Rush-Hour in Nürnberg | DTM
2003-06-18 11:01:52

Rush-Hour in Nürnberg

Erstmals müssen die DTM-Piloten 72 Runden auf dem Norisring zurücklegen, wenn am 22. Juni der fünfte Saisonlauf – live in der ARD - ausgetragen wird. Das rund einstündige Rennen auf dem schwierigen Stadtkurs bedeutet auch für die Opel-Werksfahrer Jeroen Bleekemolen, Peter Dumbreck, Alain Menu, Manuel Reuter, Timo Scheider, Joachim Winkelhock und Peter Dumbreck eine neue Herausforderung. Intensiv bereitet sich Opel auf den Saisonhöhepunkt vor, beflügelt durch die jüngsten Erfolge, den Sieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und Platz zwei beim DTM-Rennen in der Lausitz.

Wer bremst, verliert: Dieser Spruch gilt nicht auf dem Norisring! Auf keiner anderen DTM-Rennstrecke bremsen die Fahrer länger als auf dem Norisring. Etwa zwölf Sekunden lang wird gebremst, und das bei einer Rundenzeit von 50 Sekunden. Vor den beiden Haarnadel-Kurven wird extrem verzögert, vor der Grundig-Kehre von Tempo 260 auf 50 km/h.

Bremsen testen: Das größte Problem sind die enormen Temperaturen, die von den Kohlefaser-Bremsscheiben (600 Grad) auf die Bremssättel und somit auf die Bremsflüssigkeit übertragen werden. Auf dem Opel-Testgelände in Pferdsfeld simulierte das OPC Team Phoenix mit Timo Scheider die Norisring-Anforderungen. Keine Frage: Auch der Fahrer ist gefordert, sich die Bremsen über die gesamte Distanz einzuteilen.

In Concert: Timo Scheider (24) drehte schon einmal entzückt eine Runde im offenen Opel Astra Cabrio mit ihr: Jeanette. Jetzt kommt das Pop-Sternchen – zusammen mit Bro’sis – erneut zur DTM und präsentiert in Nürnberg auch den DTM-Song "Right Now".

Im Rückspiegel: Mit 18 Punkten ist Peter Dumbreck auf den fünften Tabellenplatz vorgerückt, sein Team, das OPC Team Phoenix, ist Dritter der Team-Wertung. Auf dem EuroSpeedway bescherte der Schotte Opel mit Platz zwei das beste Ergebnis seit dem Zweifachsieg beim Finale 2000. Scheider auf Vier und Menu auf Sechs komplettierten die starke Opel-Vorstellung. Zudem fuhren Menu und Dumbreck die schnellsten Rennrunden.

Opel-Sportchef Volker Strycek über die Fortschritte seit dem Saisonauftakt
"Beim Auftakt in Hockenheim sind wir mit einem völlig neuen Astra V8 Coupé angetreten und haben gesagt, dass wir einige Rennen benötigen, um das Potenzial auszuschöpfen. Seitdem haben wir uns stetig verbessert. Der zweite Platz von Peter Dumbreck auf dem EuroSpeedway dokumentiert diesen Fortschritt. Wir setzen unsere Strategie fort und arbeiten konzentriert daran, das Fahrzeug in allen Bereichen zu verbessern. Wir sehen durchaus Potenzial, uns weiter zu steigern. Unser Ziel ist und bleibt der Sieg. Seit unserem Erfolg bei den 24 Stunden Nürburgring ist die gesamte Mannschaft geradezu süchtig nach diesem Glücksgefühl."

Peter Dumbreck (OPC Team Phoenix) zu seinen Aussichten
"Wow, war das ein tolles Gefühl, wieder auf dem Podium zu stehen. Und die Begeisterung im gesamten Opel-Lager war sensationell. Die starke Vorstellung mit drei Opel-Piloten unter den ersten Sechs wurde wie ein Sieg gefeiert. Es tut allen verdammt gut. In der DTM-Tabelle bin ich als Fünfter mit geringem Abstand nach vorne in aussichtsreicher Position. Deshalb möchte ich auch am Norisring wieder punkten. Allerdings liegt mir die Strecke mit ihren Haarnadelkurven nicht besonders. Der Kurs zählt zu den schwierigsten im Kalender. Man braucht ein gutes Fahrwerk, das auf der Bremse und beim Herausbeschleunigen die vielen Bodenwellen gut wegsteckt."

Manuel Reuter (OPC Team Holzer) über "Stop & Go" in Nürnberg
"Norisring – das heißt Beschleunigen und Bremsen. Dabei ist die grundsätzliche Verzögerungsfähigkeit ein Aspekt, die Standfestigkeit ein anderer. Aus Sicht des Fahrers ist ein konstanter Pedaldruck wichtig. Die Bremsen sind ein Vertrauensfaktor, und das ist am Norisring schon die halbe Miete. Vor allem vor den beiden Spitzkehren werden die Bremsen extrem belastet. Die Kohlefaserscheiben vertragen sehr viel, problematischer sind die Bremssättel, die extreme Temperaturen generieren und diese an die Bremsflüssigkeit weiterleiten. Die Kühlung mit Wasser lindert das Problem zumindest etwas. Als Fahrer muss man sich die Bremsen für die lange Distanz gut einteilen. Eine gute Vorbereitung ist wichtig. Das tun wir, und zudem ist unser diesjähriger Astra grundsätzlich sehr gut auf der Bremse."

Joachim Winkelhock (OPC Euroteam) zum Norisring
"Ob Macao, Monaco oder Norisring – Stadtkurse bin ich schon immer gerne gefahren. Immer wieder denke ich gerne an meinen Sieg mit Opel in der DTM 2000 zurück. Der Norisring ist etwas Einzigartiges: die Zuschauermassen, das offene Fahrerlager, die Idylle am Dutzendteich, auch die improvisierte Boxengasse – all das gefällt mir. Alles ist sehr ursprünglich und vermittelt Nähe zu den Fans. Allerdings ist das Rennen eines der härtesten im Kalender. Es gibt nur wenige Stellen, an denen man Zeit gewinnen oder verlieren kann. Windschatten-Fahren und spätes Anbremsen – das sind die Elemente, um zu überholen. Ich mag es, in einem Leitplanken-Kanal zu fahren, auch wenn einem dabei keine Fehler verziehen werden. 72 Runden werden auf jeden Fall ein gewaltige Tortur, für Mensch und Material."

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