Mortara und Wittmann sind die großen Gewinner | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-06-28 08:30:00

Mortara und Wittmann sind die großen Gewinner

Mortara und Wittmann sind die großen Gewinner

Timo Glock und Gary Paffett haben Gesellschaft bekommen. Die Spitze der Fahrerwertung der DTM ist enger zusammengerückt. Aus dem Zweikampf ist ein Fünfkampf geworden. Nach dem Rennwochenende am Norisring haben sich Marco Wittmann, Edoardo Mortara und Paul Di Resta vorne mit eingereiht. Die größten Gewinner waren BMW-Pilot Wittmann und Mercedes-AMG-Fahrer Mortara.

Lokalmatador Wittmann fährt seit 2013 in der DTM. Zweimal war der gebürtige Fürther Vierter, einmal Fünfter und zweimal Sechster auf dem einzigen Stadtkurs der Tourenwagenserie. Aber für einen Podestplatz auf dem Norisring langte es nie. Und dann kam dieses für ihn unvergessliche Wochenende. Auf Platz drei am Samstag folgte der Triumph am Sonntag. Wittmann sammelte insgesamt 41 Punkte bei den Rennen zwischen Dutzendteich und Grundig-Kehre ein – nur Mortara (Norisring, 46), Glock (Hockenheim, 44) und Paffett (Hockenheim, 43) sammelten in dieser Saison an einem Wochenende mehr als 40 Punkte. Der zweimalige DTM-Champion ist nun schon Dritter der Fahrerwertung mit 92 Punkten. Vor dem fünften Rennwochenende an der niederländischen Nordseeküste spannt er erstmal eine Woche in Kroatien aus. „Zandvoort ist eine meiner Lieblingsstrecken und auch eine, auf der ich in meiner DTM-Karriere mit am erfolgreichsten war. Ich habe dort schon einige Siege und Pole-Positions geholt. Ich freue mich drauf. Nach dem Heimsieg nehme ich den notwendigen Schwung dorthin mit", sagt Wittmann, der punktgleich mit Timo Glock ist.

Glock würde den Norisring gerne mal absperren

Der BMW-Pilot erlebte das genaue Kontrastprogramm zu seinem Markenkollegen. Zwei zehnte Plätze waren die magere Ausbeute in Mittelfranken. „Ich kam nicht in den Rhythmus wie auf anderen Strecken. Irgendwie war das unrund an diesem Wochenende. Wir testen ja nicht, wie soll ich dann hier was lernen? Ich kann ja in Nürnberg anrufen, ob sie für mich mal absperren. Wenn, dann müsste ich Marco hinterherfahren, um was zu lernen. Aber, der war halt weg“, nahm Glock es mit Humor. Dass neben Spitzenreiter Paffett (99 Punkte) nun auch drei weitere Fahrer in seinem Windschatten sind, hat Glock nicht überrascht. „Damit hatte ich gerechnet. Irgendwann kommt das Wochenende, an dem zwei, drei straucheln und dann rückt alles nach. Das war mir klar, dass das irgendwann passiert.“

Auch in den kommenden Wochen rechnet Glock mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Hersteller BMW und Mercedes-AMG. „Zandvoort war in der Vergangenheit für uns immer gut. Spielberg war auch okay, obwohl es da lange geradeaus geht, da ist der Mercedes schon schnell. Es ist insgesamt ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für Mercedes. Die Möglichkeit jedes Mal vorne fünf, sechs Autos reinzustellen, gibt ihnen allerdings taktisch eine gute Ausgangsposition für die Rennen.“

Mortara verzichtet auf das Saisonfinale der Formel E

Mit den beeindruckenden 46 von 56 möglichen Punkten sprang Edoardo Mortara am Norisring bis auf Platz zwei der Fahrerwertung. Mit 93 Punkten lauert er nur sechs Zähler hinter Mercedes-AMG-Kollege Paffett. „2017 war eine sehr schwierige Saison. Wir haben aber aus den vergangenen Fehlern gelernt und das Auto ist jetzt viel konkurrenzfähiger. Ich bin sehr glücklich nach diesem Mega-Wochenende: Am Samstag hatte ich die Pole-Position und ich habe gewonnen, am Sonntag wurde ich Zweiter. Ich bin überglücklich, denn es war kein einfaches Wochenende. Aber wenn du so viele Punkte sammelst, dann hast du allen Grund zur Freude. Das gibt es nicht so oft in der DTM“, sagte der Italo-Schweizer, der für die Rennen in Zandvoort auch auf das Saisonfinale der Formel E in New York verzichtet. „Die DTM genießt für mich Priorität gegenüber der Formel E. Traurig bin ich nicht. In der DTM habe ich viel bessere Aussichten.“

Obwohl die sechs Audi-Fahrer bisher insgesamt gerade mal 23 Punkte mehr als Gary Paffett geholt haben und Mike Rockenfeller mit 34 Punkten als Zehnter der Bestplatzierte ist, hat Mortara die Ingolstädter noch nicht endgültig abgeschrieben. „Audi darf man nie unterschätzen. Ich kenne sie sehr gut, weil ich einige Jahre für sie gefahren bin. Ich weiß, wie stark sie sein können. Dieses Jahr haben sie Probleme, aber ich bin sicher, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt bessere Lösungen für das Setup ihrer Autos finden werden, damit die Fahrer mehr Vertrauen bekommen. Ich gehe davon aus, dass sie dann auch um die vorderen Plätze mitfahren können. Ob das reicht, um noch in den Kampf um die Meisterschaft einzugreifen, weiß ich nicht. Aber die Saison ist ja auch noch lang.“

Di Resta punktet Woche für Woche konstant

Der Fünfte im Bunde ist Paul Di Resta. Der 32-Jährige ist mit nur zwölf Punkten weniger als Markenkollege Paffett ebenfalls in Schlagdistanz. Der Schotte glänzt in der Saison 2018 durch seine Konstanz. Hockenheim war mit acht Punkten noch relativ mager. Am Lausitzring und am Norisring gab es jeweils 20 Punkte. Der Hungaroring war mit 39 Punkten und dem Sieg am Samstag der Ausreißer nach oben. Di Resta ist der einzige der 18 Fahrer, der in jedem der acht Rennen punktete. „Ich bin kein großer Fan des Norisrings. Entsprechend ist es gut, dass wir in der Meisterschaft noch dabei sind. Jetzt freue ich mich darauf, wieder auf permanenten Strecken zu fahren, die mir vielleicht etwas besser liegen. Alles in allem war es für mich ein vernünftiges, aber kein großartiges Wochenende. Im Rennsport kommt es manchmal darauf an, in jedem Rennen Punkte mitzunehmen – das kann den Unterschied ausmachen und genau das haben wir bislang in dieser Saison geschafft“, sagte Di Resta.

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