Norisring: Die Analyse Teil 2 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2005-07-20 17:53:35

Norisring: Die Analyse Teil 2

Norisring: Die Analyse Teil 2

Das sechste DTM-Rennen des Jahres war eines der besten und spannendsten in der DTM-Geschichte. Vor der neuen DTM-Rekordkulisse von 143.000 Zuschauern am Rennwochenende erlebten die Besucher packende Tür-an-Tür-Duelle, zwei Safety-Car-Phasen und zahlreiche Überholmanöver. Das sorgte für reichlich Action auf der Strecke und wirbelte die Platzierungen Runde für Runde kräftig durcheinander. Am Ende holte Gary Paffett Saisonsieg Nummer drei, dahinter wurde Christian Abt im Vorjahreswagen sensationell Zweiter. Als Dritter hält der amtierende Champion Mattias Ekström dem Kampf um die DTM-Krone weiterhin offen. Aber nicht nur an der Spitze war das Rennen spannend – dahinter wurde mitunter knallhart um jeden Meter Asphalt gefightet. www.dtm.de hat die Leistung der Fahrer und Teams am gesamten Rennwochenende unter die Lupe genommen:

Alexandros Margaritis: Nach dem Rennen dürfte Alex Margaritis einen leichten Drehwurm gehabt haben – insgesamt zwei Mal wurde der Grieche in dem turbulenten sechsten Saisonrennen umgedreht. Von Platz 18 aus ins Rennen gestartet fand er sich während der zweiten Safety-Car-Phase plötzlich auf dem dritten Platz wieder, allerdings hatte er erst einen Boxenstopp absolviert. Hinter den Führenden Kristensen und Abt konnte er seinen Platz nachdem das Führungsfahrzeug das Rennen wieder freigegeben hatte nur noch wenige Runden behaupten – zu stark war die herannahende Konkurrenz. In Runde 45 musste er erst Paffett und Ekström, wenige Meter später noch Schneider und Spengler überholen lassen. Zur ersten Pirouette zwang ihn Aiello in Runde 48, Schneider drehte ihn in Runde 64. In der vorletzten Rennrunde gab Margaritis mit einem stark beschädigten Auto auf.
Note 4

Laurent Aiello: Es war nicht das Wochenende des DTM-Champion von 2002: Das Qualifying war für Aiello beendet bevor es richtig angefangen hatte. Nach den Tests am Freitag bekam der Franzose von den Sportkommissaren eine Strafsekunde auf die Zeit im Qualifying aufgebrummt. Bei den engen Zeitabständen auf dem Norisring eine Ewigkeit. Im Rennen startete er eine grandiose Aufholjagd, machte bis zu seinem ersten Boxenstopp in Runde sieben acht Plätze gut. Eine klemmende Radmutter kostete ihn beim Stopp 20 wertvolle Sekunden. Im weiteren Rennverlauf spurtete Aiello wieder auf acht nach vorne. Auf sein Bremspedal tropfendes Öl machte die Fahrt zu einem Ritt auf der Rasierklinge und in Umlauf 48 kollidierte er mit Margaritis und bekam dafür eine Durchfahrtsstrafe. Elf Runden vor Schluss stellte er seinen Vectra dann aus Sicherheitsgründen vorzeitig ab.
Note 4

Bruno Spengler: Der Kanadier war die Überraschung des Wochenendes. Im Qualifying überzeugte Spengler zunächst mit Platz vier – setzte in der anschließenden Super Pole sogar noch einen drauf. Mit 0,023 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Kristensen eroberte er im Vorjahreswagen den dritten Startplatz – eine tolle Vorstellung des DTM-Rookies. Nachdem er im Warm-up noch einmal mit einer Bestzeit glänzen konnte, vergeigte er das Rennen bereits beim Start: Noch vor der ersten Kurve fiel Spengler auf Platz zehn zurück. Die anschließende Aufholjagd brachte ihn nach der zweiten Safety-Car-Phase wieder bis auf Gesamtrang sechs nach vorne. Die Jagd blieb unbelohnt: An fünfter Stelle liegend versuchte er in Runde 58 Mattias Ekström zu überholen, rammte dabei in seinen Markenkollegen Schneider rein und musste frühzeitig aufgeben. Insgesamt aber eine tolle Vorstellung für den DTM-Rookie im Vorjahreswagen.
Note 3

Stefan Mücke: Der Vorwärtsdrang von Stefan Mücke war nicht zu stoppen – fast nicht. Von Platz 16 aus gestartet behielt er zunächst den Überblick und fuhr bis auf Platz sieben vor. Aber nach einer Kollision mit Stippler wurde er mit einer Durchfahrtsstrafe belegt und er musste ein zusätzliches Mal die Box ansteuern. Nach einer weiteren Kollision mit Kaffer gab Mücke in Runde 39 an der Box auf.
Note 5

Marcel Fässler: In der Super Pole behauptete sich Fässler in den Top 10 und nahm das Rennen als Achter auf. Fässler erwischte einen sehr schlechten Start und wurde nach Runde eins bis Platz 15 durchgereicht. Vor seinem ersten Pflichtstopp in Runde sieben war er wieder Achter. In der 22. Rennrunde übernahm Fässler Gesamtrang drei hinter Paffett und Kristensen, die beide noch keinen Boxenstopp eingelegt hatten. Damit war der Schweizer klar auf Siegkurs. Als er in Runde 30 zu seinem zweiten Stopp kam, bremste er die Boxeneinfahrt wie gewohnt an und rutschte auf Capellos Ölspur aus. Das das Auto brach aus und touchierte die Leitplanke und war kaputt. Schade denn mit der Leistung wäre ein Sieg verdient gewesen.…
Note 2

Rinaldo Capello: Beim Start musste „Dindo“ zwei Positionen abgeben, dann hat er zehn gewonnen und am Ende alles verloren – ein Rennen mit Höhen und Tiefen für den Italiener. Von Platz 15 aus ins Rennen gestartet war er bis zu seinem Unfall Siebter. Im „Schöller-S“ brach das Heck seines Audi A4 DTM aus und beförderte ihn unsanft rückwärts in die Mauer – damit war sein Rennen beendet.
Note 4

Jean Alesi: Bei dem Franzosen läuft es in der DTM gerade nicht richtig rund: Im dritten Rennen in Folge blieb der Sieger vom Saisonauftakt ohne Punkte. Die Ausgangslage für Punkte auf dem Norisring war nicht die schlechteste: Im Qualifying Zweiter, die Super Pole beendete er als Vierter. Aus der zweiten Reihe ins Rennen gestartet eilte er als Zweiter drei Runden hinter dem Führenden Paffett her, musste Platz zwei aber in Runde fünf an Kristensen abgeben. Hinter dem Führungstrio verteidigte Alesi seinen Platz bis in Runde 21, als er mit einem Antriebsproblem langsamer wurde und später an der Box an aufgab. Bis zu dem technischen Defekt ein solides Rennen gefahren.
Note 3

LFrank Stippler: Mit seiner Performance im Qualifying war Frank Stippler zufrieden – Startplatz 13. Um auf dem nur 2300 Meter kurzen Stadtkurs vorne dabei zu sein, bedarf es einer 100 Prozent perfekten Runde – „Stippies“ schnellste war gut, aber eben nicht perfekt. Im Rennen machte er von Beginn an Druck, fuhr bis auf Platz neun vor. Im vierten Umlauf wurde er bei der Anfahrt auf das „Schöller-S“ von Margaritis angeschoben und drehte sich. Bei dem Unfall wurde das Getriebe beschädigt, so dass der zweite Gang fehlte. In Runde acht steuerte er die Box an und gab auf.
Note 4

Jamie Green: Das Wochenende für Jamie Green verlief nicht ganz optimal. In der Super Pole „nur“ Neunter – damit war der Brite gar nicht zufrieden und kündigte an: „Unser Paket ist sehr gut und ich werde morgen attackieren." Am Sonntag ließ er seinen Worten Taten folgen. Nach dem Start machte er zunächst drei Plätze gut. In Runde sechs beförderte er erst Häkkinen ins Aus und gab dann selbst an der Box auf. Als fairer Sportler entschuldigte sich Green später bei Mika.
Note 5

RMika Häkkinen: Nach weniger als 13,8 Kilometern war für Mika Häkkinen der sechste DTM-Lauf vorbei. Auf Position vier liegend beförderte ihn Jamie Green in der „Dutzendteich-Kehre“ mit einem unsanften Rempler ins Aus. Mika entschuldigte sich bei den Fans für sein frühes Ausscheiden und trat den Fußweg zurück in die Box an. Dabei hatte sich der DTM-Neuling gut auf den engen Stadtkurs mit dem welligen Asphalt eingeschossen: Platz fünf im Qualifying und sieben in der Super Pole. Aus der ersten Runde kam er bereits als Vierter zurück – hatte im Startgetümmel drei Plätze gut gemacht. Schade Mika – wir hätten gerne mehr gesehen!
Note 3

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