„Phantastisch, perfekt, die beste Entscheidung“ | DTM.com | Die offizielle Webseite
2017-09-19 21:15:00

„Phantastisch, perfekt, die beste Entscheidung“

„Phantastisch, perfekt, die beste Entscheidung“

Geradezu überschwänglich haben die Fahrer der DTM die frohe Kunde von der sofortigen Abschaffung der Performance-Gewichte aufgenommen. Piloten aus allen drei Hersteller-Lagern begrüßen den Beschluss ausdrücklich. „Sportlich war das die absolut richtige Entscheidung. Wir hatten uns als Fahrer ja auch vorher schon gemeinschaftlich dafür ausgesprochen. Die Gewichte hatten für taktische Spielchen gesorgt. Zudem gab es auch noch die eine oder andere nicht so clevere Änderung während der Saison. Der Fan hat eingeschaltet und nicht verstanden, warum der Audi, der BMW oder der Mercedes Gewichte ein- oder ausladen musste“, sagt Timo Glock. Dabei hätte der BMW-Pilot am kommenden Wochenende bei den Rennen in Spielberg nach der alten Regelung mit dem deutlich leichteren Auto als die Konkurrenz durchaus profitieren können. Doch Glock betont: „Man muss es so simpel wie möglich halten. Deswegen ist es perfekt. Natürlich wäre ich gerne den Berg mit 20 Kilo weniger raufgefahren, aber wir müssen im Großen und Ganzen denken.“

Glock ist als Siebter in der Gesamtwertung mit 108 Punkten einer von zehn Fahrern, die vor den letzten vier Rennen noch Chancen auf den Titel haben. „Es kommt jetzt auf die Konstanz an. Du musst fehlerfrei fahren, das sind die Schlüsselfaktoren“, unterstreicht der ehemalige Formel-1-Pilot. Glock ist einer der Jäger, der Gejagte ist Spitzenreiter Mattias Ekström (136 Punkte). Auch der Schwede war erleichtert, als er davon erfuhr, dass die zusätzlichen Kilos nun aus seinem Auto purzeln. „Ich habe das immer befürwortet. Ich bin sehr froh. Ich dachte erst, da macht einer einen Scherz mit mir. Für mich war das die beste Entscheidung in der bisherigen Saison. Die DTM hat so eine gute Basis. Die Performance-Gewichte haben immer einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. Ich freue mich darauf, Rennen zu fahren, in denen alle dieselbe Ausgangssituation haben. So stellen wir uns alle die DTM vor.“

Ekström erwartet packende Rennen im Endspurt der DTM. Sein ärgster Konkurrent ist derzeit Lucas Auer (127 Punkte) im Mercedes-AMG. Schon am Nürburgring wurde sichtbar mit härteren Bandagen als zuvor gekämpft. Für den Rallycross-Weltmeister ist das aber nichts Ungewöhnliches: „Wer Meister werden will, muss jetzt vier Mal fehlerfrei liefern. Neun Punkte sind nicht viel, es sind noch über hundert Punkte zu vergeben. Es ist außergewöhnlich, dass zehn Fahrer Meister werden können. In all den Jahren zuvor waren es weniger. Das ist etwas ganz Neues. Es wird interessant. Motorsport ist Kampf Mann gegen Mann, das gehört halt dazu. Das geht im Tennis nicht, weil der Gegner auf der anderen Seite des Netzes steht. Ich versuche, fair zu fahren. Respekt untereinander ist wichtig. Das kriegt man irgendwann sonst zurück.“

Der Dritte im Bunde, Maro Engel, stößt in dasselbe Horn wie seine Fahrerkollegen: „Das war eine phantastische Nachricht, für alle Fahrer und die Fans, und wie ich glaube, auch für die Hersteller. Am Ende geht es um einen reinen Wettbewerb. Die Änderungen waren bislang ausnahmslos top. Alle haben super funktioniert. Jeder Fahrer kann ein Rennen gewinnen in diesem Jahr. Das war der letzte Stein, der umgeschmissen werden musste. Das war definitiv die richtige Entscheidung. Glückwunsch an alle Beteiligten“, versichert der Mercedes-AMG-Pilot, der in den letzten Wochen enorm im Aufwind ist. Zuletzt gab es einen vierten und fünften Platz bei den Rennen am Nürburgring. „Ich habe meine Zeit gebraucht. Ich dachte, meine vierjährige DTM-Erfahrung würde mir beim Wiedereinstieg helfen. Aber die Autos haben sich enorm weiterentwickelt. Wir haben uns Stück für Stück verbessert. Seit meinem Sieg in Moskau waren es positive Wochenenden für mich. Darauf will ich aufbauen.“ 

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