Tag und Nacht durch die Grüne Hölle | DTM
2019-06-25 13:45:00

Tag und Nacht durch die Grüne Hölle

Tag und Nacht durch die Grüne Hölle

24-Stunden-Rennen sind ein wenig wie Busse in Berlin: Man wartet das ganze Jahr auf einen, und dann gibt es gleich zwei auf einmal!

Unmittelbar nach den 24 Stunden von Le Mans, bei denen vier DTM-Fahrer an den Start gingen, starteten ebenfalls vier Fahrer im zweiten 24-Stunden-Rennen innerhalb von einer Woche, und zwar auf dem Nürburgring.

Beide Rennen können das Prädikat ‚Größtes Langstreckenrennen’ für sich in Anspruch nehmen, allerdings aus verschiedenen Gründen: Das französische Rennen gehört zu den berühmtesten und geschichtsträchtigsten Rennen im internationalen Motorsport, aber die 24 Stunden auf dem Nürburgring, genau genommen auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife, hat wesentlich mehr Autos (158) und nahezu unfassbare 600 Fahrer am Start. Damit ist es im wahrsten Sinne des Wortes ein großes Rennen!

Die berühmt-berüchtigte Nordschleife ist seit jeher erfolgreiches Terrain für DTM-Fahrer und -Teams. In der ersten Hälfte der Nullerjahre standen beim ADAC-24-Stunden-Rennen sogar umgebaute DTM-Fahrzeuge von Abt-Audi und Opel in der Startaufstellung. Opel gewann 2003 das Rennen mit einem Astra V8 Coupé, einem ehemaligen DTM-Fahrzeug. Die DTM-Champions Bernd Schneider, René Rast, Manuel Reuter, Timo Scheider, Hans-Joachim Stuck, Klaus Ludwig und Roberto Ravaglia stehen allesamt auf der Liste der Gesamtsieger des 24-Stunden-Rennens.

In diesem Jahr gingen vier DTM-Fahrer beim Rennen vor der Rekordkulisse von insgesamt 230.000 Zuschauern an den Start. Das berüchtigte Eifelwetter mit Regen gab es nur am Donnerstag. Danach konnten Besucher und Teilnehmer ein sommerliches Motorsportfestival genießen. So haben, in alphabetischer Reihenfolge, die DTM-Fahrer abgeschnitten:

 

Philipp Eng (AUT)

Auto                               #98 ROWE Racing BMW M6 GT3

Teamkollegen              Connor De Phillippi, Tom Blomqvist, Mikkel Jensen

Klasse                            SP9

Ergebnis                        nicht gewertet

 

 

Philipp Eng startete als einziger Fahrer an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden bei der DTM in Misano, den 24 Stunden von Le Mans und den 24 Stunden auf dem Nürburgring. Nach zwei aktionsreichen Wochen dauerte das Rennen auf dem Ring für ihn nur vier Stunden. Bei einer Kollision wurde der Kühler des Autos dermaßen beschädigt, dass das Team ROWE Racing den Ausfall hinnehmen musste.

 

Philipp Eng sagte:

„Das war ein frustrierendes 24-Stunden-Rennen, von dem wir leider nur dreieinhalb Stunden auf der Strecke absolvieren konnten. Aber so etwas passiert, vor allem auf der Nordschleife. Als ich im Auto saß, fühlte es sich gut an, und wir waren in den Top-5 unterwegs.“

 

 

René Rast (GER)

Auto                               #14 Audi Sport Team Car Collection Audi R8 LMS

Teamkollegen               Markus Winkelhock, Christopher Haase, Marcel Fässler

Klasse                            SP9

Ergebnis                        4. Platz

 

Auto                               #29 Audi Sport Team Land Audi R8 LMS

Teamkollegen               Christopher Mies, Kelvin van der Linde, Christopher Haase

Klasse                            SP9

Ergebnis                        nicht gewertet

 

 

Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring dürfen Fahrer in zwei Autos an den Start gehen, wenn die maximalen Fahrzeiten und die minimalen Ruhezeiten zwischen Einsätzen eingehalten werden. Der DTM-Champion des Jahres 2017 gehörte zu den Doppelstartern, noch dazu mit zwei verschiedenen Teams, was eine sorgfältigen Planung und Absprache voraussetzte.

Rast konnte das 24-Stunden-Rennen 2014 im Phoenix-Racing-Audi bereits gewinnen. In diesem Jahr fuhr er im Auto des Audi Sport Team Car Collection auf Platz vier. Seine Teamkollegen waren die beiden ehemaligen DTM-Fahrer Markus Winkelhock und Marcel Fässler, dazu noch Christopher Haase. Eine 32-sekündige Zeitstrafe in der Schlussphase des Rennens war einer der Gründe, weshalb das Team einen Podiumsplatz verpasste.

Im Auto des Audi Sport Team Land sorgte Rast im Duell um Platz drei mit Dries Vanthoor im Phoenix-Audi auf der Döttinger Höhe in der fünften Stunde für eine der spektakulärsten Szenen des Rennens. Leider schaffte es das Land-Auto nicht ins Ziel: Ein Reifenschaden hatte den Audi zu stark in Mitleidenschaft gezogen.

 

Sheldon van der Linde (RSA)

Auto                               #42 BMW Team Schnitzer BMW M6 GT3

Teamkollegen              Augusto Farfus, Martin Tomczyk, Timo Scheider

Klasse                            SP9

Ergebnis                        nicht gewertet

 

 

Für BMW war das 24-Stunden-Rennen auch eine Hommage an den verstorbenen Charly Lamm, der als langjähriger Teammanager bei Schnitzer Motorsport so viele Erfolge bei der Veranstaltung gefeiert hatte. Die Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis für Schnitzer im diesjährigen Rennen zerschlugen sich jedoch bald, als Timo Scheider im BMW mit der Startnummer 42 am Samstagabend wegen eines Missverständnisses beim Überrunden eines langsameren Fahrzeugs aus der TCR-Tourenwagenklasse in die Streckenbegrenzung einschlug.

Damit fand auch das Rennen für Sheldon van der Linde, einen der Rookies im diesjährigen DTM-Feld, ein vorzeitiges Ende. Der Südafrikaner hatte sich das Auto mit den drei ehemaligen DTM-Fahrern Augusto Farfus, Martin Tomczyk und Timo Scheider geteilt.

 

Marco Wittmann (GER)

Auto                               #99 ROWE Racing BMW M6 GT3

Teamkollegen                Nicky Catsburg, Jesse Krohn, John Edwards

Klasse                            SP9

Ergebnis                        nicht gewertet

 

 

Wie das Schwesterauto war auch der ROWE-BMW mit der Startnummer 99, in dem der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann zu den Fahrern gehörte, vorzeitig aus dem Rennen. In diesem Fall war ein Aufhängungsschaden als Folge einer Kollision der Ausfallgrund. Wittmann kam im Rennen nicht einmal zum Einsatz. ROWE-Teamchef Hans Peter Naundorf sprach vom „schlimmsten Rennen aller Zeiten“ für sein Team.

Im Rennen waren die BMW wegen einer eher unvorteilhaften Einstufung im Rahmen der ‚Balance of Performance’ nicht wirklich wettbewerbsfähig. Porsche und Mercedes-AMG gingen als die stärksten Sieganwärter hervor, aber nach mehreren Ausfällen in den Mercedes-Reihen und einer Zeitstrafe wegen eines Vergehens unter gelber Flagge für den bestplatzierten Manthey-Porsche ging das Audi Sport Team Phoenix mit den Deutschen Pierre Kaffer und Frank Stippler, beide Ex-DTM-Fahrer, sowie den Belgiern Frédéric Vervisch und Dries Vanthoor im Audi R8 LMS als Sieger aus dem Rennen hervor.

Für das Team um Ernst Moser, im Gewerbegebiet von Meuspath in unmittelbarer Nähe des Nürburgrings beheimatet, war es der fünfte Sieg beim 24-Stunden-Rennen nach den Erfolgen mit Porsche im Jahr 2000, mit Opel 2003 und mit Audi in den Jahren 2012 und 2014. Für Audi war es nach 2012, 2014, 2015 und 2017 ebenfalls der fünfte Sieg bei der Veranstaltung.

 

 

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