Modena fährt auf Bewährung | DTM
2000-08-04 18:21:09

Modena fährt auf Bewährung

Opel-Fahrer Stefano Modena steht für den Rest der Saison besonders im Blickpunkt der Rennleitung. Der Italiener war beim Test auf dem Nürburgring mit nicht verplompten Bremsscheiben aufgefallen. Beim nächsten Vergehen hagelt es eine Strafe.

Aufatmen im Opel Euroteam. Stefano Modena muss am Sonntag nicht aus der letzten Reihe starten – zumindest nicht zwingend, sondern nur dann, wenn der Italiener erschreckend langsam um den Sachsenring schleichen sollte.

Bis zum Freitagmorgen bestand die Gefahr, dass Modena wegen einer Entscheidung am Grünen Tisch nach hinten verbannt werden würde. Denn der Italiener absolvierte die Testfahrten auf dem Nürburgring vor zwei Wochen mit neuen Bremsscheiben, denen die offizielle Verplombung fehlte – und die damit illegal waren. "Wir haben nur einen Satz Scheiben verplomben lassen", erklärte Euroteam-Teammanager Rolf Häring. "Und der war gerade beim Hersteller ap zur Revision, als der Test anstand."

Natürlich fiel den wachsamen Augen von Christian Schacht, dem für die DTM zuständigen Technischen Delegierten des DMSB, die fehlenden aufgesetzten Metallteile vor den Bremsscheiben auf. "Uns war gar nicht bewußt, dass wir hier unter denselben Bedingungen wie an einem Rennwochenende testen", gestand Häring. "Einen Vorteil haben wir uns dadurch jedenfalls sicher nicht verschafft."

Die ITR hat die Limitierung der Bremsscheiben ins Reglement aufgenommen, um die Kosten einzudämmen. "Und gerade wir kämpfen derzeit um jede Mark im Budget", rückte Häring die Verhältnisse gerade, "deswegen ist völlig klar, dass es sich um ein Versehen gehandelt haben muss."

Das erkannte auch Peter Rumpfkeil, der beim DTM-Rennen auf dem Sachsenring als Renndirektor fungiert und vor acht Tagen mit der Entscheidung um "Fall Modena" betraut wurde. Der Niedersachse fällte ein salomonisches Urteil: Modena fährt für den Rest der Saison auf Bewährung. Sobald der Italiener noch einmal negativ auffällt, wird es für die nächsten zwei Rennen in die letzte Startreihe verbannt. "Das gilt bei jeder Form von Regelverstößen", stellt Rumpfkeil klar – also nicht nur bei technischen Dingen wie der jetzt angefallenen Verplombungs-Sache, sondern auch bei Rüpeleien auf der Strecke. "Sobald irgendwas vorfällt, startet er zweimal von hinten."

Das Euroteam ist für diesen Schiedsspruch dankbar. "Wir haben einen Fehler gemacht, für den wir bestraft gehören", sagt Häring. "Aber es wäre doch tragisch, wenn Stefano deswegen aus der letzten Reihe starten müsste. Wer weiss – vielleicht fährt er am Wochenende ja so großartig, dass er von der zweiten Position aus losfahren könnte. Und dann müsste er für einen Fehler des Teams büßen."

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