Philipp Eng: „Das sind alles Kampfhunde“ | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-09-14 12:00:00

Philipp Eng: „Das sind alles Kampfhunde“

Philipp Eng: „Das sind alles Kampfhunde“

Seit dem Ende der 80er-Jahre und den Zeiten von Franz Klammer und Dieter Quester sind 2018 wieder mal zwei Österreicher in der DTM unterwegs. Lucas Auer und Philipp Eng – die Gaudiburschen der Tourenwagenserie. Beide beherrschen den Wiener Schmäh vortrefflich. Beide sind schnell, beide sind in den Top Ten der Fahrerwertung. Dennoch gibt es kaum Berührungspunkte, selbst bei einer DTM-Veranstaltung.

„Wir verstehen uns gut, ich habe großen Respekt vor seiner fahrerischen Leistung. Er ist ein super schneller und super talentierter Rennfahrer. An einem DTM-Wochenende sieht man sich eigentlich nur in der Mixed Zone oder in der Fahrerbesprechung. Dann schlägt man ein, und fragt, wie geht es? Es ist alles so vollgepackt mit Terminen. Du hast einfach keine Zeit“, sagt Eng. Da muss dann schon ein Zufall herhalten. „Wir haben uns zuletzt in London am Flughafen getroffen und dann haben wir gemeinsam gefrühstückt und uns unterhalten“, so der BMW-Pilot, der seinem in der DTM erfahreneren Mercedes-AMG-Kollegen als Rookie in der Leistung kaum nachsteht. Beide holten zehn Punkte im Qualifying, beide waren bei der Jagd nach der schnellsten Runde fünfmal in den Top drei. Auer schaffte zwei Pole-Positionen, Eng eine, am Sonntag auf dem Lausitzring. Auer kletterte viermal auf das Podest, Eng zweimal, als Dritter am Lausitzring und in Budapest. Und es gibt eine weitere Gemeinsamkeit. Beide haben noch keinen Saisonsieg.

Eng hofft auf viele rot-weiß-rote Fahnen

Ausgerechnet jetzt ist der nächste Halt der DTM in der Alpenrepublik. Am Red Bull Ring gewann noch nie ein Österreicher einen Lauf der Serie. „Das wäre eine perfekte Geschichte. Ein Sieg in den letzten vier Rennen wäre schön, vielleicht noch das eine oder andere Podium, im Idealfall am Red Bull Ring. Ich würde mir wünschen, dies als erster Österreicher zu schaffen“, sagt Eng. „Auf die Strecke freue ich mich, das wird eine coole Erfahrung mit den ganzen schnellen Kurven im zweiten und dritten Sektor. Du kannst mit dem DTM-Auto spät bremsen. Ich war da früher im ADAC GT Masters in den Porsche-Markenpokalen erfolgreich unterwegs. Es ist nicht nur eine sehr gute Strecke, sondern auch eine sehr schöne Anlage. Dort herrscht ein eigenes Ambiente. Ich hoffe, dass im Publikum viele rot-weiß-rote Fahnen geschwenkt werden.“

Staugefahr im Qualifying, Wheel-Spin am Start

Mit 92 Punkten ist der gebürtige Salzburger Neunter der Fahrerwertung. Der Sonntag am Nürburgring war ein wenig symptomatisch für Engs bisherigen Saisonverlauf. „Peng“ war Erster im Qualifying nach dem ersten Stint, letztlich wurde er guter Dritter. „Du musst vorausschauend fahren im Qualifying. Wir machen eine Outlap, dann zwei sogenannte Build-Laps und dann die Push-Runden. Im ersten Satz hatte ich kein Auto vor und keines hinter mir innerhalb von sechs Sekunden. Da konnte ich mir frei einteilen, wie ich meinen Reifen herrichte. Das hatte ich mit dem zweiten Satz nicht. Ich habe weit nach vorne geschaut in die Schikane und da war ein Paket mit drei, vier Autos. Da musste ich Gas rausnehmen, sonst wäre ich sozusagen im Stau gestanden. Dann habe ich einfach die Energie nicht in den Reifen bekommen, da war er nicht fertig in der letzten Runde“, erklärt Eng, der dann im Rennen schon nach Runde eins bis auf Platz neun zurückfiel. Letztlich wurde er Achter. „Der Start war schlecht. Ich hatte zu viel Wheel-Spin. Das beeinflusst deine ganze erste Runde. Dir fehlt die Freiheit in die Lücken zu fahren. Dann war ich in den ersten Kurven zwei-, dreimal unglücklich positioniert. Und dann wirst du durchgereicht. Das sind alles Kampfhunde. Da gibt es keine Gnade.“

Eng kann aber, das hat er in den ersten 16 Rennen immer wieder rasant unter Beweis gestellt, wie er es ausdrückt „mit den großen Burschen mitspielen“. Nun fehlt ihm für den Endspurt der Saison nur noch die Schokoladenglasur auf der Sachertorte. „Bis jetzt schaut es ganz gut aus. Ich hatte viele gute Qualifying-Resultate. Speziell im Zeittraining passt der Speed zum großen Teil. Ich habe aber oft nicht das Beste draus gemacht. In den Rennen hatten wir teilweise Schwierigkeiten die Reifen über die Distanz zu bekommen. Die Punkte, die Pokale und den Champagner gibt es beim Rennen. Das gilt es, jetzt am Red Bull Ring zu verbessern.“

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