Paffett: „René ist nicht unschlagbar“ | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-10-13 17:15:00

Paffett: „René ist nicht unschlagbar“

Paffett: „René ist nicht unschlagbar“

Einen Titel sicherte sich Gary Paffett bereits am Samstag. Zusammen mit Pascal Wehrlein steht der Brite mit seinem Team Mercedes-AMG Motorsport Petronas bereits vor dem letzten von 20 Saisonrennen als Team-Champion der DTM fest. Das war für den 37-Jährigen aber nur ein kleines Trostpflaster. Die Safetycar-Phase in Runde 26 hatte dem Mercedes-AMG-Piloten die Petersilie verhagelt. Der Re-Start kostete Paffett letztlich zwei Plätze. Dank Platz vier übernahm er dennoch wieder die Führung in der Fahrerwertung mit sechs Punkten Vorsprung vor Markenkollege Paul Di Resta, der nur Achter wurde. 

„Ich bin nicht verärgert, um ehrlich zu sein, direkt nach dem Rennen war ich zwar sehr aufgeregt. Aber im Grunde bin ich nur ein wenig enttäuscht. Ich hatte einen sicheren zweiten Platz und auch noch DRS für ein paar Runden übrig und dann kam das Safety-Car. Das Problem war der Staub und der Dreck auf der Strecke, den Paul Di Resta zuvor in Turn 4 auf den Kurs geschleudert hatte. In Turn 6 fühlte es sich an, als wäre es nass. Sogar in Turn 13, in der Sachs-Kurve, stoppte das Auto fast nicht. Die Konditionen waren gefährlich. Ich wollte nicht so viel Risiko gehen wie Robin Frijns und Timo Glock. Trotz allem bin ich mit dem Tag sehr zufrieden. Wir waren genauso schnell wie René Rast und lagen im Qualifying vor ihm.“ 

Beim Schotten Di Resta war es schon im Qualifying nicht optimal gelaufen. Das Rennen brachte keine Verbesserung. Die Stimmung war im Keller. „Das war heute leider nicht mein Tag. Platz acht ist ein enttäuschendes Ergebnis für mich. Jetzt muss ich morgen im zweiten Qualifying alles geben, um diesmal vorne zu starten, und dann versuchen, die sechs Punkte Rückstand auf Gary doch noch aufzuholen. Noch ist nichts verloren. Es wird ganz sicher ein spannendes Finale. Wer das Rennen gewinnt, wird auch Meister." 

Vieles wird eine Frage der Strategie sein. Am Samstag schaffte Rast den Undercut. Was plant Paffett nun am Sonntag beim Boxenstopp? „Um nicht in einer Safetycar-Phase zu straucheln und das Risiko zu minimieren, musst du eigentlich die Reifen früh wechseln. Je früher du wechselst, umso schlechter werden aber am Ende deine Reifen. Dass jemand eine Tür verliert, das ist Zufall. Dies kannst du nicht verhindern.“ 

Somit wird dem Qualifying erneut eine große Bedeutung zukommen. Die Ausgangslage liegt für die drei Beteiligten auf der Hand. „Ich habe sechs Punkte Vorsprung. Wenn Paul das Rennen gewinnt, kann ich ihn nicht schlagen. Also muss ich vor ihm landen. Es hängt vom Qualifying ab. Erst danach kannst du einen Plan machen.“ Interessant dürfte vor allem das direkte Duell der Markenkollegen werden, sollte es auf der Strecke dazu kommen. „Wenn ich mit Paul in einem Kampf um Platz eins verstrickt werde, dann werde ich sicher mit härteren Bandagen kämpfen. In einer anderen Position werde ich gegebenenfalls einfach die Punkte nehmen. Paul ist ein respektvoller Fahrer, er wird mich nicht unfair rausdrängen. Du musst die Situation jeweils abwägen und mit dem daraus zu ziehenden Nutzen vergleichen.“  

Angesprochen auf René Rast richtet Paffett an den Seriensieger eine Kampfansage. Mit breiter Brust geht der Brite ins finale Duell mit dem Audi-Piloten, der die Sternfahrt zum Titel beim Abschied von Mercedes-AMG noch verhindern könnte. „Er ist nicht unschlagbar. Er war in Spielberg schlagbar. Er war in Zandvoort schlagbar. Am Nürburgring war er im Qualifying nur neun Tausendstelsekunden schneller als ich. Hier ist er stark, aber er war nicht stärker als wir heute. Durch den früheren Boxenstopp hat er etwas gewonnen und konnte mich überholen. Aber wir hatten den gleichen Speed.“

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