Nachtschicht bei Phoenix | DTM
2002-05-05 12:15:50

Nachtschicht bei Phoenix

Als sich Opel-Werkspilot Jockel Winkelhock am Samstagmorgen im Freien Training nach der Start- und Ziel-Geraden überschlug, stand den Mechanikern des Opel Team Phoenix viel Arbeit bevor. Auch wenn die Beschädigungen auf den ersten Blick nicht gravierend erschienen, mussten die Techniker des Opel Team Phoenix das rote TV Today-Coupé in vielen Bereichen neu aufbauen.

„Der Unterboden, die aerodynamischen Splitter, Front- und Heckelemente mit den Crashboxen und die Seitenteile waren zu stark beschädigt, um sie weiter verwenden zu können“, erklärte Jürgen Jungklaus, der verantwortliche Fahrzeug-Ingenieur des Teams aus Meuspath in der Eifel. „Am schwierigsten aber war das Dach. Es besteht aus Stahlblech und ist mit dem Rohrrahmen verschweißt.“ Während alle übrigen Karosserieteile im Bestand vor Ort vorrätig waren und unmittelbar nach dem Freien Training mit den Arbeiten begonnen wurde, reisten aus Süddeutschland zwei Mitarbeiter unseres Partners Bodytec an, die das vom Serienfahrzeug abstammende Stahldach im Gepäck hatten. „Etwa gegen 22.00 Uhr am Samstagabend hatten wir das neue Bauteil dann mit dem Chassis verschweißt“, so Winkelhocks Renningenieur.

Damit war die Arbeit aber noch lange nicht beendet: Sämtliche Teile mussten montiert werden, und die intakte Hinterachse, die beim Überschlag viel Energie aufgenommen hat, wurde aus Sicherheitsgründen ebenfalls gewechselt, Fahrwerksvermessung eingeschlossen. Perfektion bis ins Detail bewies das Phoenix-Team auch bei der optischen Gestaltung: Das unlackierte Dachelement wurde mit Folie beklebt, die erst auf den zweiten Blick von der Original-Lackierung zu unterscheiden sind. „Einen so grundlegenden Neuaufbau vor Ort inklusive Einschweißen eines Dachs haben wir seit Beginn der DTM noch nicht verrichtet“, urteilt Jürgen Jungklaus. Bis um 7.00 Uhr am Sonntagfrüh arbeiteten acht Mechaniker und zwei Ingenieure am Wiederaufbau des 462 PS starken Rennwagens. „Danach zurück ins Hotel, duschen, kurz ausruhen und wieder zurück an die Rennstrecke“, beschreibt Jungklaus die Tag- und Nachtschicht der Mannschaft, die den Rennsonntag mit Aufwärmtraining und zwei Einsatzläufen noch nicht berücksichtigt.

Pünktlich zum Warm-up um 10.10 Uhr bestieg Winkelhock dann sein V8- Coupé. „Ein großes Kompliment an mein Team“, so der Schwabe. „Das Auto läuft perfekt, als sei nichts gewesen.“

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