Paffett: „Ich war sehr nett zu Paul“ | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-08-12 16:00:00

Paffett: „Ich war sehr nett zu Paul“

Paffett: „Ich war sehr nett zu Paul“

Der größte Widersacher gewann am Sonntag das Rennen in Brands Hatch. Der Führende der Fahrerwertung wirkte dennoch rundum zufrieden. Bereits am Start wurde Gary Paffett von Paul Di Resta in Kurve eins überholt. Der Schotte verteidigte den ersten Platz bis ins Ziel. Der Brite gab sich gönnerhaft. „Es ist schon ein Unterschied, wer vorbei will. Du lässt dem Markenkollegen mehr Platz. Ein Audi- oder BMW-Fahrer hätte das nicht geschafft, mich so zu überholen. Du fährst, um sie zu besiegen, da wäre ich mehr Risiko gegangen. Ich war sehr nett zu Paul. Aber, wenn wir bis zum Schluss um den Titel kämpfen, werde ich ihn mit allen Mitteln bekämpfen“, sagte Paffett, der nun mit 177 Punkten vor Di Resta (148) führt und der 37-Jährige fügte hinzu: „Du musst so viel punkten wie möglich. Du kannst nicht immer gewinnen – siehe heute. Ich war auf der Pole und hatte die Geschwindigkeit, aber mein Start war nicht perfekt, das war ärgerlich. Danach ging es für mich nur drum, Fehler zu vermeiden und das Auto nicht zu zerstören. Mir ging es darum, sicher Zweiter zu werden. Ich habe ein weiteres Podium geholt und meine Gesamtführung ausgebaut.“  

Trotz des dritten Sieges in Brands Hatch nach 2009 und 2010 hatte es Di Resta nach dem Qualifying mit Platz zwei die Petersilie verhagelt. Das obligatorische Foto der Top drei ließ er kurzerhand sausen. „Ich war unglücklich darüber, dass ein anderer Fahrer von der Strecke abgekommen war. Danach war viel Kies und Gras auf der Strecke. Ansonsten hätte ich die Pole-Position gehabt. Da war ich das Opfer des Fehlers eines anderen“, erklärte er die schlechte Laune, die sich knapp zwei Stunden nach seinem insgesamt zehnten DTM-Sieg später schlagartig änderte. „Es war ein perfekter Tag, aber kein perfektes Wochenende. In der DTM entscheiden Kleinigkeiten. Ich bin sehr froh über den Sieg. Aber Gary ist sehr konstant. Er wird der Fahrer sein, den es zu schlagen gilt. Wir hatten einen guten Fight in 2010, und ich bin davon überzeugt, dass dies auch in dieser Saison bis zum Ende der Fall sein wird. Mit etwas Glück kann sich das Blatt schnell wenden.“

 

 

Tags zuvor war Di Resta das erste Mal in 2018 in einem Rennen ohne Punkte geblieben. Und diese seltene Gelegenheit nutzte Paffett eiskalt aus. „Ich bin im Qualifying von der Strecke abgekommen und bin aber noch Sechster geworden und dann auch Sechster im Rennen. Das waren acht wichtige Punkte. Das musst du machen, um den Titel zu holen. Das war wichtiger, als heute Zweiter zu sein. Du musst Risiken eingehen. Gestern bin ich im Kies gelandet, heute auf der Pole“, betonte Paffett, der vorerst mit einem Zweikampf zwischen den beiden Mercedes-AMG-Piloten rechnet. „Ich hatte dieses Jahr vier Pole Position, das ist unglaublich. Ich muss weiter aggressiv bleiben und dafür sorgen, dass ich das Auto im Qualifying weit vorne reinstelle. Du kannst kein bisschen vom Gas gehen. Paul hat gezeigt, dass er sehr schnell ist. Ich bin mir sicher, dass wir beide bis zum Rest der Saison miteinander kämpfen werden.“

2010 wurde Paul Di Resta Champion. Der Schotte lag in der Endabrechnung mit 71 Punkten vier Zähler vor dem Briten. Derzeit scheint es, als ob Paffett die besseren Karten hat. Er hat 29 Punkte Vorsprung. Gewiss ist in der DTM aber nur die Ungewissheit. Und es sind noch 324 Punkte zu verteilen.  

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