So funktioniert die Schaltung eines DTM-Fahrzeugs | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-07-28 06:30:00

So funktioniert die Schaltung eines DTM-Fahrzeugs

Mithilfe der beiden Schaltwippen am Lenkrad wechselt der DTM-Pilot den Gang und aktiviert gleichzeitig komplexe Abläufe im Wageninneren.

Es ist ein ständiges Auf und Ab: Bis zu 40-mal pro Runde wechselt ein DTM-Fahrer mithilfe der beiden am Lenkrad befestigten Schaltwippen einen Gang. Auf dem Norisring, der kürzesten Strecke im DTM-Kalender, sind es zwar nur etwa 18 Schaltvorgänge pro Umlauf. Nach 74 Rennrunden summiert sich das aber auf stolze 1332 Gangwechsel. Dabei verbergen sich hinter jedem Druck auf eine der beiden Schaltwippen ziemlich komplexe Abläufe - die Zeiten der getretenen Kupplung und langer Schaltgestänge sind auch in der DTM längst vorbei. Wir erklären, was im Wagen während eines Gangwechsels passiert.

Für den Fahrer kommt es zunächst einmal auf den richtigen Zeitpunkt an: die optimale Schaltdrehzahl. Wie hoch der Motor seines Fahrzeugs dreht, vermittelt dem Piloten neben dem klassischen Drehzahlmesser auch ein LED-Band im Cockpit. Wechseln dort die Lichter vom grünen in den roten Bereich, ist es Zeit, den Schaltvorgang über eine der beiden Schaltwippen auszuführen. Dabei hat jeder Fahrer andere Vorlieben. Der eine nutzt lieber die rechte Wippe zum Hochschalten, der andere favorisiert die Linke.

Die Abläufe, die durch den Druck auf die Schaltwippe aktiviert werden, sind wiederrum bei allen Piloten nahezu gleich. Schließlich zählen fast alle vom Schaltvorgang betroffenen Bauteile - bis hin zum Hewland 6-Gang-Getriebe – zu den sogenannten Einheits-Bauteilen. Sie müssen also von allen Teilnehmern in identischer Form verwendet werden.

Betätigt der Fahrer die Schaltwippe reduziert das Motor-Steuergerät, die ECU, praktisch zeitgleich das aktuelle Drehmoment des Achtzylinders und sorgt so für einen geringfügigen Drehzahlabfall. Das Getriebe-Steuergerät erkennt diesen Vorgang und sendet unmittelbar einen Steuerbefehl an die Ventile der Getriebepneumatik. Mit Hilfe eines Pressluft-Stoßes in Richtung Schaltwalze beginnt sich diese zu drehen. Mit ihr geraten die Schaltgabeln in Bewegung. Diese sorgen dafür, dass das genutzte Zahnradpaar entkoppelt und parallel das nächst höhere Gangpaar über die sogenannten Klauenkupplungen eingelegt wird.

Ist dieser Vorgang abgeschlossen, gibt das Motor-Steuergerät die kurzzeitige Kontrolle über die Motorleistung wieder ab. Nun diktiert wieder allein der rechte Fuß des Fahrers mithilfe des Gaspedals, wie viel Power der Motor leisten soll.

Was hier nach einer langwierigen Funktionskette klingt, läuft in der Realität blitzschnell und nahezu unmerklich ab. Gerade mal 80 Millisekunden dauert ein kompletter Gangwechsel beim DTM-Fahrzeug. Mit anderen Worten: Alle 1332 Gangwechsel während eines 74-Runden-Rennens auf dem Norisring benötigen zusammengerechnet gerade mal rund eineinhalb Minuten.

 

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