Stimmen der Audi-Fahrer nach dem Rennen | DTM
2010-04-25 19:00:00

Stimmen der Audi-Fahrer nach dem Rennen

Stimmen der Audi-Fahrer nach dem Rennen

Mike Rockenfeller (S line Audi A4 DTM), Platz 5: „Für mich war es ein turbulentes Rennen. Ich hatte einen guten Start. Dann wurde ich von Paul (Di Resta) eingeklemmt, der seine Linie verteidigt hat. Er drückte mich an die Mauer. Dadurch habe ich viele Positionen verloren. Das war sehr schade, denn mit diesem Start wäre ich schon Sechster gewesen. So war ich nach der ersten Runde Zwölfter und musste kämpfen. Das Auto war super, die Mannschaft bei meinem ersten Rennen für das Team Phoenix hat toll gearbeitet. Für mich war es ein guter Tag.“

Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM #5), Platz 6: „Ich hatte ein perfektes Rennen - aber nur, bis mein Ingenieur Alex (Stehlig) mir sagte, dass ich einen weiteren Boxenstopp einlegen muss. Die Stopps selbst waren gut, das Auto war super. Die Reifen waren am Limit, aber immer noch in Ordnung. Im Vorjahr ist mir in der vorletzten Runde ein Reifen geplatzt, heute hatte ich keinen Reifenschaden, aber drei Boxenstopps. In der vergangenen Saison habe ich mich im Laufe des Jahres wieder an die Tabellenspitze nach vorne gekämpft. Das werden wir auch jetzt wieder versuchen.“

Timo Scheider (GW:plus/Top Service Audi A4 DTM), Platz 7: „Ein enttäuschender Auftakt. Und das auf einer Strecke, auf der ich bei den vorherigen fünf Starts immer auf dem Podium stand - als Erster oder Zweiter. Wir haben heute etwas ganz anderes erwartet. Ich musste viel kämpfen, weil die Hinterachse sich sehr unglücklich verhielt. Ich konnte weder attackieren noch im Zweikampf Gegenwehr leisten. Das war schon frustrierend. Unterm Strich aber gilt: Für Platz sieben gibt es zwei Punkte, die noch wichtig werden können.“

Miguel Molina (Audi Bank A4 DTM), Platz 8: „Mein erstes DTM-Rennen - das war eine neue und besonders gute Erfahrung! Gleich im ersten Rennen habe ich einen Punkt eingefahren. Ich habe über die gesamte Renndistanz alles gegeben und das Tempo war gut. Das Auto war fantastisch. Besonders der zweite Boxenstopp war sehr gut. Ich habe zwei Autos hinter mir gelassen. Was kann ich mehr verlangen? Ich bin sehr glücklich, und nun mag ich auch den Kurs von Hockenheim so langsam. Danke an Audi und das gesamte Team. In Valencia greifen wir wieder an.“

Alexandre Prémat (TV Movie Audi A4 DTM), Platz 10: „Das Rennen war im Prinzip fantastisch. Leider hat es am Ende nicht für Punkte gereicht, da der linke Hinterreifen platzte. Das hat sehr viel Zeit gekostet. Ohne diesen Zwischenfall wäre ein Podiumsergebnis möglich gewesen. Mein Tempo war wirklich gut, ich konnte den Führenden folgen. Ich bin etwas enttäuscht, aber wir haben immerhin gezeigt, wie schnell wir sein können. Und zwar im Qualifying und im Rennen. Und das Team hat am ganzen Wochenende gut gearbeitet. Jetzt freue ich mich schon auf Valencia, auch wenn das noch einen Monat dauert. Mein Adrenalinspiegel ist nach dem Saisonstart richtig schön hoch!“

Katherine Legge (Glamour Audi A4 DTM), Platz 14: „Ich konnte von meiner Startposition aus nicht so viel ausrichten. Mir ging es darum, die erste Runde gut zu überstehen. In den ersten beiden Kurven hielt ich mich zurück. Später habe ich ein paar Positionen aufgeholt, verlor sie im Gedränge aber wieder. Ich habe gemerkt, dass sich die fehlende Zeit aus dem Training ausgewirkt hat. So war das Rennen eigentlich meine erste richtig runde Session. Nach dem ersten Reifensatz mussten wir den Luftdruck etwas anpassen. Mit dem zweiten Reifensatz war meine Bremsbalance zu stark nach vorn gerichtet und die Räder blockierten manchmal. Der dritte Rennabschnitt war in Ordnung. Ich bin glücklich, ohne Zwischenfälle ins Ziel gekommen zu sein.“

Markus Winkelhock (Playboy/GW:plus Audi A4 DTM), Platz 15: „Mein Start war schlecht. Ich habe den Motor fast abgewürgt und musste nachkuppeln. Dann drehten die Räder durch und drei Autos haben mich überholt. Deshalb lag ich weit hinten. Die Balance war am Anfang mittelmäßig, zum Schluss aber sehr gut. Das Auto fühlte sich am Ende gut an, die Rundenzeiten waren okay. Leider habe ich in der Box einen Platz an Miguel Molina verloren. Durch die Zeitstrafe war das am Ende aber sowieso egal.“

Martin Tomczyk (Red Bull Cola Audi A4 DTM #6), Ausfall (Reifen): „Mein generelles Fazit vom Wochenende fällt bis zur zwölften Rennrunde hervorragend aus. Als es darauf ankam, hatte ich aber das größte Pech. Wir wissen noch nicht, warum ich den Reifenschaden hatte. Leider platzte der Reifen in der letzten Kurve, also musste ich noch eine gesamte Runde drehen. Damit war mein Rennen vorbei. Seit zehn Jahren fahre ich DTM, seit zehn Jahren fahre ich in Hockenheim dieselbe Linie. Ich hatte hier noch nie Reifenprobleme. Und in diesem Jahr geschieht es dann gleich zwei Mal. Sehr ärgerlich. Ich hoffe, dass wir wenigstens Informationen sammeln konnten, die wir im nächsten Rennen positiv umsetzen können.“

Oliver Jarvis (Tabac Original Audi A4 DTM #2), Ausfall (Kollision): „Bereits in der ersten Runde touchierte mich ein Mercedes drei Mal. In der zweiten Runde fuhr mir in der Haarnadelkurve ein Gegner ins Auto. Dabei brach die Aufhängung. Ein sehr enttäuschender Saisonstart. Wir müssen jetzt viel arbeiten. Ich hoffe auf ein besseres Ergebnis in Valencia.“

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): „Das Ergebnis ist enttäuschend für uns, denn wir hatten uns sehr viel mehr ausgerechnet. Wir wissen aufgrund der eingefrorenen Technik ziemlich genau, wo wir mit unserem Auto stehen. Unsere Fahrzeuge waren im Rennen sehr schnell. Wir haben auch gesehen, dass wir fahrerisch gut aufgestellt sind, denn fast alle sind schnelle Rundenzeiten gefahren. Wir haben allerdings noch nicht verstanden, wie wir die neue Reifengeneration auf unseren Autos so zum Arbeiten bringen, dass sie auch haltbar ist. Die Reifenschäden im Rennen haben uns wirklich überrascht, gerade bei Martin Tomczyk, der im Warm-up einen sehr guten Long-run hatte. An seinem Auto haben wir für das Rennen sogar noch den Sturz reduziert und den Luftdruck erhöht, sind also auf Nummer sicher gegangen. Wir hatten heute an einigen Autos Reifenprobleme, an anderen aber nicht, obwohl alle mit einer sehr ähnlichen Abstimmung gefahren sind. Das müssen wir erst verstehen und bis zum nächsten Rennen lösen. Es gibt viel Arbeit bis Valencia - trotz eingefrorener Technik.“

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