René Rasts Weg zum Titel | DTM
2019-09-19 08:30:00

René Rasts Weg zum Titel

René Rasts Weg zum Titel

Nach seinen sechs Siegen in Folge zum Saisonende 2018, nach dem werksseitigen Ausstieg von Mercedes-Benz und nach dem Abschied des amtierenden Titelträgers Gary Paffett war René Rast der klare Favorit für den Titelgewinn 2019.

Das machte es logischerweise für ihn nicht einfacher. Die Konkurrenz beobachtete jeden Schritt, jede Runde von ihm noch intensiver. Es war, als hätte er eine Zielscheibe auf dem Rücken – oder am Heck seines Autos, deutlich sichtbar für das ganze Fahrerlager.

Dennoch gewann Rast auf beeindruckende Weise den Titel: Er war immer schnell, rappelte sich nach technischen Ausfällen immer sofort auf und war auf der Strecke immer fair.

 


 

Und so hat er es geschafft:

Hockenheim (GER) 3.-5. Mai

Audi hatte die Wintertests mit dem auf dem Papier schnellsten Fahrzeug abgeschlossen, aber beim Saisonauftakt konnten die Ingolstädter das nicht unbedingt zeigen. Am Rennwochenende war es zum größten Teil nass und frisch. Dabei zählten eine sorgfältige Vorbereitung und ein gutes Anpassungsvermögen mehr als purer Speed auf der Strecke. Rast hatte ein gemischtes Wochenende: Im ersten Rennen schied er auf der Jagd zum Führenden aus, aber am Sonntag siegte er nach einem cleveren Boxenstopp hinter dem Safety-Car. Dadurch hatte er die frischen Reifen, die er benötigte, um bis zum erst spät im Rennen absolvierten Pflichtstopp einen Vorsprung aufzubauen. Danach konnte er den Sieg nach Hause fahren.

Platzierung in der Meisterschaft       Rang 3, 25 Punkte (9 Punkte Rückstand auf den Führenden)

 

 

Rennen 1     Startplatz 4.    Rennergebnis nicht gewertet

Rennen 2    Startplatz 16.    Rennergebnis 1.


Zolder (BEL) 17.-19. Mai

Bei der Rückkehr an jene Stätte, an der 1984 das erste DTM-Rennen der Geschichte ausgetragen wurde, wiederholte Rast seine Leistung von Hockenheim: ein Ausfall, ein Sieg. Mit seinem Rennsieg am Sonntag hatte er erstmals in dieser Saison die Gelegenheit, seinen Rivalen das volle Potenzial seines RS 5 zu demonstrieren. Von Startplatz zwei aus überholte er bald Pole-Sitter Sheldon van der Linde und kam zehn Sekunden vor dem Rest des Feldes ins Ziel.

Platzierung in der Meisterschaft       2., 54 Punkte (5 Punkte Rückstand auf den Führenden)

 

 

 

Rennen 1    Startplatz 2.    Rennergebnis nicht gewertet

Rennen 2    Startplatz 2.    Rennergebnis 1.


Misano (ITA) Juni 7-9

BMW-Fahrer Marco Wittmann zog den ‚Safety-Car-Joker’: Er pokerte mit einem frühen Boxenstopp und profitierte tatsächlich, als es zum erhofften Safety-Car-Einsatz kam und er vom Ende des Feldes nach vorne fahren konnte. So fuhr er im ersten Rennen vor René ins Ziel. Am Sonntag war Rast in einem Rad-an-Rad-Duell mit Wittmann involviert, bei dem der BMW-Fahrer ausfiel. Später erlitt Rast seinerseits einen Reifenschaden und fuhr als Dritter ins Ziel. Seine beiden Pole-Positions jedoch verstärkten das Gefühl bei der Konkurrenz, dass der Audi RS 5 DTM fortan klar das Auto war, das es zu schlagen galt...

Platzierung in der Meisterschaft       1., 93 Punkte (10 Punkte Vorsprung auf den nächsten Rivalen)

 

 

 

Rennen 1    Startplatz 1.    Rennergebnis 2.

Rennen 2    Startplatz 1.    Rennergebnis 3.


Norisring (GER) 5.-7. Juli

Bei den Rennen auf dem berühmten Stadtkurs geht es immer turbulent zu und Rast erlebte einmal mehr ein Wechselbad der Gefühle. Am Samstag war er es, der den ‚Safety-Car-Joker’ zog, um seinen komplett verkorksten Start nach abgewürgtem Motor wettzumachen und vom letzten Platz aus nach vorne zu fahren. Am Sonntag zwang ihn Nico Müller noch während der ersten Runde in einen Dreher, aber er fuhr dennoch auf Rang sieben ins Ziel. Es hätte weit schlimmer kommen können...

Platzierung in der Meisterschaft       1., 128 Punkte (25 Punkte Vorsprung auf den nächsten Rivalen)

 

 

 

Rennen 1    Startplatz 3.    Rennergebnis 1

Rennen 2    Startplatz 1.    Rennergebnis 7.


Assen (NED) 19.-21. Juli

Die Strecke in den Niederlanden, vor allem bekannt von der MotoGP, war neu im diesjährigen Kalender und war bei Fahrer und Fans auf Anhieb ein voller Erfolg. Das erste Rennen des Wochenendes fand im strömenden Regen statt. Rast startete von Platz zwei und nahm, nicht zuletzt auch in Hinblick auf seine Platzierung in der Meisterschaft, keine allzu großen Risiken. So kam er als Dritter ins Ziel. Am Sonntag, nun bei trockenen Bedingungen, führte er ohne Probleme, bis zu großer Reifenverschleiß ihn zum zweiten Boxenstopp zwang. Danach zeigte er eine bravouröse Aufholjagd, die er als Fünfter abschloss.

Platzierung in der Meisterschaft       1., 158 Punkte (22 Punkte Vorsprung auf den nächsten Rivalen)

 

 

 

Rennen 1    Startplatz 2.    Rennergebnis 3.

Rennen 2    Startplatz 1.    Rennergebnis 5.


Brands Hatch (GBR) Aug 10-11

BMW-Fahrer Marco Wittmann behauptete sich am Samstag mit der Pole-Position und dem Rennsieg. Einmal mehr gab sich Rast im Hinblick auf die Meisterschaft mit den Punkten für Platz zwei zufrieden. Am Sonntag hatte BMW einen schwer zu erklärenden Einbruch. Nachdem Audi-Fahrer, angeführt von Rast, die ersten acht Plätze in der Startaufstellung belegten, gab es kaum einen Grund, der gegen einen Rast-Sieg sprach. Er entsprach den Erwartungen, Nico Müller stellte keine Bedrohung dar und folgte ihm ins Ziel.

Platzierung in der Meisterschaft       1., 206 Punkte (37 Punkte Vorsprung auf den nächsten Rivalen)

 

 

 

 

Rennen 1    Startplatz 2.    Rennergebnis 2.

Rennen 2    Startplatz 1.    Rennergebnis 1.


Lausitzring (GER) 23.-25. August

BMW hatte am Sonntag in Brands Hatch einen Einbruch, blieb aber bei der Rückkehr der Serie nach Deutschland noch weiter hinter den Erwartungen zurück. Am Samstag jedoch war Rast nicht in der Lage, zu profitieren, da er bereits frühzeitig mit Motorproblemen ausfiel. Da hätte sich das Blatt wenden können, denn Müller fuhr den Sieg nach Hause und verkürzte den Rückstand auf nur 14 Punkte – die geringste Marge seit Misano. Am Sonntag jedoch meldete sich Rast in gewohnt starker Manier zurück: Nach seinem Sieg hatte er die Führung in der Fahrererwertung wieder fest im Griff.

Platzierung in der Meisterschaft       1., 234 Punkte (20 Punkte Vorsprung auf den nächsten Rivalen)

 

 

 

 

Rennen 1    Startplatz 1.    Rennergebnis nicht gewertet

Rennen 2   Startplatz 4.    Rennergebnis 1.


Nürburgring (GER) 13.-15. September

Da Müller de facto noch der letzte verleibende Fahrer mit Titelchancen war, kam dem Wochenende für den Schweizer besondere Bedeutung zu. Er konnte seine Chancen allerdings nicht wahren. Ein Frühstart mit anschließender Durchfahrtsstrafe am Samstag und eine eher enttäuschende Startposition am Sonntag ermöglichten es Rast, die Sache bereits vorzeitig klar zu machen. Der Deutsche verwandelte den Matchball, sicherte sich die Pole-Position und den Sieg am Samstag und fuhr am Sonntag ohne Probleme Rang drei nach Hause. Das genügte, um außer Reichweite von Müller zu gelangen und sich vorzeitig den Titel zu sichern.   

Platzierung in der Meisterschaft       1., 279 Punkte (56 Punkte Vorsprung auf den nächsten Rivalen)

 

 

 

Rennen 1    Startplatz 1.    Rennergebnis 1.

Rennen 2    Startplatz 2.    Rennergebnis 3.


 

Tickets 2020

Tickets 2019

Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2020 im Vorverkauf bestellen.

Zur Übersicht

Zur Übersicht.

Bosch

DTM YouTube

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen