Spengler: „Misano ist ein bisschen wie Moskau“ | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-08-20 13:15:00

Spengler: „Misano ist ein bisschen wie Moskau“

Spengler: „Misano ist ein bisschen wie Moskau“

Am 25. und 26. August trägt die DTM an der adriatischen Riviera ihre ersten beiden Nachtrennen aus – jeweils live ab 22:15 Uhr auf kabel eins im Free-TV. Im Juni machte sich Bruno Spengler bereits ein erstes Bild vom „Misano World Circuit Marco Simoncelli“. Der DTM-Champion von 2012 startete bei der Italian GT Championship in einem BMW M6 GT3 für das Team Italia von Teamchef Roberto Ravaglia in Misano. DTM.com hat den kanadischen BMW-Piloten nach seinen Eindrücken von der 4,2 Kilometer langen Strecke in dem italienischen Badeort und über die besonderen Herausforderungen eines Rennens am späten Abend befragt.

Bruno, du hast den Kurs in Misano vor rund zwei Monaten in Augenschein genommen. Wie ist deine Meinung zur Strecke in der Emilia-Romagna?

Das Layout des Kurses ist sehr interessant. Da wird eine gute Traktion wichtig sein. Es gibt viele Kurven, in denen du sehr spät und hart bremsen musst und auch wieder früh auf dem Gas sein musst. Es ist eine technische Strecke. Ganz anders als zum Beispiel zuletzt in Brands Hatch. Da waren nur schnelle Kurven. Die Bremspunkte müssen passen. Du hast öfter eine langsame Kurve, an die sich eine langen Gerade anschließt. Du hast mehr Möglichkeiten zu überholen, als in Brands Hatch.

In Misano gibt es eine Premiere für die DTM. Ein Nachtrennen steht an...

Natürlich kenne ich das von den 24-Stunden-Rennen. Ich bin sehr gespannt darauf, nachts in Misano zu fahren. In der Form bin ich das früher mal im Kart gefahren, aber das ist schon lange her. Ich glaube, die Beleuchtung rund um die Strecke ist sehr gut. Das ist wichtig für eine anständige Sicht, da wir in den DTM-Autos nicht so gute Scheinwerfer wie in den GT-Autos haben.

Otto Normalverbraucher fährt lieber tagsüber als nachts über die Autobahn, man fühlt sich sicherer. Wie ist das bei einem professionellen Fahrer?

Es kommt auf die Beleuchtung an. Ist die Strecke sehr gut ausgeleuchtet, wird das für uns wenig Unterschied machen. Sollten manche Stellen dunkel sein, und die Sicht ist eingeschränkt, dann wird es schwierig. Aber auch bei gutem Licht werden wir ein paar Runden brauchen, um uns daran zu gewöhnen. Das Auge muss sich an das künstliche Licht anpassen, du siehst die Geschwindigkeit und die Schilder anders.

Gibt es eine Strecke, die der in Misano ähnlich ist?

Das Layout kommt relativ nah an das von Moskau ran. Der Kurs dort ist auch sehr technisch. Er hat viele mittelschnelle und langsame Kurven. Moskau hat auch ein bisschen dasselbe Flair.

Da die Rennen erst um 22.30 Uhr in Misano beginnen, werdet ihr auch einen anderen Tagesablauf haben. Wie geht ihr mit dem veränderten Rhythmus um?

Alles, was wir normalerweise machen, wird sich zeitlich nach hinten verschieben. Ich bin aber kein Langschläfer. Egal, wie der Zeitplan ist, ich bin trotzdem wach. Insofern ändert sich für mich nicht viel.


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