Stimmen nach dem Rennen | DTM
2006-09-24 17:10:15

Stimmen nach dem Rennen

Stimmen nach dem Rennen

Martin Tomczyk, Audi Sport Team Abt Sportsline (Sieger): „Der Start war gut, und ich bin vorne weggefahren. Auch nach der Safety-Car-Phase war mein Auto perfekt abgestimmt. Ich fuhr meine Runden und habe kaum mitbekommen, was hinter mir passiert ist. Vielleicht war das auch besser so, denn es war ja wohl recht turbulent. Zur Rennmitte habe ich einige Mercedes-Fahrer überholt – ohne Berührung. Zum Schluss ließ die Bremse nach. Ich ließ es ruhiger angehen, habe mich trotzdem zweimal ziemlich verbremst, so dass Bernd (Schneider) näher kam. Aber dann unterlief auch ihm ein Fehler. So konnte ich in Ruhe meinen ersten Sieg ins Ziel fahren.“

Bernd Schneider, Vodafone AMG-Mercedes (2. Platz): „Mein Start war gut, doch nach dem Rempler von Tom Kristensen war mein Auto im Heckbereich stark beschädigt und ich kämpfte mit Übersteuern. Mein Team hat beim zweiten Boxenstopp richtig reagiert und den Reifendruck geändert, was das Übersteuern etwas vermindert hat. Ich hätte nie gedacht, dass ich so trotzdem die schnellste Rennrunde erzielen könnte. Ich bin glücklich über den zweiten Platz, das war ein wichtiger Schritt für mich.“

Heinz-Harald Frentzen, Audi Sport Team Abt Sportsline (3. Platz): „Das war ein sehr interessantes Rennen. Ich hatte gehofft, dass Tom (Kristensen) einen guten Start haben würde und nach vorne käme. Das Rennen war dann aber etwas komplizierter, als ich es mir vorgestellt hatte. Trotzdem habe ich mein Bestes gegeben und bin noch aufs Podium gekommen. Das ist ein gutes Resultat. Das Auto lief am gesamten Wochenende sehr gut. Vielen Dank an meine ganze Mannschaft.“

Mattias Ekström, Audi Sport Team Abt Sportsline (4. Platz): „Mein Auto war sehr schnell. Zu Rennbeginn folgte ich Tom (Kristensen), nachdem ich ihn überholt hatte, fuhr ich allein. Das Auto lief perfekt. Nach meinem ersten Boxenstopp habe ich Bernd Schneider überholt. Ich holte schon auf Martin Tomczyk auf. Dann entschloss sich das Team zu einem frühen zweiten Stopp. Danach musste ich Bernd noch einmal überholen. Er trat voll auf die Bremse in Kurve 1, als ich zu beschleunigen begann. Dafür erhielt ich eine Durchfahrtsstrafe, was unglaublich ist. Ich wurde Vierter in einem Rennen, in dem das Auto sehr schnell war, ich allerdings überhaupt kein Glück hatte.“

Bruno Spengler, DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes (5. Platz): „Ich kam beim Start gut weg, doch in dem Durcheinander der ersten Runden war es schwierig, eine saubere Linie zu finden. Danach lief es super. Unsere Strategie und unsere Boxenstopps waren perfekt. Danke an mein ganzes Team; ohne diese tolle Leistung von allen wäre es nicht möglich gewesen, von Platz 19 auf fünf vorzufahren.”

Frank Stippler, Audi Sport Team Rosberg (6. Platz): „Was soll ich sagen? Ich bin überglücklich. Vielen Dank an mein Team. Wir haben in den letzten Wochen viel miteinander gesprochen. Es steigt kaum einer dahinter, der nicht ganz nah dran ist. Mein Team hat mich unheimlich aufgebaut – menschlich mehr als körperlich, obwohl auch das ein Problem war. Ich bin froh, dass ich jetzt einmal etwas zurückgeben konnte. Die Jungs haben immer an mich geglaubt.“

Daniel la Rosa, TrekStor AMG-Mercedes (7. Platz): „Nach dem 17. Startplatz hatte ich nicht mit so einem guten Ergebnis gerechnet. Mein Ziel war einen Punkt zu erreichen, dass es gleich zwei geworden sind, ist umso schöner. Ich freue mich sehr und danke allen in meinem Team.“

Alexandros Margaritis, Easy Rent AMG-Mercedes (8. Platz): „Da wir nur ein trockenes Training hatten, war es für mich schwierig, mich auf die Bedingungen einzustellen. Auch unser Set-up war nicht optimal. Nach jeweils etwa zwölf Runden haben die Hinterreifen stark abgebaut. Am Ende habe ich nur darum gekämpft, meinen achten Platz zu halten und einen Punkt zu holen.“

Tom Kristensen, Audi Sport Team Abt Sportsline (9. Platz): „Mein Start war gut. Bis zum Restart nach dem Safety Car glaubte ich an ein gutes Rennen. Dann musste ich auf der Gegengeraden etwas vom Gas gehen, weil Heinz-Harald (Frentzen) einen kleiner Fehler gemacht hat. Dabei überholte mich Bernd Schneider. Wir haben uns leicht berührt. Danach war das Auto schwer zu fahren, mir fehlte vor allem auf den Geraden Speed. Ich fuhr teilweise über dem Limit, weshalb mir zwei Fehler unterliefen, die mich einen Punkterang gekostet haben. Schade, wir hatten heute die Chance, die Situation in der Meisterschaft für Audi herumzureißen. Es war ein hartes Wochenende, von dem ich sehr enttäuscht bin.“

Christian Abt, Audi Sport Team Phoenix (10. Platz): „Der Start war sehr turbulent. Vor mir ist jemand links abgebogen. Dann flogen die Fetzen und ich musste bremsen. Von ganz hinten ging alles wieder los und ich wurde noch Zehnter – das muss man auch erst einmal schaffen.“

Mika Häkkinen, AMG-Mercedes (11. Platz): „Ich hatte in diesem Rennen die Chance auf einen Podiumsplatz. Leider wurde diese Möglichkeit durch aggressive Überholmanöver anderer Fahrer zunichte gemacht. Ich wurde getroffen und drehte mich, die Aerodynamik meines Autos war anschließend so stark beeinträchtigt, dass ich nicht mehr attackieren konnte. Ich hätte mein Team gern mit einem besseren Ergebnis für die gute Arbeit an diesem Wochenende belohnt und es ist mein Ziel, das bei den letzten beiden Saisonrennen nachzuholen.“

Stefan Mücke, TV-Spielfilm AMG-Mercedes (12. Platz): „Leider hat das Wochenende genauso unbefriedigend aufgehört, wie es angefangen hat. Im Gerangel nach dem Start wurde ich umgedreht, war danach Letzter und habe viel Zeit verloren. Dadurch war einfach nicht mehr drin.“

Mathias Lauda, Junge Gebrauchte AMG-Mercedes (13. Platz): „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Der Start war gut, allerdings fehlte mir in den ersten Runden etwas Grip. Dann lief es super und ich konnte die ganze Zeit ans Limit gehen und nach 58 Runden war ich sechs Sekunden hinter einem Punkterang.“

Jean Alesi, stern AMG-Mercedes (14. Platz): „Mein Auto lag sehr gut und unser Team hat einen tollen Job gemacht, sich auf die veränderten Bedingungen heute einzustellen. Leider war wegen der Durchfahrtsstrafe nicht mehr drin.“

Susie Stoddart, AutoScout24 AMG-Mercedes (15. Platz): „Ich bin enttäuscht, denn ich hatte einfach nicht den Speed, vom letzten Platz nach vorn zu fahren. Wir werden jetzt hart arbeiten, um in den verbleibenden zwei Rennen einen versöhnlichen Saisonabschluss zu erreichen.“

Timo Scheider, Audi Sport Team Rosberg (ausgefallen): „Der Ausfall ist ärgerlich, denn ich hatte einen guten Start. Mattias (Ekström) und ich waren am Anfang schneller als die Mercedes-Fahrer. In der Bergauf-Passage fuhr ich neben Mika (Häkkinen), aber er war auf der besseren Spur und ich musste vom Gas gehen. Daraus resultierte der Tempo-Überschuss von Jean Alesi rechts neben mir. Ich blieb links zum Anbremsen der Haarnadelkurve. Dann war Alesi auch schneller als Mika, lief in seinem Windschatten auf und lenkte mit Gewalt nach links. Er knallte in mein Auto. Ich verstehe es nicht – eine dumme Aktion.“

Nicolas Kiesa, Futurecom TME (ausgefallen): „Durch einen Fehler von Christian Abt war mein Rennen sehr kurz.“

Pierre Kaffer, Audi Sport Team Phoenix (ausgefallen): „Mein Rennen lief heute leider nicht ganz nach Plan. Der Start war okay. Ich weiß nicht, was in der Spitzkehre genau passiert ist, aber ich spürte einen riesigen Schlag. Auf der Videoleinwand sah ich, dass mir das halbe Heck gefehlt hat. Einen herzlichen Glückwunsch an Martin (Tomczyk), der sich seinen ersten Sieg verdient hat und klasse gefahren ist. Es freut mich für Audi, dass wir so gut aufgestellt sind, obwohl Tom (Kristensen) heute leider keine Punkte geholt hat.“

Vanina Ickx, Futurecom TME (ausgefallen): „Mein Start war in Ordnung, aber ich fuhr auf der schlechteren Seite los, wo es noch ein wenig feucht war. Leider war mein Rennen wieder sehr kurz, dieses Mal lag es aber nicht an mir. Die Autos von Nicolas (Kiesa) und mir sind sehr stark beschädigt. Das Team muss bis Le Mans Tag und Nacht arbeiten. Schade, das war wirklich unnötig.“

Jamie Green, Salzgitter AMG-Mercedes (ausgefallen): „Ich bin gut gestartet und habe eine Position gut gemacht. Beim Anbremsen der Spitzkehre habe ich im Rückspiegel gesehen, dass neben mir ein paar Fahrzeuge zu schnell waren. Ich wollte nach rechts ausweichen, da wurde ich schon getroffen. Leider war das Auto auf der Fahrerseite so stark beschädigt, dass ich nicht mehr fahren konnte.“

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): „Das Tempo, das unsere Autos im Rennen gehen konnten, war sehr schnell. Leider galt das nicht für das Fahrzeug von Tom (Kristensen), das bei einer Kollision mit Bernd Schneider beschädigt wurde. Was genau passiert ist, müssen wir nun analysieren. Es war ein sehr hartes Rennen, und ich bin der Meinung, dass man Mattias (Ekström) extrem hart bestraft hat für etwas, was sonst üblich ist. Ich freue mich sehr, dass Martin (Tomczyk) seinen verdienten ersten DTM-Sieg eingefahren hat und es Heinz-Harald (Frentzen) erneut auf das Podium geschafft hat. Frank Stippler als bester Fahrer eines Vorjahresautos auf Rang sechs hat die gute Teamleistung komplettiert. Darüber kann sich die ganze Mannschaft freuen.“

Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef: „Eine klasse Leistung von Bernd Schneider, der sich nach schwierigem Qualifying vom vierten auf den zweiten Platz vorkämpfte, trotz seines Handicaps mit beschädigter Heckaerodynamik, nachdem ihm erst Kristensen und dann Ekström aufgefahren waren. Bernd hat mit diesem Resultat seinen Vorsprung in der Meisterschaft ausgebaut. Bruno Spenglers fünfter Platz von der 19. Startposition ist bemerkenswert; sein Team hat mit der richtigen Strategie und optimalen Boxenstopps hervorragend gearbeitet. Glückwunsch an Abt-Audi zu Platz eins und an Martin Tomczyk zu seinem ersten DTM-Sieg. Daniel la Rosa und Alexandros Margaritis zeigten eine saubere Leistung und sorgten mit den Plätzen sieben und acht dafür, dass sich vier Mercedes-Benz C-Klasse in den acht Punkterängen platzierten. Alle acht lagen im Ziel innerhalb von weniger als 19 Sekunden, bei einem 58-Runden-Rennen bedeutet diese Differenz nur rund drei Zehntelsekunden pro Runde, was die enorme Leistungsdichte der DTM unterstreicht. Schade für Jamie Green und Mika Häkkinen, die unschuldig in Unfälle verwickelt wurden. Die DTM-Premiere in Barcelona war ein Erfolg; die vielen Zuschauer an der Strecke sahen ein spannendes Rennen und die Beigeisterung, mit der sie die DTM empfingen, war beeindruckend.“

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