Oschersleben: Die Analyse Teil 1 | DTM
2005-06-28 15:54:35

Oschersleben: Die Analyse Teil 1

Oschersleben: Die Analyse Teil 1

Was für ein DTM-Wochenende in Oschersleben: 88.000 Zuschauer pilgerten am vergangenen Wochenende in den MOTOPARK und erlebten einen spannenden fünften Saisonlauf mit vielen Facetten. Am Samstag sorgte ein heftiger Sturm für ein abwechslungsreiches Qualifying – die Rundenzeiten fielen im Sekundentakt. Hitzig ging es im Rennen am Sonntag zur Sache – bei Temperaturen um 30° Grad kamen nicht nur die Fahrer mächtig ins Schwitzen, sondern auch die Fans auf den Tribünen. Gary Paffett behielt den kühlsten Kopf von allen, holte den zweiten Sieg der Saison und machte in Sachen Titel weiter Boden gut. Mattias Ekström verteidigte mit Platz zwei die Tabellenführung, während Rookie Jamie Green als Dritter sein bestes Saisonergebnis einfuhr. www.dtm.de hat die Leistung der Fahrer und Teams unter die Lupe genommen:

Gary Paffett: Der Spitzname Gary „Perfect“ lässt den Briten einfach nicht los – mit Recht. Das Reifenroulette im Qualifying hatte er zusammen mit seinem Team bravourös gemeistert. Denkbar knapp, mit einem Rückstand von 0,015 Sekunden, verpasste der Brite Startreihe eins. Im Rennen schnappte sich Paffett erst Tomczyk, wenig später kassierte er beim Boxenstopp Teamkollege Jamie Green. Die Führung gab Gary „Perfect“ bis ins Ziel nicht mehr ab. Jetzt trennt ihn nur noch ein Pünktchen von der Führung in der Gesamtwertung.
Note 1

Mattias Ekström: Im Qualifying belegte Ekström nach kleineren Problemen mit der Servolenkung Platz fünf. Seine Aufholjagd in der Magdeburger Börde begann der amtierende Champion in Runde fünf. Erst holte er sich Platz vier, in Runde 24 Platz 3 als, er an Tomczyk vorbei geht. Der Schwede machte mächtig Druck auf DTM-Neuling Green und übernahm nach einem Fehler des Briten in Runde 31 den zweiten Platz. Zwar holte Ekström in den verbleibenden Runden immer weiter auf, aber zum Sieg reichte es nicht. Eine meisterliche Aufholjagd!
Note 1

Jamie Green: Als Vierter beendete der DTM-Rookie das Qualifying am Samstag als Zweitbester Mercedes-Benz-Fahrer und stellte damit erneut seine Schnelligkeit unter Beweis. Mit einem Blitzstart übernahm er am Sonntag vom Start weg die Führung, die der Brite erst beim Boxenstopp in Runde elf an den routinierten Paffett abgeben musste. Den Attacken von Ekström konnte Green lange standhalten, letztendlich unterlief dem DTM-Youngster dann doch ein Fehler, der ihn Platz zwei kostete. Als Dritter feierte Green im fünften DTM-Rennen seinen ersten Podiumsplatz – tolle Leistung!
Note 2

Bernd Schneider: Mit einer eindrucksvollen Aufholjagd meldete sich der DTM-Rekordchampion in Oschersleben zurück. Im Qualifying verpokerte sich Schneider und es blieb ihm nur Startplatz zehn. Im Rennen lief der Champion von 1994, 2000, 2001 und 2003 zu Höchstform auf und arbeitete sich durch das Feld. In einem harten, aber stets fairen Zweikampf mit Kristensen behielt er die Oberhand und überquerte als Vierter die Ziellinie. Nach drei Ausfällen in Folge endlich wieder ein Platz in den Punkten. Bernd is back!
Note 2

RTom Kristensen: Der Le Mans Sieg am vorletzten Wochenende hat den smarten Dänen beflügelt: Mehr als sieben Zehntelsekunden war Kristensen im Qualifying schneller als die Konkurrenz. Damit sicherte er sich die erste Pole-Position seiner DTM-Karriere. In Oschersleben fuhr er in 2004 seinen ersten DTM-Sieg ein, im Rennen waren seine Chancen auf den obersten Podestplatz bereits beim Start dahin. Kristensen würgte den Motor ab und wurde bis auf Platz 19 durchgereicht. Die folgende Aufholjagd machte deutlich: Kristensen wäre siegfähig gewesen. Der Zweikampf mit Schneider war absolut sehenswert und fair.
Note 3

Allan McNish: Das Warten im Qualifying hatte sich gelohnt: McNish ging direkt mit Slicks auf die Zeitenjagd und eroberte Startplatz acht. Obwohl das Überholen auf dem Kurs in Oschersleben sehr schwierig ist, konnte sich der Schotte bis ins Ziel um zwei Positionen verbessern. Ein gutes Rennen und weitere Punkte ohne große Auffälligkeiten.
Note 3

RLaurent Aiello: Unfreiwillig setzte Laurent Aiello den ersten DTM-Test am Freitagmorgen aus: Sein Flug von Paris nach Berlin wurde um Stunden verschoben und der Opel-Star landete erst am Freitagmorgen gegen 9 Uhr in Berlin. Obwohl ihm 90 Minuten Training fehlten, fuhr er dank guter Strategie im Qualifying als bester Opel-Fahrer auf Rang sechs. Nach gutem Start lag der Franzose auf Rang vier, doch die geöffnete Beifahrertür und ein nicht optimaler erster Boxenstopp brachten ihn um ein besseres Ergebnis.
Note 3

Marcel Fässler: Beim Regenpoker im Qualifying langte es für den Schweizer nur zu Startplatz zwölf. Im Rennen lief es zunächst besser und Fässler machte beim Start auf Anhieb vier Plätze gut. Der erste Boxenstopp erfolgte bereits in Runde sechs, der zweite nur 14 Runden später. Insgesamt 24 Runden musste Fässler im Schlussspurt mit seinem letzten Reifensatz zurücklegen – das war zu viel. Trotzdem hat er vier Plätze gut gemacht und sich einen Punkt gesichert. Weiter so!
Note 3

Frank Stippler: Als Neunter im Qualifying hoffte er auf ein ähnlich gutes Ergebnis für das Rennen. Zwar verpasste „Stippi“ die Punkteränge nur knapp, aber erneut war er bester Fahrer eines Vorjahreswagens. Dabei hatte der Kölner Probleme mit dem rechten Arm und war sich vor dem Rennen gar nicht sicher ob er durchhalten würde.
Note 3

Rinaldo Capello: Der Italiener findet sich immer besser in der DTM zurecht – trotzdem hat es für „Dindo“ wieder nicht zu einem Punkterang gereicht. Als einziger Audi-Fahrer ist er nach fünf DTM-Rennen ohne Punkte. Noch nie zuvor war der Italiener in Oschersleben gefahren. Bei den schwierigen Bedingungen im Qualifying holte er Startplatz zwölf. Zwei Positionen besser beendete er das Rennen. Pech hatte Capello beim Start: Wegen seines Markenkollegen Kristensen musste er bremsen und verlor viele Plätze, dann gab es auch noch ein Problem beim Boxenstopp. Das waren ein paar Handicaps zuviel – sonst hätte es vielleicht zum ersten Punkt gereicht.
Note 4

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