Tabellenführer schont sich im ersten freien Training | DTM
2000-08-05 11:18:37

Tabellenführer schont sich im ersten freien Training

Das erste freie Training auf dem Sachsenring litt unter einem gewissen Teilnehmermangel – zwei Top-Piloten aus dem Lager von Mercedes-Benz liessen die frühmorgendliche Sitzung in Hohenstein-Ernstthal aus. Tabellenführer Bernd Schneider und der junge Schweizer Marcel Fässler haben sich mit diesem taktischen Winkelzug in eine Favoritenposition fürs Abschlußtraining gebracht.

Bernd Schneider ließ Beine und Seele baumeln. "Ich bin zu spät aus dem Hotel weggekommen", scherzte der Saarländer, herausgerissen aus einem Gespräch mit HWA-Cheftechniker Gerhard Ungar. Keine einzige Runde hatte der Tabellenführer am Samstagmorgen gedreht – sich erst gar nicht umgezogen.

Im feinen Mercedes-Zwirn erklärte Schneider die Gründe für seine Auszeit. "Das Auto war am Donnerstag recht gut", schmunzelte er eingedenk seiner Bestzeit bei den Testfahrten vor dem Sachsenring-Wochenende. "Und die äußeren Bedingungen dürften im zweiten freien Training dem Qualifying eher nahe kommen als heute morgen. Deswegen können wir heute Mittag effektiver arbeiten."

Aus den gleichen Gründen verzichtete auch Marcel Fässler auf seine morgendliche Ausfahrt. "Wir wollten Reifen sparen", erklärte der 24-jährige aus Einsiedeln in der Schweiz. Hintergrund: Je mehr Sätze neuer Dunlop-Pneus man im Zeittraining auf Lager hat, desto öfter kann man auf Zeitenjagd gehen. Denn mit neuen Reifen hat man in der Regel nur einen Schuß frei, dann haben sie den Höhepunkt ihrer Haftkraft überschritten. "Die Reifen halten zwar länger", wiegelt Schneider ab. "Aber sie sind maximal für zwei richtig schnelle Runden gut." Weil die Anzahl der erlaubten Reifensätze für alle Trainingssitzungen auf deren sechs limitiert ist, tut man gut daran, sich soviel Pneus wie möglich fürs nachmittägliche Qualifying aufzusparen. Auch Schneider will im zweiten freien Training möglichst nur einen Satz verschleißen, um dann noch fünf Kugeln im Zeittrainings-Revolver zu haben. "Aber heute ist es deutlich wärmer als beim Test am Donnerstag. Deswegen kann es sein, dass wir noch etwas probieren müssen", bangt der Mercedes-Star vor der zweiten Sitzung.

Unter den Augen von Schneider und Fässler erzielte ihr Markenkollege Peter Dumbreck im ersten freien Training in 1.20,032 Minuten die schnellste Zeit. Hinter ihm landete das Opel-Duo aus Michael Bartels und dem wieder erstarkten Opel-Fahrer Uwe Alzen auf den Plätzen zwei und drei – mit einem Rückstand von winzigen 0,117 respektive 0,187 Sekunden. Klaus Ludwig erzielte in 1.20,335 Minuten die viertbeste Zeit – und bis hinunter zum 14. Rang, der von Joachim Winkelhock okkupiert wurde, liegen alle Autos innerhalb von einer Sekunde.

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