Rast im Audi: Uno, due, tre, quattro! | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-09-23 15:30:00

Rast im Audi: Uno, due, tre, quattro!

Rast im Audi: Uno, due, tre, quattro!

Es war Zeit für Superlative. „Es war ein unglaubliches Wochenende“, sagte René Rast. „Ich bin unheimlich dankbar für ein gutes Rennen, ein gutes Auto, einen guten Boxenstopp und wieder gutes Teamwork. Ich bin einfach überglücklich.“ Der Titelverteidiger schrieb am Sonntag auf dem Red Bull Ring ein weiteres Stück DTM-Geschichte: Nach Klaus Ludwig, Nicola Larini und Alessandro Nannini ist er erst der vierte Fahrer, der vier Siege in Folge in der Tourenwagenserie feierte. Zuletzt war das Nannini im Jahre 1996 gelungen. Dabei hatte der Tag des 31-Jährigen gar nicht gut begonnen. Der beste Pilot im Qualifying der vergangenen Saison startete das zweite Rennen in Spielberg von Platz sieben, während die direkten Konkurrenten im Titelkampf, Gary Paffett und Paul Di Resta im Mercedes-AMG, von Platz eins und drei das Rennen aufnahmen.

Lautes Funksignal stört Rast im Qualifying

Dies hatte einen ungewöhnlichen Grund, wie der Wahl-Österreicher später aufklärte. „Im Auto ist es brutal laut, deswegen müssen die Ear Plugs für den Funk auch extrem laut eingestellt sein. Wenn der Funk dann aufgeht, hat man ein extrem lautes Piepen und dann ein Rauschen. Das hat mich in meiner schnellsten Runde so brutal abgelenkt, dass ich das Auto in dem Moment verloren habe. Ich war komplett aus der Konzentration rausgerissen. Ich hätte meine Zeit sicher verbessert. Keiner konnte mir sagen, warum das passiert war. Das hat mich natürlich geärgert.“

Am Ende des Tages war Rast dennoch der große Triumphator. Der Audi-Pilot erwischte einen perfekten Start und verbesserte sich gleich in Runde eins auf Rang vier. Mit einem schnellen Boxenstopp schob er sich später an den beiden Sternfahrern vorbei. Markenkollege Nico Müller ließ ihn dann 17 Runden vor Erreichen des Zielstriches ohne große Gegenwehr passieren. Der Weg zum vierten Sieg in Folge war geebnet. „Gestern hatten wir nicht die Pace, um das Rennen aus eigener Kraft gewinnen zu können. Heute hatten wir es um 180 Grad gedreht. Das Auto hat viel besser funktioniert. Wir waren genauso stark wie Mercedes-AMG heute.“

Fünf Siege in Folge schaffte noch kein DTM-Pilot

Mit Rückenwind fährt Rast nun in knapp drei Wochen nach Hockenheim zum Saisonfinale. Wieder als Verfolger, denn 2017 lag er als Zweiter 21 Punkte hinter dem Führenden der Fahrerwertung, Mattias Ekström. Nun sind es 26 Punkte auf Di Resta und 30 Zähler auf Paffett. „Letztes Jahr haben wir mit vier Audis noch um den Titel gekämpft. Da hatte ich keine Unterstützung von den Markenkollegen. Dieses Jahr bekomme ich sicher mehr Schützenhilfe, wie man es gestern auch gesehen hat. Jeder Punkt kann mir möglicherweise helfen.“ Dennoch hat der Champion von 2017 natürlich nicht das beste Blatt des in Frage kommenden Trios. „Es sind jetzt zwei Gegner und beide brauchen ein schlechtes Wochenende. Aber, wir haben gezeigt, dass wir das Blatt mit der richtigen Strategie aus eigener Kraft noch wenden können.“

Fünf Siege in Folge hat in der DTM noch kein Fahrer geschafft. Rast ist selbstbewusst genug, es zu versuchen. Zuzutrauen wäre es ihm nach den letzten Rennen allemal. „Wir brauchen ein weiteres perfektes Wochenende. Das muss das Ziel sein. Wenn uns der Renngott hilft, so wie hier am Samstag, dann ist alles möglich. Aber auch wenn nicht, ich bin Dritter in der Meisterschaft, das hätte Mitte des Jahres keiner mehr für möglich gehalten. Auf die Leistung können wir stolz sein. Die Chance, den Titel verteidigen zu können, war so unrealistisch vor diesem Wochenende. Jetzt ist es immer noch unrealistisch. Aber nicht mehr ganz so sehr.“

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