Pietro Fittipaldi: Wenn dir Motorsport in die Wiege gelegt wird | DTM
2019-05-04 07:45:00

Pietro Fittipaldi: Wenn dir Motorsport in die Wiege gelegt wird

Pietro Fittipaldi

Der junge Brasilianer Pietro Fittipaldi trägt einen der berühmtesten Familiennamen im Motorsport. Im Gespräch erklärt er, wie er die Familientradition fortsetzt.

An berühmten Namen hat es in der DTM nie gefehlt. Fahrer wie Mika Häkkinen, David Coulthard und Jean Alesi fuhren mehrere Jahre in der Serie, ITR-Vorsitzender Gerhard Berger startete ebenfalls in einem DTM-Rennen und sogar der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hatte gelegentlich Gastauftritte in der DTM.

In diesem Jahr gibt es einen weiteren berühmten Namen im Starterfeld, denn der Brasilianer Pietro Fittipaldi gibt im belgischen Audi-Team WRT sein Debüt in der Serie. Fittipaldi, geboren in Florida und mit brasilianischem und US-amerikanischem Pass, ist der Enkel von Emerson Fittipaldi, der erste Brasilianer, der in der Formel 1 erfolgreich war und in den Jahren 1972 und 1974 mit Lotus bzw. McLaren den Weltmeistertitel gewann.

Pietros Onkel Christian fuhr ebenfalls in der Formel 1 und sorgte für Aufsehen, als er sich 1993 im Minardi beim italienischen Grand Prix überschlug und so die Ziellinie überquerte. Außerdem gewann er die Sportwagen-Langsreckenklassiker in Sebring und Daytona.  

Pietro Fittipaldi kombiniert seine Teilnahme an der DTM mit seinen Aufgaben als Testfahrer für das Haas-Formel-1-Team. „Die Chance, in der DTM zu fahren, ergab sich durch den legendären F1-Manager Julian Jakobi und Allan McNish. Zunächst bekam ich die Möglichkeit, mit WRT den Test auf dem Lausitzring zu bestreiten. Danach bekam ich den Fahrerplatz, eine großartige Chance, für die ich sehr dankbar bin.“

Haas-F1-Teamchef Günther Steiner, der selbst aus zwei Jahren im Teammanagement bei Opel über DTM-Erfahrung verfügt, gab Fittipaldi die Erlaubnis, seine erste DTM-Saison in Angriff zu nehmen. „Wir haben die Kalender übereinander gelegt und Günther war sofort einverstanden“, erzählt Fittipaldi. „Es ist gut, zusätzliche Erfahrungen als Rennfahrer zu sammeln. Ich bin bei etwa der Hälfte aller Grand-Prix-Rennen vor Ort, der Rest der Arbeit für Haas spielt sich hauptsächlich im Simulator ab.“

Wie jeder richtige Rennfahrer hat Fittipaldi die DTM immer als einen möglichen Karriereschritt betrachtet. „Ich habe die DTM immer mit großem Interesse verfolgt. Als ich in der Formel 3 fuhr, hatten wir die meisten Rennen im Rahmenprogramm der DTM. Das Umfeld ist mir also vertraut“, erklärt er. „Natürlich kenne ich auch Augusto Farfus und Robert Wickens ist ein guter Freund. Somit habe ich immer ein Auge auf die DTM gehabt. Es ist eine professionelle Serie mit großer Beteiligung der Hersteller. Daher ist es toll, in dieser Serie fahren zu dürfen.“

 

Sogar sein Großvater Emerson fuhr einmal ein DTM-Auto, denn er ging 2005 beim Legendenrennen auf dem Norisring an den Start. „Als ich ihm von meiner Chance beim DTM-Test und dann vom Engagement als Fahrer erzählte, hat ihm das richtig gefallen“, sagt Pietro. „Auch in Brasilien war das Echo groß, es gibt dort großes Interesse an der Serie. Ich bin froh, dass ich die Präsenz Brasiliens in der DTM fortsetzten darf, nachdem Augusto Farfus am Ende des Vorjahres seinen Abschied aus der Serie bekanntgegeben hat.“

 

Fittipaldi ist nicht der einzige Neueinsteiger in der DTM, auch sein Team WRT und sein Teamkollege Jonathan Aberdein sind neu. „Die Lernkurve für uns alle wird sicherlich steil, aber ich freue mich auf diese Herausforderung“, sagt er.

Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Enzo, ebenfalls Rennfahrer, lebt Pietro in Maranello. Daher betrachtet er Misano als sein Heimrennen. „Aber es ist egal wo wir fahren, es macht mir überall Spaß.“

Ein echter Fittipaldi eben, der die Familientradition fortsetzt.

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