Reif für die Insel | DTM
2003-07-24 13:22:34

Reif für die Insel

Nach der fünfwöchigen DTM-Pause sind die Opel-Piloten Jeroen Bleekemolen, Peter Dumbreck, Alain Menu, Manuel Reuter, Timo Scheider und Joachim Winkelhock reif für die Insel. Im englischen Donington Park startet die DTM mit dem sechsten Lauf – live im ZDF, ausnahmsweise schon ab 12.45 Uhr – in die zweite Saisonhälfte. Für ihr Heimspiel sind vor allem der Schotte Peter Dumbreck und der in England lebende Schweizer Alain Menu hoch motiviert und bestens vorbereitet.

Berg- und Tal-Bahn: Der GP-Kurs von Donington nahe Nottingham ist eine faszinierende Berg- und Tal-Bahn, mit atemberaubenden, zumeist schnellen Kurven. Eine echte Fahrerstrecke, die Mut erfordert. 36 Runden (144,828 km) sind im Rennen zu absolvieren.

Keine Testpause: Opel nutzte die Rennpause zu einigen Testfahrten. Alain Menu fuhr nach Norisring einen Tag in Dijon, Peter Dumbreck fuhr zwei Mal für einen Tag auf dem Lausitz-Ring, und am Dienstag vor Donington saßen Alain Menu und Testfahrer Marcel Tiemann im englischen Croft am Steuer der beiden Astra V8 Coupé des OPC Team Holzer.

Von Wegen Urlaub: Nicht nur mit Testfahrten war der Terminkalender in der Rennpause gefüllt. Joachim Winkelhock bestritt im 1973-er Rallye-Ascona A die Silvretta-Classics, Manuel Reuter startete mit dem 96-er ITC-Calibra vor 150.000 Zuschauern beim Goodwood-Festival in England, Timo Scheider drehte im DTM-Opel seine Runden beim Opel-Ironman-Triathlon in Frankfurt, das OPC Team Holzer und Jeroen Bleekemolen gewannen einen Boxenstopp-Wettbewerb im ZDF-Fernsehgarten. Und zu guter Letzt: Am 21. Juli wurde Timo Scheider Papa. Seine Verlobte Jasmin Rubatto wurde von Loris Romeo entbunden, 3.220 Gramm schwer, 51 Zentimeter groß und wie Mama und Papa wohl auf.

Im Rückspiegel: Dumbreck ist mit 23 Punkten auf den vierten Tabellenrang vorgerückt, sein Team, das OPC Team Phoenix, ist Dritter der Team-Wertung. Nur durch ein unglückliches Manöver eines überrundeten Fahrers verpasste der Schotte am Norisring den Sprung auf das Podium, wurde Vierter. Winkelhock holte seinen ersten Saisonpunkt.

Ohne Formel 3: Nach dem Norisring zog es die Formel-3-Euroserie nach Frankreich. In Le Mans feierte Opel-Dallara-Pilot Nico Rosberg (Team Rosberg) seinen ersten Sieg. Es war der siebte Opel-Sieg in bisher zehn Rennen. Mit dem sechsten Podestrang verteidigte Ryan Briscoe (Opel-Dallara/Prema-Powerteam) seine Tabellenführung. Die Formel 3 fehlt in Donington, bereitet sich stattdessen auf das Masters in Zandvoort (8./9. August) vor.

Opel-Sportchef Volker Strycek vor der zweiten Saisonhälfte
"Die fünfwöchige Rennpause hat allen gut getan, besonders den Mechanikern und Ingenieuren, die seit Monaten ein gewaltiges Arbeitspensum geleistet haben. Trotz der Verschnaufpause haben wir keineswegs auf der faulen Haut gelegen, sondern uns akribisch auf die zweite Saisonhälfte vorbereitet. Wir haben diverse Entwicklungen auf den Weg gebracht und Testfahrten absolviert. Ich denke, wir sind gut gerüstet, um unser Ziel zu erreichen, nämlich Rennen zu gewinnen. Donington ist eine tolle Rennstrecke, die unserem Astra gut liegen sollte. Manuel hat 1994 dort den ersten Calibra-Sieg erzielt, im Vorjahr stand er auf der Pole-Position, und Alain Menu lag bis zu seinem unglücklichen Reifenschaden auf dem zweiten Platz."

Peter Dumbreck (OPC Team Phoenix) über sein Heimspiel
"Ich bin jetzt Vierter in der Meisterschaft und wünsche mir, dass die zweite Saisonhälfte ähnlich oder gar noch besser läuft als die erste. Zwei Tage habe ich auf dem Lausitz-Ring getestet, dass hat mir gut getan. Jetzt bin ich für Donington gut gerüstet. Ich habe dort schon 1994 und 1996 in der ehemaligen Formel Opel gewonnen. Interessante, schnelle Kurven überwiegen auf dieser Strecke, lediglich die beiden Haarnadelkurven mag ich nicht. Es gibt knifflige Ecken, die man wohl nie perfekt beherrscht, so die Links-Rechts-Kombination von der Schwantz-Curve hinein in McLeans-Corner. Donington ist eine schnelle Strecke. Die Redgate-Curve nach dem Start ist schnell, Craner-Curves geht Vollgas, das Bergauf-Stück zu McLeans ist schnell, Coppice auch. Ich freue mich riesig auf Donington, weil ich die Strecke mag und viele Freunde und Bekannte kommen, meine Eltern, meine beiden Brüder, meine beiden Schwestern sowie alle Nichten und Neffen."

Alain Menu (OPC Team Holzer) über seinen größten Fan und seine Eltern
"Donington passt ganz wunderbar in die DTM, weil es eine großflächige, offene Rennstrecke ist, eine schöne Abwechlung zu einem Stadtkurs oder einer langsamen, engen Strecke wie Adria. Sollte es regnen, wird Donington eine gewaltige Herausforderung. Donington ist natürlich mein Heimrennen. Gewiss werde ich dort einige Streckenposten und Kommissare treffen, die ich aus der BTCC-Zeit kenne. Mein allergrößter Fan ist Adam. Er ist der Sohn eines Streckenposten, und ich habe ihn 1994 oder 1995 erstmals getroffen, als er vier, fünf Jahre alt war. Seit dem stehen wir ständig in Kontakt, und ich freue mich, ihn am Donnerstag im Fahrerlager zu treffen. Noch eine Sache wird spannend für mich: In Donington werde ich erstmals meinen Vater und meine Mutter im Opel-Renntaxi mitnehmen. Sie haben zuvor noch nie in einem Rennwagen gesessen."

Joachim Winkelhock (OPC Euroteam) über englische Rennbesucher
"Während meiner Zeit in der britischen Tourenwagen-Meisterschaft habe ich die englischen Rennbesucher sehr schätzen gelernt. Sie haben in der Regel ein enormes Fachwissen, sind zurückhaltend, angenehm und freundlich. In Donington macht aber das auch Fahren Spaß. Das ist eine naturbelassene Rennstrecke, die einfach in den DTM-Kalender gehört."

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