Mike Rockenfeller hieß der erste Sieger auf dem Moscow Raceway | DTM.com | Die offizielle Webseite
2017-07-12 06:15:00

Mike Rockenfeller hieß der erste Sieger auf dem Moscow Raceway

Mike Rockenfeller hieß der erste Sieger auf dem Moscow Raceway

2013 betrat die DTM unbekanntes Terrain. Fremdartig war der Moscow Raceway für die gesamte Entourage der Tourenwagen-Serie. Das Debüt in Russland auf dem Kurs des renommierten Streckenarchitekten Hermann Tilke war für alle Beteiligten vor vier Jahren ein kleines Abenteuer. Gespannt machten sich die Piloten auf den Weg zu der 70 Kilometer nordwestlich von Moskau, in Wolokolamsk, gelegenen Strecke.

Und es ging gleich kurios los. Schuld war angeblich kein Geringerer als der russische Staatspräsident. Das Qualifying wurde kurzerhand abgebrochen, weil der Rettungshubschrauber an der Rennstrecke wegen eines geplanten Überflugs der  russischen Präsidentenmaschine keine Starterlaubnis hatte. 2015 passierte im Übrigen der nächste skurrile Zwischenfall: Das Italienische Catering-Unternehmen, das die Verpflegung für Fahrer und Teams von BMW nach Russland transportieren sollte, wurde an der Grenze gestoppt. Die Lebensmittel wurden beschlagnahmt und die insgesamt 1,5 Tonnen anschließend vernichtet.

Ähnlich wie in Brands Hatch, wo die DTM viele Jahre lang auf der kurzen Indy-Variante fuhr, wollten die Verantwortlichen auch in Russland viele Runden auf einem verkürzten Kurs drehen. Die Gesamtlänge des Moskau Raceway beträgt zwar gut vier Kilometer, gerast wurde aber zur Premiere über die Kurzanbindung, die nur 2,5 Kilometer hat. Folglich gab es auch keinerlei Erfahrungswerte in Sachen Abstimmung oder Strategie für die drittkürzeste Strecke im DTM-Kalender dieses Jahres. Der spätere Gesamtsieger Mike Rockenfeller reiste als Tabellenführer nach Russland. Die Bilanz des Audi-Fahrers war bis dato makellos und sie blieb es auch. „Rocky“ hatte in jedem Rennen gepunktet, hatte einmal gewonnen und lag zu Beginn der zweiten Saisonhälfte knapp vor dem amtierenden Champion Bruno Spengler.

45.000 begeisterte Zuschauer sahen auf dem Moskau Raceway den zweiten Saisonsieg von Rockenfeller. Das Podium komplettierten Mattias Ekström (Audi) und Augusto Farfus (BMW). „Rocky“ nutzte beim ersten Russland-Gastspiel der DTM seine Chance, die Führung in der Fahrerwertung deutlich auszubauen. Mit zwei Punkten Vorsprung reiste er an, mit einem Polster von 27 Zählern trat er die Heimreise an. „Wenn man Meister werden will, muss man viele Punkte holen. Deshalb war es wichtig, hier zu gewinnen", sagte der Sieger.  

Die Pole-Position im Qualifying war der Grundstein für den Erfolg, denn auf der Kurzanbindung war das Überholen trotz DRS und Options-Reifen nicht einfach. Der so genannte Option Tire von DTM-Reifenpartner Hankook kam 2013 erstmalig zum Einsatz. Er unterschied sich durch eine weichere Gummimischung vom gewohnten DTM-Pneu und ermöglichte für einen gewissen Zeitraum um rund ein bis 1,5 Sekunden schnellere Rundenzeiten. Jeder Fahrer erhielt für das Rennen einen Satz dieser Reifen, den er einmal einsetzen musste.

Ein rabenschwarzes Wochenende erlebte Bruno Spengler. Nach einer Bestzeit im Freien Training und Platz vier in der Startaufstellung war das Rennen für den Kanadier nach einer Kollision mit Miguel Molina in Runde zwei praktisch gelaufen. Der amtierende Meister klagte hernach über ein unfahrbares Auto und musste am Ende sogar die Schmach über sich ergehen lassen, von Rockenfeller überrundet zu werden. Position 19 war seine erste Nullrunde in der laufenden Saison. „Mein Rennen war im Eimer. Manche Fahrer haben einen sehr unfairen Fahrstil, das ist bitter“, kommentierte Spengler den Vorfall.

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