthema, allerdings haben wir angesichts der höheren Leistung und den damit verbundenen höheren Geschwindigkeiten in diesem Jahr beschlossen, eine neue Lösung anzubieten.“

Passend zur hochwertigen Ausrichtung der Serie, sind die Bremsscheiben, die in der DTM eingesetzt werden, bis ins Detail ausgeklügelt. Sie werden aus einem Carbon-Keramik-Verbundmaterial gefertigt, um eine maximale Verzögerung in nahezu allen Lebenslagen sicherzustellen. „Wir haben Bremsscheiben von AP Racing, unserem verlässlichen Partner seit vielen Jahren, im Einsatz“, so von Schöning. Die Bremsscheiben gehören zu den vorgeschriebenen Einheitsbauteilen, die in den DTM-Autos zum Einsatz kommen. Maximal drei Satz je zwei Bremsscheiben an der Vorderachse dürfen während einer Saison pro Fahrzeug eingesetzt werden.

Die Bremsscheiben, die üblicherweise in der DTM verwendet werden, sind innenbelüftete Einheiten mit einzelnen radialen Lüftungslöchern. „Um die Kühlung zu verbessern, hat AP eine Lösung mit je 17 Löchern pro Belüftungskanal statt bisher je einem angeboten. Das heißt, wir haben dort zwölfmal 17 Löcher. Im Ergebnis fallen die Bremstemperaturen um 50 bis 100 Grad Celsius verglichen mit der Standardvariante. Und das hilft sehr“, so von Schöning.

In der AP-Racing-Zentrale in Coventry (Großbritannien) wurde auf einem speziellen Prüfstand intensive Testarbeit absolviert. Die ersten Tage am Norisring haben gezeigt, dass die neuen Bremsscheiben auch auf der Rennstrecke mit großer Effizienz glänzen.

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