„Noch eine Rechnung offen“ – Wehrlein freut sich auf Spielberg | DTM
2015-07-20 10:15:00

„Noch eine Rechnung offen“ – Wehrlein freut sich auf Spielberg

  • Pascal Wehrlein
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Beim DTM-Wochenende in Zandvoort war Pascal Wehrlein in beiden Läufen der beste Mercedes-Pilot – mit den Plätzen zehn und sechs ist der Nachwuchsstar der Stuttgarter allerdings alles andere als zufrieden. Was ihm in den Niederlanden das Leben schwer machte und wieso er mit Spielberg noch eine Rechnung offen hat, lesen Sie hier.

Wie eng es derzeit in der DTM zugeht, zeigte nach dem ersten Rennen in Zandvoort ein Blick auf den Zeitenmonitor: Nach 25 Runden trennten den Sieger Marco Wittmann und Pascal Wehrlein auf Rang zehn lediglich neun Sekunden. „Mein Speed war ganz gut. Von daher bin ich mit dem Rennen eigentlich zufrieden, mit dem Ergebnis aber natürlich nicht“, erklärte Wehrlein nach dem Zieleinlauf.

Das Schlüsselproblem des Sigmaringers liegt beim Anfahren: „Das war heute wieder ein schlechter Start, aber wir arbeiten intensiv daran. Ich bin nicht der einzige mit diesem Problem. Wir haben einfach kein Gefühl für die Kupplung, deshalb versuchen wir definitiv, für das nächste Rennen etwas zu verändern.“ Auf Strecken wie Zandvoort, auf denen das Überholen schwierig ist, vergeben die Stuttgarter daher viele Chancen: „Es darf nicht unser Ziel sein, am Start keine Position zu verlieren, sondern wir wollen darum kämpfen können, Plätze zu gewinnen. Ich glaube das hat bei mir dieses Jahr noch bei keinem Rennen geklappt“, ärgert sich Wehrlein.

Im zweiten Lauf am Sonntag sprang dann zwar ein sechster Rang heraus, diesen musste sich der 19-Jährige allerdings hart erkämpfen: „Es war ein gutes Rennen bis zu dem Zeitpunkt, als ich mit Molina kollidiert bin und mir mein Auto kaputtgefahren habe. Danach war meine Lenkung nicht mehr gerade und vorne waren viele Aerodynamik-Teile kaputt. Ich habe schon zwei Kurven später gewusst, dass etwas nicht mehr stimmte: Die Balance war auf einmal ganz anders, Rechts- und Linkskurven waren total unterschiedlich zu fahren.“

Und das nächste Übel kündigte sich bereits kurz darauf im Rückspiegel an: „Ekström war direkt hinter mir, aber ich habe immer versucht, bei den letzten Kurven vor der Zielgeraden einen guten Ausgang zu erwischen, damit er mit DRS nicht vorbeikommt. Das hat zum Glück funktioniert“, freute sich der zweifache DTM-Sieger. Doch nicht nur auf der Strecke duellierten sich die beiden Kontrahenten dicht an dicht, auch in der Meisterschaft liegt Wehrlein punktgleich mit Mattias Ekström auf Rang zwei. Trotzdem ist sich der Youngster seiner Sache nicht zu sicher: „Mit fünf Punkten Rückstand auf den Tabellenführer sind wir in einer guten Position, doch wir wollen definitiv mehr. Aber man kann in der DTM nichts vorhersagen – wenn BMW nochmal ein so gutes Wochenende erwischt wie hier in Zandvoort, sind sie wieder voll mit drin im Titelkampf.“

Das will Wehrlein beim anstehenden DTM-Double in Österreich möglichst verhindern: „Ich habe noch eine große Rechnung offen mit Spielberg. Letztes Jahr lag ich auf Platz vier oder fünf und war damit im Zug dabei, der um die Führung kämpfte. Dann hatte ich ein Unsafe Release und mein Rannen war zerstört. Das möchte ich dieses Jahr wieder gut machen.“ Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: „Ich mag die Strecke und ich denke sie liegt uns auch vom Auto her. Das dachten wir allerdings auch vom Lausitzring, von daher mache ich lieber noch keine Prognose -  aber wir versuchen alles, um vorne zu sein“, gibt sich Pascal Wehrlein kämpferisch.

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