Stimmen nach dem Rennen | DTM
2006-07-23 20:52:00

Stimmen nach dem Rennen

Stimmen nach dem Rennen

Bruno Spengler, DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes (1. Platz): „Das ist wie ein Traum für mich. Ich freue mich sehr, dass ich gerade hier auf dem Norisring meinen ersten Sieg geholt habe, denn die Atmosphäre hier ist die beste der ganzen Saison. Mein Team hat einen super Job gemacht, die Strategie und die Boxenstopps waren perfekt. Als ich nach dem zweiten Stopp als Führender wieder auf die Strecke fuhr, habe ich die Hitze im Auto nicht mehr gespürt. Einen großen Dank an alle.“

Bernd Schneider, Vodafone AMG-Mercedes (2. Platz): „Das Ergebnis ist gut für die Meisterschaft. Dennoch bin ich nicht ganz zufrieden. Während des Zweikampfes mit Mika musste ich mich rundenlang auf ihn konzentrieren. Bruno hat den entscheidenden Vorsprung geholt. Er ist toll gefahren und hat seinen ersten DTM-Sieg verdient – Glückwunsch.“

Mika Häkkinen, AMG-Mercedes (3. Platz): „Es war ein unglaublich hartes Rennen, aber wenn du ein gutes Ergebnis erzielst, macht es einfach nur Spaß. Schön, dass der Kampf um die Spitze zwischen den Mercedes-Benz Fahrern stattfand. Ich freue mich, dass ich nach zwei punktelosen Rennen wieder aufs Podium gefahren bin. Danke an Mercedes-Benz und mein Team, alle haben einen tollen Job gemacht, man hat heute gesehen, wie gut unser Team funktioniert.“

Stefan Mücke, TV-Spielfilm AMG-Mercedes (4. Platz): „Ein grandioses Rennen. Ich freue mich riesig und kann kaum glauben, dass ich vom vorletzten Startplatz auf Rang vier vorgefahren bin. Unsere Strategie ist aufgegangen und mir ist es gelungen, mich aus allen Zwischenfällen heraus zu halten.“

Tom Kristensen, Audi Sport Team Abt Sportsline (5. Platz): „Ich habe heute unter schwierigen Umständen wertvolle Punkte gesammelt. In der ersten Kurve ergab sich ein typisches Norisring-Sandwich – ich wurde von hinten auf meinen Vordermann geschoben. Dabei wurde die Frontpartie meines A4 zerstört, und die Bremsenbelüftung war nicht mehr optimal. Nach einigen Runden ließ der Bremsdruck immer mehr nach. Nach dem ersten Boxenstopp wurde es besser, doch die Vorderräder blockierten immer wieder. Erst in der Safety-Car-Phase kühlten die Bremsen ab, und ich habe die Bremskraftbalance wieder auf Normalstellung verändert. Doch beim Restart riss plötzlich ein Teil der Motorhaube ab. Ich musste einen ganz langen Hals machen, um überhaupt noch irgendetwas zu sehen. Danke an Mattias, dass er mich bei meinem Blindflug nicht mehr attackiert hat. Vor dem nächsten Rennen haben wir noch einen Test. Auf dem Nürburgring wollen wir zurückschlagen.“

Mattias Ekström, Audi Sport Team Abt Sportsline (6. Platz): „Das Tempo war in Ordnung – nicht perfekt, aber ich war schneller als ich es erwartet hatte. Leider habe ich bei beiden Boxenstopps einen Fehler gemacht und beide Male den Motor absterben lassen – warum, müssen wir analysieren. Nach dem Restart hatten meine Reifen überhaupt keinen Grip, und ich hatte die Bremsbalance viel zu weit nach vorne gestellt, deshalb habe ich mich verbremst. Mein Rennen war nach dem Restart leider nicht mehr so gut wie vorher, und ich verlor einige Plätze. Zum Glück haben mir meine Kollegen in der Schlussphase etwas geholfen. Vielen Dank dafür!“

Timo Scheider, Audi Sport Team Rosberg (7. Platz): „Beim Start kam ich wegen durchdrehender Räder mäßig weg. Ich war vor der ersten Ecke innen eingeklemmt und wurde auf Tom (Kristensen) geschoben. Dadurch war die Front meines Autos lädiert, weshalb das Auto auf der Geraden nicht mehr so schnell war. Vor dem Boxenstopp hatte ich große Bremsprobleme, aber durch die Wasserkühlung beim Stopp war alles wieder okay. Nach der Safety-Car-Phase fuhr ich mit Tom und Mattias (Ekström) in einer Gruppe. Da war es selbstverständlich, den beiden zu helfen. Zwei Punkte für Platz sieben sind unter diesen Umständen gut.“

Pierre Kaffer, Audi Sport Team Phoenix (8. Platz): „Das war ein ereignisreiches Rennen, vor allem nach dem Safety-Car. Das Team hat gut gearbeitet. Ich habe mich aus allem herausgehalten, als sich am Anfang viele Fahrer gegenseitig ins Auto gefahren sind. Das hat mich zwar ein paar Positionen gekostet, aber das intakte Auto und die Einteilung der Reifen waren der Schlüssel zum ersten Punkt. Ich bin froh, dass das Tempo gestimmt hat, was leider im Training nicht der Fall war. Das war ein guter Tag für das Audi Sport Team Phoenix, und die Jungs haben den Punkt verdient.“

Frank Stippler, Audi Sport Team Rosberg (9. Platz): „Das Rennen war nicht schlecht. Da wir einmal zu spät gestoppt haben, ging Platz acht an Pierre Kaffer verloren. Ich habe mich mit Platz neun abgefunden. Als sich Pierre vor mir verbremste, war ich wieder Achter. Dann aber hat mich Christian Abt touchiert, deshalb kam Pierre wieder vorbei.“

Christian Abt, Audi Sport Team Phoenix (10. Platz): „Am Anfang lief es nicht schlecht, die Performance war da. Wir haben den ersten Stopp ein bisschen zu spät eingelegt. Der zweite Reifensatz hat mich sehr viel Zeit gekostet, bestimmt 20 bis 30 Sekunden. Das hat mein Rennen zerstört. Sonst hätte ich ganz weit vorne mitfahren können.“

Heinz-Harald Frentzen, Audi Sport Team Abt Sportsline (11. Platz): „Nach dem Start wurde ich leider in eine massive Karambolage verwickelt, wodurch wichtige aerodynamische Teile an beiden Seiten des Fahrzeugs verloren gingen. Da konnte ich nicht mehr das Tempo gehen, dass ich sonst hätte gehen können. So war es heute nur noch ein Mitschwimmen.“

Jeroen Bleekemolen, Futurecom TME (12. Platz): „Leider habe ich den Start verpasst. Danach lief wenigstens die erste Runde gut, denn ich konnte mehrere Autos überholen. Vanina hat mich leider nicht gesehen, weswegen wir uns touchierten und ich etwas Zeit verlor. Danach konnte ich mein Tempo fahren. Schade, dass ich am Ende beim Restart nicht in der gleichen Runde wie das übrige Feld war. Aber Platz zwölf ist okay.“

Vanina Ickx, Futurecom TME (13. Platz): „Ich habe am Start alles probiert, dabei leider einen Frühstart produziert und dafür eine Durchfahrtstrafe erhalten. Es dauerte ein wenig, bis sie ausgesprochen wurde. Es ging ereignisreich weiter: Ich touchierte einmal die Mauer, und ich drehte mich. Trotzdem fuhr ich eine Rundenzeit wie im Qualifying, was mir zuvor noch nie gelungen ist. Ebenso sprang das beste Saisonergebnis heraus. Ich bin also keineswegs enttäuscht.“

Daniel la Rosa, TrekStor AMG-Mercedes (14. Platz): „Beim Anbremsen der Grundigkehre war auf einmal der Bremsdruck weg. Mir ist es noch gelungen, das Auto herumzudrehen, aber den Aufprall konnte ich nicht vermeiden. Es tut mir sehr leid, was passiert ist und ich bin froh, dass Susie nichts Schlimmes passiert ist.“

Susie Stoddart, AutoScout24 AMG-Mercedes (15. Platz), wurde nach dem Unfall ins Nürnberger Klinikum Süd gebracht. Bei der Untersuchung wurden Prellungen an den Rippen und am Ellenbogen diagnostiziert, aber sie ist OK.

Martin Tomczyk, Audi Sport Team Abt Sportsline (16. Platz): „Das war ein bescheidenes Wochenende. Die erste Runde war noch das Beste daran: Ich fuhr auf Platz zehn vor. Dann hatte ich ein kleines Gerangel mit Timo Scheider. Es ist schade, denn davon hatten wir beide nichts. Vielmehr war mein Auto vorne demoliert, und ich hatte keine Bremsenkühlung mehr. Es wurde zu gefährlich, also habe ich aufgehört.“

Alexandros Margaritis, Easy Rent AMG-Mercedes (ausgefallen): „Das Rennen lief für mich sehr gut und ich kam bis in die Punkteränge. Leider war mein Kühler defekt, wahrscheinlich durch Berührung mit einem anderen Auto in der Startphase. Der Motor überhitze und der Überhitzungsschutz stellte ihn ab.“

Jamie Green, Salzgitter AMG-Mercedes (ausgefallen): „Christian Abt hat mich beim Überrunden gerempelt und mehrmals berührt. In der 34. Runde hat er mich im ersten Teil der S-Kurve angeschubst und als ich in die Linkskurve einbog, hatte ich keinen Grip mehr. Dadurch habe ich die Mauer berührt und meine rechte Hinterradaufhängung wurde beschädigt. An den Boxen ließ sich der Schaden nicht beheben. Ich habe es noch einmal probiert, aber dann brach die Aufhängung und ich fiel aus.“

Mathias Lauda, Junge Gebrauchte AMG-Mercedes (ausgefallen): „Ich bin gut gestartet, doch in der dritten Kurve wurde ich von hinten getroffen. Ich rutschte in die Mauer und verlor den Heckflügel. Damit war das Auto unfahrbar und ich gab in der fünften Runde auf.“

Jean Alesi, stern AMG-Mercedes (ausgefallen): „Mit dem vierten Startplatz war es ein tolles Wochenende – bis zum Rennen. Mein Start war gut, auch wenn ich einen Platz an Mika verloren habe. Dann wurde ich von Christian Abt hinten hart getroffen, dadurch brach die Hinterradaufhängung und mein Rennen war vorbei.“

Norbert Haug (Mercedes-Benz Motorsportchef): „Das Wichtigste zuerst: Susie Stoddart ist im Nürnberger Klinikum Süd und wird dort professionell versorgt. Sie hat Prellungen an den Rippen und am Ellenbogen und ist heute Abend wieder bei uns. Glückwunsch an Bruno Spengler, er hat eine tolle Leistung gezeigt und diesen Sieg verdient. Sein Erfolg zeigt, dass unsere Nachwuchsförderung bestens funktioniert. Gratulation an die HWA-Mannschaft um Gerhard Ungar und Hans-Jürgen Mattheis, die auch Bernd Schneider und Mika Häkkinen aufs Podium gebracht haben. Für uns ist die sportliche Entscheidung auf der Rennstrecke wichtig und wir haben wie in Brands Hatch auf eine Stallorder verzichtet. Insgesamt war es ein Wochenende zum Einrahmen – bestes Wetter und beste Fans mit bester Stimmung.“

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): „Wir waren hier einfach nicht schnell genug. Unsere beiden besten Autos hatten zudem keinen optimalen Start, wurden gleich in der ersten Kurve ineinander geschoben und waren daher nicht mehr in optimaler Form. Das hat es uns natürlich nicht leichter gemacht. Wir haben ein schlechtes Wochenende erlebt und können uns nur auf das nächste Rennwochenende konzentrieren. Am Nürburgring werden wir versuchen, uns so gut wie möglich in Position zu bringen, um dieses zweifellos enttäuschende Ergebnis wieder gutzumachen.“

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