Tankkanne dran, Vorderrad ab | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-07-06 08:15:00

Tankkanne dran, Vorderrad ab

Tankkanne dran, Vorderrad ab

Der Circuit Park Zandvoort gehört jedes Jahr zum absoluten DTM-Pflichtprogramm. DTM.com blickt zurück auf besondere und kuriose Ereignisse.

2001 gab es gleich eine Premiere mit Paukenschlag. In den Hauptrollen: Christian Abt und Uwe Alzen. Abt errang im Qualifying seine erste DTM-Pole-Position und gewann das damals noch ausgetragene kurze Qualifikationsrennen. Auch im Hauptrennen behielt er über weite Strecken die Führung. In der Schlussphase begann sein Audi TT-R extrem zu übersteuern. Alzen, der sich im Mercedes-Benz CLK-DTM Runde um Runde an den führenden Abt herangearbeitet hatte, rempelte sich im letzten Umlauf zum Sieg. „So kann jeder überholen“, wütet Abt, der Alzen nach dem Abwinken ins Auto fuhr, als dieser auf der Start-Ziel-Geraden vor Freude stark bremste. Alzen zahlte für diese Aktion eine Geldstrafe von 10.000 DM.

Albers war der letzte heimische Strandkönig

2003 feierten die niederländischen Fans Christijan Albers. Der Mercedes-Pilot fuhr vor einem begeisterten Publikum zu seinem vierten Saisonsieg. Dabei profitierte Albers vor allem von Timo Scheiders Pech. Der damalige Opel-Pilot führte das Rennen von der Pole-Position aus gestartet an. Nach seinem zweiten Pflichtboxenstopp rollte er dann jedoch am Ende der Boxengasse auf drei Rädern aus. Das rechte Vorderrad war nicht richtig fixiert worden. „Was soll ich sagen? Das ist mit Worten nicht mehr zu beschreiben. Es hätte heute mein Tag werden können“, sagte Scheider.

2006 erlebte Tom Kristensen im Rennen eine Schrecksekunde. In Führung liegend steuerte der Däne mit seinem Audi A4 DTM nach 13 Runden die Box zum ersten Pflichtstopp an. Damals war neben Reifenwechseln auch Nachtanken obligatorisch. Die Tankkanne verklemmte sich und hing noch am Fahrzeug, als Kristensen die Box verließ. Wenige Meter nach der Boxenausfahrt löste sich das Problem, also die Tankkanne, glücklicherweise von selber. Kristensen ließ sich davon nicht beirren und fuhr zum Sieg.

2015 versank die Boxengasse in Zandvoort in einem weiß-blauen Jubelmeer. Zwischen den sandigen Dünen bestimmten die BMW-Piloten das ganze Wochenende über das Geschehen nach Belieben. Am Samstag landeten im Rennen sieben Fahrer desselben Herstellers auf den ersten sieben Plätzen – das gab es in der DTM-Geschichte noch nie. 

Von der Grillparty auf die Rennstrecke

Ein Jahr später nahm in Zandvoort eine ungeahnte Erfolgsgeschichte ihren Anfang. Adrien Tambay klagte nach einem Unfall im Samstagsrennen über starke Schmerzen in der linken Hand. An einen Start am Sonntag war nicht zu denken. Audi setzte alle Hebel in Bewegung und machte sich auf die Suche nach einem Ersatzfahrer. Um 21:30 Uhr klingelte das Telefon bei René Rast, der sich gerade auf einer Grillparty anlässlich des 30. Geburtstages seiner Freundin Diana in Hannover befand. Um 3 Uhr kam er in Zandvoort im Hotel an und nur Stunden später fuhr er im Audi RS 5 DTM, den er noch nie zuvor bewegt hatte, sein erstes DTM-Rennen. Drei Monate später durfte Rast übrigens beim Saisonfinale als Vertretung für Mattias Ekström erneut ran. Das Ergebnis war ein sechster Platz. Da hatte sich jemand ganz offensichtlich für einen Stammplatz im Audi-Kader für 2017 empfohlen. Der Rest ist Geschichte.

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