„Rocky“ boxt sich durch | DTM
2018-05-07 16:00:00

„Rocky“ boxt sich durch

„Rocky“ boxt sich durch

 

Alle sprachen am Sonntag in Hockenheim über das Rennsportduell für die Ewigkeit. Das Duell zwischen Timo Glock und Gary Paffett war in aller Munde und Gesprächsthema Nummer eins. Dass auch Mike Rockenfeller eine enorm starke Leistung geboten hat ging am Sonntag im Blitzlichtgewitter beinahe unter. Nach einem Samstagsrennen zum Vergessen boxte sich „Rocky“ im Audi RS 5 DTM von Startplatz neun kommend bis auf Platz zwei durch. Nur die Lorbeeren dafür – abgesehen von den 18 Punkten für die Fahrerwertung –erntete der 34-Jährige nicht. 

„Ich hatte auch gut zu tun. Joel Eriksson ist super gefahren und hat toll gekämpft. Der Fight mit Gary am Ende war am Limit, so wie ich mir das vorstelle. Er hat mich ja auch nicht gerade mal vorbei gewinkt“, fasst der DTM-Champion von 2013 die Schlussphase des Rennens zusammen. „Das war schon cool und hat viel Spaß gemacht. Die Autos sind etwas stabiler geworden und alles Teile sind geblieben, wo sie hingehören. Man darf jetzt nicht immer so ein Rennen erwarten. Aber das war schon vom Feinsten. Es war sehr hartes, faires und tolles Racing“, schilderte er weiter.

„Das Auto hat ohne Ende übersteuert“

Während es für Rockenfeller nach Startplatz elf am Samstag zurück bis auf Platz 14 im Endklassement ging, zündete er anderntags den Turbo. Als 14. hatte er 23,987 Sekunden Abstand zu Sieger Paffett. Am Sonntag fehlten ihm nur 2,078 Sekunden auf Sieger Glock. Einmal pfui, einmal hui. Für den Audi-Piloten lagen die Gründe auf dem Tisch: „Ich hatte an beiden Tagen eine ähnliche Startposition und ein ähnliches Qualifying. Aber im Rennen am Samstag haben wir dann einen Schritt gemacht, der nicht gut war. Man kann ja zwischen Quali und Rennen den Reifenluftdruck und den Heckflügel einstellen, wie man weiß. Wir haben eine aggressive Strategie probiert, in der Hoffnung, dass das Auto die richtige Balance für den langen Stint hat. Dem war aber nicht so. Das Auto hat ohne Ende übersteuert. Und dann bin ich abgekackt mit den Reifen.“

Der Lernprozess ging rasend schnell vonstatten. Bereits am Sonntag gab es für Rockenfeller und auch Audi ein Blitz-Comeback. René Rast und Loïc Duval hatte im ersten Lauf als Neunter und Zehnter für die Ingolstädter insgesamt nur magere drei Punkte eingesammelt. Am Sonntag hingegen sah das Teamergebnis mit den Plätzen zwei für Rockenfeller, fünf für Duval und sieben für Rast schon deutlich freundlicher aus. Dennoch muss sich Champion Audi mit 39 Punkten in der Markenwertung nach dem ersten Rennwochenende vorerst klar hinter BMW (72) und Mercedes-AMG (103) einordnen.

„Wir sind noch nicht die stärkste Kraft“ 

„Heute haben wir beim Setup ein bisschen anders agiert und gehofft, dass es besser wird. Wir sind immer noch nicht die stärkste Kraft. Vielleicht haben auch andere heute Probleme gehabt. Fakt ist, wir haben einen Schritt gemacht und das Setup deutlich verändert. Das soll kein Gejammer sein, aber letztes Jahr hatten wir es leichter. Die Rennpace war ordentlich. Wir haben jetzt bessere Daten, um das Auto zu verstehen. Der entscheidende Punkt war, dass das Auto ausbalanciert war und gestern nicht“, sagte Rockenfeller am Sonntag. 

Sieben Runden vor dem Ende schob sich der gebürtige Neuwieder an Paul Di Resta vorbei auf Rang vier. Zwei Runden später hielt auch Rookie Joel Eriksson seinen Angriffen nicht mehr stand. In der Schlussrunde schnappte sich Rockenfeller dann Paffett in einem unglaublichen Finish. Die Begeisterung über seine Aufholjagd war bei „Rocky“ groß. Mit 18 Punkten ist er nun Dritter der Gesamtwertung hinter Paffett (43) und Glock (44). „Die veränderte Aerodynamik ist gar nicht mal der Hauptgrund dafür, dass es so viele packende Kämpfe auf der Strecke gibt. Wir haben diese Spielchen nicht mehr, was die Gewichte angeht. Du kannst jetzt Vollgas fahren. Und das wollten wir alle. Umso schöner und purer ist das Racing. Die DTM ist der klare Sieger des Rennens.“

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