Mit Abt geht’s aufwärts | DTM
2000-08-23 09:41:06

Mit Abt geht’s aufwärts

Der Eifel-Regen kam den Audi-Fahrern des Abt-Teams zupass. Die bislang so arg gebeutelte Equipe aus dem Allgäu sah auf dem Nürburgring Licht am Ende des Tunnels. Laurent Aiello verpasste denkbar knapp die ersten Meisterschaftspunkte für Abt Sportsline.

Licht am Ende des Tunnels kann auch ein entgegen kommender Zug sein. Sagte Craig Pollock, der Teamchef des BAR-Teams aus der Formel 1, das mit Jacques Villeneuve und Ricardo Zonta in einer ähnlichen Lage steckt wie die Abt-Mannschaft mit ihrem Fahrer-Quartett Christian Abt, Kris Nissen, Laurent Aiello und James Thompson.

Die Voraussetzungen für den Erfolg sind eigentlich da, aber die Zeit zum Entwickeln reicht nicht aus, so dass man der Spitze permanent mit gehörigem Respektabstand hinterher strudelt. Kleine Erfolge werden zu Motivationsspritzen – eine besonders hoch dosierte davon gab es für Abt in der regnerischen Eifel. Denn Laurent Aiello fuhr im ersten Durchgang lange auf Punktekurs – erst in der Schlussphase fiel er vom neunten Rang um zweit Plätze zurück und verpasste als Elfter nur knapp die ersten Zähler für die private Audi-Equipe.

Aiello war richtiger Weise auf Regenreifen los gefahren. "Zu Anfang hatte ich richtig viel Grip", umschrieb der Franzose, der sich in der ersten Runde von Startplatz 17 auf die elfte Stelle vor wühlte, dann weiter bis auf Position neun kraulte und sich dort mit den hochkartigen Werksfahrern Uwe Alzen und Thomas Jäger ein rundenlanges Duell lieferte. "In der zweiten Rennhälfte bin ich dann mehr ins Rutschen gekommen, das Gripniveau hat nachgelassen." Die Schlussfolgerung des ehemaligen STW-Champions: "Ich bin zu stark gerutscht, wollte aber niemanden blockieren und so fair wie möglich bleiben. Weil die Konkurrenten klar schneller waren, habe ich sie ohne Gegenwehr vorbei gelassen."

Neben Aiello machte vor allem Neuzugang James Thompson von sich reden. Der 26-jährige Brite lief im ersten Rennen nur um eine Stelle hinter Aiello ein. Auch im zweiten Rennen war Thompson zweitbester Audi-Mann – als 16. diesmal allerdings um zwei Ränge hinter Aiello klassiert. Die beiden länger gedienten Abt-Mannen Christian Abt und Kris Nissen hatten das Nachsehen.

Nissen wurde von fehlendem Benzindruck aus dem Rennen gekegelt, Abt entschied sich im Reifenpoker vor dem Start des ersten Laufs für profillose Trocken-Pneus und war damit bei erneutem Regen falsch beraten. "Im ersten Durchgang haben wir einfach verwachst", knirschte der Brillenträger. "Es war unheimlich schwer, auf Slicks zu fahren." Im zweiten Rennen ramponierte der Allgäuer sich nach verheißungsvollem Auftakt bei einem Ausritt durch die Wiese den Abt-Audi TT-R und war mit dem waidwunden Boliden dem Geschehen wehrlos ausgesetzt.

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