Rolf Zacher: „Da gab es kein Halten mehr“ | DTM
2005-06-27 14:05:11

Rolf Zacher: „Da gab es kein Halten mehr“

Rolf Zacher: „Da gab es kein Halten mehr“

Der beliebte und hervorragende Schauspieler Rolf Zacher ist ein riesiger DTM-Fan. Bereits in seiner Jugend war ihm Motorsport wichtiger als warmes Essen. Neben der Schauspielerei versuchte Zacher nahezu alles. Er sang bei der Rock-Gruppe "Amon Düül", arbeitete als Kellner, Baggerführer, Barmixer und Sänger. Am Wochenende besuchte das Allroundtalent die DTM im MOTOPARK Oschersleben. Als Gast von Opel und Heinz-Harald Frentzen-Fan sprach er mit www.dtm.de.

RHerr Zacher, wie gefällt Ihnen die DTM?
Meine Liebe zum Motorsport ist schon sehr alt. Mit 14 kam ich als Flüchtlingskind aus der DDR nach Berlin. Das war zu der Zeit, als die Silberpfeile den Motorsport begeisterten. Ich lebte in der Nähe der legendären Avus. Bei uns zu Hause gab es Rothohl, Klöße und Roulade – eine Seltenheit damals nach dem Krieg. Plötzlich hörte ich die Motoren und der Geruch von Benzin lag in der Luft. Da gab es kein Halten mehr. Ich ließ das Essen stehen und lief zur Strecke.

Hatten Sie denn Geld für ein Ticket?
Nein, leider nicht. Ich nahm eine Zange mit und schnitt an der Südkehre ein Loch in den Zaun. Die Kontrollen waren damals noch nicht so streng. Ich bestaunte die Fahrer und hatte den Wunsch auch mal oben auf dem Treppchen zu stehen.

Und haben Sie mal oben gestanden?
(lacht) Nein, aber ich besuchte vor einigen Jahren ein DTM-Rennen und sprach mit vielen Fahrern. Das war ein tolles Erlebnis.

Sie haben also Benzin im Blut?
Absolut. Ich fahre auch sehr gerne Auto und – wie man mir nachsagt – auch sehr gut. In einer meiner Rollen spielte ich mal wieder einen Zuhälter. Als Beifahrer saß ich im Auto und mein Schauspielkollege fuhr unglaublich schlecht. Ich sagte zum Regisseur, dass ich das nicht weiter mitmache. Er meinte, ich solle selber fahren. Das tat ich. Im Porsche legte ich einen perfekten 360er hin und blieb direkt vor der Kamera stehen. Die Szene war im Kasten (lacht).

Wo haben Sie sich denn das abgeguckt?
Als ich so 14, 15 Jahre alt war hatte ich einen Freund, der schon vier Jahre älter war und Auto fuhr. Er besuchte oft Fahrertrainings. Ich begleitete ihn und schaute mir das genau an. Anschließend haben wir heimlich auf dem Platz vor dem Olympiastadion in Berlin geübt.

Während des Interviews beginnt das Formel-3-Rennen und der Lärmpegel steigt. Zacher entschuldigt sich kurz, verlässt die Opel-Hospitality und ist vom satten Sound der Formel 3 Euro Serie begeistert: „Wow, ist das geil“, ruft er und strahlt zufrieden.

Wem drücken Sie denn die Daumen?
Allen. Heinz-Harald Frentzen mag ich sehr. Schon als er früher die Cups und Formel 3 fuhr habe ich das mit großem Interesse verfolgt. Leider hatte er in all den Jahren nie das richtige Team. Wenn der manchmal einen Ferrari gehabt hätte, sähe das ganz anders aus. Ich traf ihn in Oschersleben und das war sehr wohltuend. Meine ganzen kosmischen Kräfte, die ich aus dem Universum bekomme, gebe ich ihm rüber...

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