Rat der Ex-Champions: Bloß nichts ändern | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-10-09 19:45:00

Rat der Ex-Champions: Bloß nichts ändern

Rat der Ex-Champions: Bloß nichts ändern

Bruno Spengler, Mike Rockenfeller und Pascal Wehrlein haben eines gemeinsam: Alle drei Piloten haben schon einmal die Gesamtwertung in der DTM gewonnen. Insofern kann sich das Trio vor dem Saisonfinale in Hockenheim an diesem Wochenende sehr gut in die Lage von René Rast, Gary Paffett und Paul Di Resta versetzen. Wie fühlt man sich vor so einem engen Finish? Wie bereitet sich der Fahrer auf die wichtigsten Rennen der Saison vor? „Es ändert sich nicht viel. Du versuchst von Rennen zu Rennen zu denken. Den Rest blendest du aus. Du machst deinen Job so gut es geht. Du weißt aber auch, dass du dir keinen Fehler erlauben darfst. Mit einem Auge schielst du auf die Hauptkonkurrenten. Natürlich hast du Erwartungen und Hoffnungen. Deswegen fährt jeder von uns Rennen, um in dieser Position zu sein. Die Rennerei ist ja auch ein Stück weit unvorhersehbar. Das ist das Schöne daran“, sagt Mike Rockenfeller. Der Audi-Markenkollege von Rast war 2013 DTM-Champion.

Spengler: „Es ist viel Druck da, aber es macht auch Spaß“

„Rocky“ löste damals Bruno Spengler als Titelträger ab. Der Kanadier gewann nach seinem Wechsel von Mercedes-AMG zu BMW gleich im ersten Jahr des DTM-Comebacks der Münchner die Meisterschaft. „Ich habe damals nichts geändert. Die Vorbereitung auf die Rennen machst du nicht zwei Tage vorher, das machst du im Winter. Natürlich hast du im Kopf, an diesem Wochenende entscheidet sich alles. Es ist viel Druck da, aber es macht auch Spaß, in dieser Situation zu sein. Denn dann ist deine Saison sehr gut gelaufen. Das hat was. Es muss alles passen. Am Ende gewinnt halt nur einer.“

Pascal Wehrlein hatte sich 2015 nach seinem Titelgewinn in Richtung Formel 1 verabschiedet und kehrte vor dieser Saison zu Mercedes-AMG in die DTM zurück. „Ich bin damals [2015; Anm. d. Red.] mit einem guten Vorsprung nach Hockenheim gereist. Du darfst auf keinen Fall denken: ‚Ich will es nur noch heimbringen.‘ Natürlich schaust du auf die Konkurrenz und vergleichst. Es gilt aber vorrangig, aus sich und dem Auto das Bestmögliche herauszuholen. Meine Devise war, ich will den Punkteabstand vergrößern. Zum Glück bin ich am Samstag dann schon Meister geworden.“

Fahrer wünschen sich Showdown am Sonntag

Dass dies in Hockenheim auch an diesem Wochenende so sein wird, hofft niemand. Alle Fahrer hoffen auf Spannung bis zur letzten Runde am Sonntag. Bei einem Meistertipp geben sie sich indes sehr bedeckt. „Das weiß keiner. Alle drei können gewinnen und hätten es verdient. Ich denke, es wird ein Mercedes-AMG-Fahrer sein. Die Chancen sind gut, für Audi wird das eher schwierig. Da ich den Gary lange kenne und mag, würde es mich für ihn auch freuen“, sagt Rockenfeller. Di Resta hat als Erster der Fahrerwertung mit 229 Punkten vier mehr als Paffett und 30 mehr als Rast. „Ich glaube, dass es einer von meinen beiden Teamkollegen wird. Für die Fans hoffe ich, dass die Entscheidung erst am Sonntag fällt. Mir ist es ehrlich gesagt egal, wer es macht. Ich gönne es beiden. Möge der Bessere gewinnen“, sagt Mercedes-AMG-Pilot Wehrlein. BMW-Pilot Spengler hält sich ebenfalls mit Prognosen stark zurück: „Ich hoffe auf einen spannenden Showdown am Sonntag und dass der René dann noch im Spiel ist. Das wäre das Allerbeste für alle Beteiligten. Lassen wir uns überraschen.“

Nach dem ersten Qualifying am Samstag werden die Karten nach Meinung der Fahrer neu gemischt. Dann gibt es die ersten wichtigen Fingerzeige. Gerade auf Seiten der Sternfahrer dürfte der Ausgang von großer Bedeutung sein. „Das Qualifying ist sehr wichtig. Der Druck ist hoch, alle anderen können frei auffahren. Darauf musst du dich voll konzentrieren. Danach bekommst du einen besseren Überblick“, so Rockenfeller und Wehrlein fügt hinzu: „Erst einmal heißt es für jeden Feuer frei. Nach dem Qualifying wird man sehen, mit welcher Strategie oder für welchen Fahrer gefahren wird. Du kannst vor dem Wochenende nicht planen, wen du unterstützt im Titelkampf. Das funktioniert nie. Es kann ja auch passieren, dass beide eine schlechte Position haben und wir versuchen müssen, René im Rennen Punkte abzunehmen.“

Wehrlein sieht seine Zukunft nicht in der DTM

Seine Zukunft betreffend brachte Wehrlein ebenfalls ein wenig Licht ins Dunkel. Es wird wohl für den DTM-Rückkehrer nach dem bereits verkündeten Abschied von Mercedes-AMG bei einem einjährigen Intermezzo bleiben. „Unterschrieben ist noch nichts. Ich habe mehrere gute Angebote, ich muss mich einfach nur noch entscheiden. Die DTM wird es höchstwahrscheinlich nicht sein. Es wird eine andere Rennserie sein, es können aber auch zwei Serien werden.“

Der Showdown live vor Ort an der Rennstrecke oder im TV

Auch beim Finale berichtet TV-Partner SAT.1 live aus Hockenheim und überträgt beide Rennen in voller Länge in der Sendung „ran racing“. Am beiden Tagen sendet der TV-Sender jeweils ab 13:00 Uhr live aus Hockenheim. In Österreich ist ORF Sport + am Samstag und ORF eins am Sonntag jeweils ab 13:15 Uhr live auf Sendung. In der Schweiz zeigt MySports die Rennen. Rennstart ist an beiden Tagen wie gewohnt um 13:30 Uhr. Auf DTM.com und in der offiziellen DTM-App werden alle Freien Trainings, Qualifyings und Rennen kostenfrei im Livestream gezeigt. Tickets für das DTM-Finale gibt es online auf der offiziellen Webseite unter www.DTM.com/tickets.

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