Ogiers DTM-Premiere mit Höhen und Tiefen | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-09-25 13:30:00

Ogiers DTM-Premiere mit Höhen und Tiefen

Ogiers DTM-Premiere mit Höhen und Tiefen

Sébastien Ogier hat als DTM-Gaststarter einiges erlebt in Spielberg. Der fünfmalige Rallye-Weltmeister durchlief in den Qualifyings und in den Rennen am Red Bull Ring ein Wechselbad der Gefühle. Es gab Pleiten, Pech und Pannen – aber auch Erfolgserlebnisse. Das Wochenende in der Steiermark: Für den 34-Jährigen ein Crashkurs in Sachen DTM. Später berichtete Ogier mit einem breiten Grinsen im Gesicht über seine Berg- und Talfahrt vor dem beeindruckenden Panorama.

„Ich wusste vorher schon, dass mich ein schwieriges Wochenende erwartet. Ich bin nicht hierhergekommen, um ein gutes Resultat zu erzielen. Für mich war es eine tolle Gelegenheit, in dieser sehr konkurrenzfähigen Rennserie mit diesen Hightech-Autos zu fahren. Die wechselhaften Wetterbedingungen haben mir das Leben noch schwerer gemacht. Mit meiner geringen Erfahrung war es hart, das Auto unter diesen Umständen am Limit bewegen. Für Mercedes-AMG ging es noch um viel. Insofern war es logisch, dass ich auf der Liste der Prioritäten nicht unbedingt ganz oben stand. Meine Leistungskurve zeigte im Laufe des Wochenendes immer weiter nach oben, ich bin stolz auf mich“, zog Ogier seine ganz eigene Bilanz. Etwas vermisste er aber: mehr Zweikämpfe à la DTM. „Ich bin ja immer vom letzten Platz gestartet.“

Fauxpas beim Wiegen

Andere Serien, andere Regeln: Während in der Rallye-WM die Fahrer samt Wettbewerbsfahrzeug gewogen werden, müssen in der DTM die Fahrer nach den Sessions auf eine Personenwaage steigen. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und das Fernbleiben von Ogier zum Wiegen nach dem Qualifying am Samstag hatte Konsequenzen: Wertungsausschluss. Starten durfte er dennoch. Im Rennen drehte sich Ogier nach dem Pflichtboxenstopp mit kalten Reifen. „Meine Pace war am Anfang nicht gut. Nach dem Stopp hatte ich bessere Reifen. Und endlich hatte ich dann jemanden vor mir. Ich dachte mir: ‚Jetzt kannst du kämpfen.‘ Meine Reifen waren aber noch etwas zu kühl und ich habe zu früh gepusht. Dann unterlief mir ein kleiner Fehler.“ Später gab es eine Safetycar-Phase. Ogier schloss auf zum Rest des Feldes und hatte auf einmal Gary Paffett neben sich. „Aufgrund dessen waren die letzten paar Runden sehr spannend für mich. Er kämpft um den Titel. Ich konnte da nichts machen.“ Als Zwölfter beendete Ogier den ersten Lauf in Österreich durchaus achtbar. 

Scheibenwischer ja, Wischwasser nein

Am darauffolgenden Tag wurde es für Ogier nicht weniger turbulent. Im Qualifying fehlten ihm auf abtrocknender Strecke nur noch 248 Tausendstelsekunden auf den vor ihm liegenden Landsmann Loïc Duval im Audi. Überrascht wurde Ogier schon vor dem Start. „Man hatte mir gesagt, ich würde Funk bekommen. Kurz vorher erfuhr ich aber, dass dem nicht so sein würde. Unterm Strich fuhr ich also unter gleichen Bedingungen wie die anderen.“ Und mit Augusto Farfus konnte er sich dann endlich auch einmal im Kampf um Platz 15 Tür-an-Tür messen. Nachdem der Brasilianer in dem rassigen Duell mit seinem BMW neben die Strecke kam, gab die Rennleitung Ogier eine Verwarnung. Damit nicht genug. „Ich überholte Farfus, der wohl ein Problem hatte und Öl verlor. Meine Windschutzscheibe war voll davon. Ich konnte überhaupt nichts sehen. Dann habe ich den Scheibenwischer eingeschaltet, das machte es aber noch schlimmer. Ich wusste nicht, ob wir in dem Auto Wischwasser zum Reinigen der Scheiben haben, aber offensichtlich hatten wir das nicht. Das Team konnte mich dann aber nicht hereinholen, weil die Boxenstopps der anderen Mercedes-AMG-Piloten vorgingen“, erzählte Ogier, der zunächst im Blindflug weiterfuhr, bis endlich die Folie der Windschutzscheibe abgezogen werden konnte. „Das war enttäuschend.“ Letztlich wurde er 16.

Ab jetzt gilt Ogiers volle Konzentration ab sofort wieder der Rallye-WM. Ein DTM-Comeback mochte er dennoch nicht gänzlich ausschließen. „Man weiß nie, was die Zukunft bringt. Ich habe jetzt als Gast einen ersten Einblick bekommen und Potenzial gezeigt. Es wäre ein weiter Weg bis zur Konkurrenzfähigkeit. Aber vielleicht wechsle ich eines Tages in die DTM und starte eine neue Karriere auf der Rundstrecke.

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