Streckenspecher Peter Reichert nimmt kein Blatt vor den Mund | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-01-22 15:00:00

Streckenspecher Peter Reichert nimmt kein Blatt vor den Mund

  • Peter Reichert in seinem Element.
  • Seit 2007 ist er bei der DTM als Streckensprecher engagiert.
  • Oliver Sittler ist seit 2012 sein Kollege.

Der Wiedererkennungswert seiner Stimme ist enorm, vielen Motorsport-Fans ist sein Name seit Jahren ein Begriff. Peter ‚Richie’ Reichert ist seit dem Jahr 2007 mit der DTM fest verbandelt, ist Streckensprecher und zugleich Kommentator für DTM.tv. „Hans Werner Aufrecht hat mich damals angerufen und gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte. Es war mitten in der Nacht und ich war grade in Singapur auf dem Weg zu meinem Hotel“, erinnert sich Reichert, der kurzerhand zusagte. Seither ist er bei allen Rennen vor Ort und begleitet aus seiner Sprecherkabine jede Session eines Wochenendes – Freie Trainings und Warm up inklusive. Ein Job, bei der jede Informationsquelle herzlichst willkommen ist.

Schließlich liefert nicht jede Session durchgehend ausreichend Stoff, mit dem Reichert arbeiten kann. „Je mehr passiert, umso glücklicher ist neben den Fans auch der Kommentator. Doch gerade die Freien Trainings können bisweilen schon mal zäh werden. Es geht um die Goldenen Ananas, was es aber auch nicht so richtig beschreibt. Da passiert am wenigsten von allen Sessions“, sagt Reichert. Besonders in diesen Situationen ist es an ihm, dem Zuschauer interessante Fakten und Hintergründe zur DTM und ihren Protagonisten zu präsentieren. Dabei bedient Reichert sich seiner Erfahrung, informiert sich nicht nur im Vorfeld einer Veranstaltung über die Medien und führt immer wieder Gespräche mit Fahrern und Verantwortlichen. Reichert: „Diese persönlichen Gespräche sind ganz elementar für meine Arbeit. Ohne Recherche und Informationen aus erster Hand geht es gar nicht. Du darfst dich ja nicht auf dem falschen Fuß erwischen lassen und musst deshalb jeder Zeit auf dem neusten Stand sein.“ 

Seit drei Jahren teilt sich Reichert die Sprecherkabine mit OIiver Sittler. was das Kommentieren für beide vereinfacht. „Generell könnte man den Job auch alleine machen. Aber, so ist das schon wesentlich besser“, sagt Reichert. „Da kann man sich mal die Bälle zuspielen und auch einmal ein bisschen lustig sein. Das trägt zur Unterhaltung natürlich bei.“ Hauptsächlich obliegt dem Streckensprecher jedoch die Aufgabe, die Zuschauer über das Geschehen auf der Strecke auf dem Laufenden zu halten. Bildschirme in der Kabine helfen dabei, den Überblick zu behalten und Zusatzinformationen zu liefern. Runden- und Sektorzeiten, Abstände zum Vorder- und Hintermann und die genaue Position eines jeweiligen Fahrzeugs sind nur einige der Inhalte, auf die Reichert jederzeit zurückgreifen kann. „Zudem bin ich Mitglied in einigen Smartphone-Kommunikationsgruppen, wie beispielsweise die der Rennleitung. Auch über diese erhalte ich aktuelle Informationen zum Renngeschehen.“ 

Im Gegensatz zum DTM-Partner ARD haben die Streckensprecher noch keinen Zugang zum Teamfunk. Reichert hofft, dass sich dies ändert. Denn grade bei dem Rennen der Vorsaison, der Lauf am Sonntag in Spielberg, erschwerte dieser Zustand das Kommentieren. „Das war wohl auch das denkwürdigste Rennen in meiner Laufbahn als Streckensprecher. Die ‚Schieb-ihn-raus-Affäre’ haben wir nur durch Zufall mitbekommen. Das ist dann natürlich nicht so optimal“, sagt Reichert. Als dieser dann aber über den Funkspruch informiert wurde, fand er deutliche Worte, forderte harte Strafen. „Ich finde es sehr wichtig, dass man beim Kommentieren kein Blatt vor den Mund nimmt. Man sollte klar Stellung beziehen. Wenn irgendwelche Sachen nicht gehen, muss man die auch in aller Härte so ansprechen und benennen.“

Reichert ist auch nach neun Jahren als Streckensprecher voll in seinem Element und bereut seine ‚Nacht-und-Nebel-Zusage’ nicht. „Für mich ist dieses Engagement persönlich ein erheblicher Zugewinn, ein wunderbarer Ausgleich zu meinen Job bei RTL. Man trifft andere Leute, sieht andere Strecken und taucht in ein ganz anderes Umfeld ein. Im Vergleich zur Formel 1 beispielsweise ganz andere Möglichkeiten mit den Leuten zu sprechen. Alles ist viel persönlicher und einfach nur geil“, sagt Reichert. Einer der Gründe, warum ihm die bis dato neun Rennwochenenden pro Jahr nicht ausreichen. „Zehn oder elf würde ich persönlich besser finden.“

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