Stimmen der Audi-Fahrer nach dem Rennen | DTM
2009-05-31 18:15:00

Stimmen der Audi-Fahrer nach dem Rennen

Stimmen der Audi-Fahrer nach dem Rennen

Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM #5), Platz 3: „Die Punkte für Platz drei sind wertvoll für den Kampf um die Meisterschaft. Es war heute sicher nicht mein Traumergebnis, aber es war okay. Mein Start war gut, aber dann dauerte es nur ein paar Runden, bis es sehr rutschig wurde. Meine beiden Boxenstopps waren wie immer perfekt. Die Strategie, die wir heute gewählt haben, war die einzig mögliche mit der Leistungsfähigkeit unseres Autos hier am EuroSpeedway. Wir müssen einfach eingestehen, dass heute schnellere Autos auf der Strecke waren als unsere. Ich warte also weiter auf mein Top-Ergebnis in diesem Jahr – aber vielleicht kommt es ja am Norisring. Das wäre perfekt.“

Timo Scheider (GW:plus/Top Service Audi A4 DTM #1), Platz 5: „Ich hatte einen sehr guten Start und kam gut weg. Leider steckte ich zwischen Di Resta und Rockenfeller. Ich musste in der ersten Ecke einen sehr weiten Bogen nehmen. Da ich aber keinen Platz verloren habe, war es im Endeffekt okay. Das Tempo im Rennen war nicht schlecht, aber ich habe mir die Reifen hinter Rockenfeller und Di Resta zu sehr abgenutzt, weil ich zu dicht folgte. Beim Boxenstopp ergab sich an der Radmutter hinten links ein Problem. Das ist enttäuschend, weil meine Performance besser war als das Ergebnis. Vom reinen Tempo hätten wir Dritter werden können. Aber Tabellenführer ist auch nicht schlecht.“

Mike Rockenfeller (S line Audi A4 DTM #11), Platz 7: „Ich fuhr anfangs auf Platz zwei, habe aber schnell gemerkt, dass es heute eng wird. Die Autos hinter mir waren schneller. Ich konnte anfangs zwar gut mitfahren und war nach dem ersten Stopp wieder vor Di Resta. Die Stopps waren wirklich toll. Ein großes Lob an das Team. Mit dem zweiten und dritten Reifensatz war ich einfach nicht schnell genug – ich meine das nicht in Bezug auf diese Reifen. Wir wissen noch nicht, woran es gelegen hat. Mein Auto übersteuerte sehr heftig. Wir haben gesehen, dass Mercedes hier im Rennen insgesamt stärker war. Deshalb muss ich mit zwei Punkten zufrieden sein.“

Tom Kristensen (100 Jahre Audi – A4 DTM #2), Platz 12: „Das war ein sehr hartes Rennen. Es begann mit Startplatz 17 durch das verkorkste Qualifying. Platz eins im Warm-up zeigt, dass mein Auto sehr gut war. Nach einem tollen Start war es jedoch innerhalb kürzester Zeit ziemlich zerfleddert. Ich erhielt eine Stop-and-Go-Strafe, weil ich Lauda berührt hatte. Dann folgte eine Durchfahrtsstrafe – ich weiß nicht, weshalb. Am Norisring greife ich wieder an.“

Alexandre Prémat (Audi Bank A4 DTM #14, Ausfall (Dreher): „Ich hatte mich gut positioniert und drei Autos überholt. Der Beginn des Rennens war exzellent. Ich glaube, ich war schon Neunter. Bei einem Boxenstopp trat jedoch ein Problem auf, das uns zehn Sekunden gekostet hat. Anschließend rutschte ich an einer Stelle von der Strecke, wo besonders viel Kies auf dem Asphalt lag.“

Oliver Jarvis (Audi Cup A4 DTM #15), Ausfall (Kollision): „Was für ein fürchterliches Wochenende für mich, nachdem es im Freien Training so gut begonnen hatte! Leider erhielt ich eine Strafe wegen eines Frühstarts. Danach war mein Rennen gelaufen. Ich habe versucht, mich zurückzukämpfen. Es gab Kontakt mit dem Auto von Christian Bakkerud. Dadurch brach die Radaufhängung hinten rechts. Ich bleibe aber positiv und freue mich bereits auf das nächste Rennen.“

Martin Tomczyk (Red Bull Cola Audi A4 DTM #6), Ausfall (Kühler): „Mein Rennen war streng genommen schon am Start zu Ende, da der Renndirektor urteilte, dass ich nicht genau in der Box gestanden habe. Deshalb erhielt ich eine Durchfahrtsstrafe. Das ist mir unverständlich. Hätte ich nämlich genau in meinem Startfeld geparkt, hätte ich die Ampel nicht gesehen, was ich als Sicherheitsrisiko erachte. Deshalb habe ich mich leicht versetzt aufgestellt. Nach dem Start ergaben sich einige heftige Szenen mit Mathias Lauda, der gefahren ist wie ein Berserker. Und zwar nicht nur im Umgang mit mir, sondern auch mit Tom (Kristensen). Dann lief ich auf die drei Jahreswagen von Katherine (Legge), Markus (Winkelhock) und Alex (Prémat) auf. Für mich war dieser interne Kampf einfach zu hart. Man sieht, dass nicht nur Audi gegen Mercedes kämpft, sondern dass auch intern gekämpft wird. Da müssen sicher noch ein, zwei Dinge geklärt werden. Das hat keinem genutzt. Durch die Zweikämpfe habe ich so viel Steine abbekommen, dass dadurch mein Kühler geplatzt ist.“

Markus Winkelhock (Playboy Audi A4 DTM #12), Ausfall (Kollision): „Ich habe beim Start keine Position gewonnen und keine verloren. Ich kam gut durch die ersten Ecken, hing aber ein wenig hinter Katherine (Legge) fest. Ich war wohl etwas schneller, wollte aber nicht mit der Brechstange vorbei. Als ich versuchte, Katherine zu überholen, war ich eigentlich schon vorbei, als sie sich verbremste und mir aufs Hinterrad fuhr.“

Katherine Legge (Audi Collection A4 DTM # 21), Ausfall (Kollision): „Der Start war zwar nicht großartig, aber er ging in Ordnung und ich hielt Position. Das Rennen war sehr ereignisreich. Es wurde hart gekämpft mit vielen Berührungen zwischen den Autos. Am Ende habe ich das Ziel leider nicht gesehen.“

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): „Glückwunsch an Mercedes zum Doppelsieg. Unser Ergebnis heute kann man ganz gut mit dem Wort ‚Schadensbegrenzung’ beschreiben. Wir haben heute im Warm-up gesehen, dass Gary Paffett und Bruno Spengler über die Distanz einen sehr hohen und vor allem konstanten Speed gehen können. Das haben sie auch im Rennen gezeigt und hatten noch dazu den Vorteil, relativ lange frei fahren zu können. Dagegen waren Mattias (Ekström) und Timo (Scheider) mit anderen Fahrzeugen in einer Gruppe, was auch Zeit gekostet hat. Aber unsere Performance mit dem Zusatzgewicht vom Sieg in Hockenheim hat heute einfach nicht ganz ausgereicht, deshalb sind wir mit den Plätzen drei und fünf sowie dem siebten Rang von Mike (Rockenfeller) in einem Vorjahresfahrzeug zufrieden. Wir haben die Führung in der Meisterschaft behalten und starten jetzt auf dem Norisring mit dem gleichen Gewicht wie unsere Wettbewerber. Das verspricht ein spannendes Wochenende für alle Motorsport-Fans.“

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