Vier Sternschnuppen am grauen Herbsthimmel | DTM.com | Die offizielle Webseite
2017-09-09 16:45:00

Vier Sternschnuppen am grauen Herbsthimmel

Vier Sternschnuppen am grauen Herbsthimmel

Lucas Auer war der Gewinner der Regen-Lotterie am Samstag auf dem Nürburgring. Durch seinen dritten Saisonerfolg – dem insgesamt vierten seiner DTM-Karriere – rückte der Mercedes-AMG-Pilot in der Gesamtwertung bis auf einen Punkt an Mattias Ekström heran. Der Audi-Pilot verteidigte seine Führung mit 128 Punkten, obwohl er beim ersten Rennen des Wochenendes auf der wolkenverhangenen Eifelstrecke aufgrund einer falschen Reifenwahl leer ausging.

Während die sechs AMG-Piloten bei nasskalter Witterung allesamt in die Top Ten fuhren und dafür sorgten, dass der Mercedes-Stern besonders hell strahlte, gab es für Audi eine kalte Dusche und auch die BMW-Fahrer standen letztlich beinahe mit leeren Händen da. Auer, Paul Di Resta, Robert Wickens und Maro Engel sorgten für einen Vierfach-Erfolg der Stuttgarter. Fünfter wurde René Rast, der Audi-Pilot ist nun im Gesamtklassement Dritter mit 124 Punkten. Das Top-Trio innerhalb von vier Punkten. Die DTM verspricht im Hinblick auf die letzten fünf Rennen Dramatik pur. „Es war ein schwieriges Rennen, aber am Ende mit einem guten Ergebnis. Mit Platz fünf bin ich bester Audi und ich habe wieder wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt. Darauf kam es heute an“, sagte Rast, der beim Rennen am Sonntag in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückversetzt wird. Rast erhielt nämlich nach einer Kollision mit Engel seine dritte Verwarnung der Saison.

„Es war ein verrückter Tag. Ich habe gewusst, dass die Strecke abtrocknen wird. Aber man hat nicht gewusst, ob noch ein Schauer kommt oder nicht. Wir haben lange mit dem Boxenstopp gewartet und sind wieder auf Regenreifen losgefahren. Das war heute die richtige Entscheidung“, sagte Auer, der erst in Runde 24 gleichzeitig mit Wickens an die Box gekommen war. Bei Prognosen hinsichtlich seiner Titelchancen hielt sich der Österreicher nach dem Zieleinlauf weitestgehend bedeckt. „Vor dem Wochenende hat jeder gesagt, ich müsse abliefern, sonst falle ich aus dem Meisterschaftskampf. 24 Stunden später sagt jeder, du bist mit einem Punkt Rückstand Zweiter. Es ist alles offen. Man muss cool bleiben. Vor dem letzten Rennen wird wohl nichts entschieden.“

Wenige Minuten vor Rennstart setzten stärkere Schauer ein. Alle 18 Fahrer zogen Regenreifen auf. Am besten kam Augusto Farfus vom Fleck. Der BMW-Pilot schob sich noch vor der ersten Kurve von vier auf eins vor Auer und Di Resta. Kontinuierlich vergrößerte der Brasilianer seinen Vorsprung, traf dann aber in Runde 19 ebenso wie der Gesamtführende Ekström eine folgenschwere Entscheidung. Bei abtrocknender Strecke zogen beide bei ihrem Stopp Slicks auf. Kurze Zeit später war wieder Regen angesagt und sowohl der bis dato klar vorne liegende Farfus, als auch „Eki“ mussten diesen Fehler danach mit einem weiteren Stopp wieder korrigieren, der unnötig viel Zeit kostete.

„Ich hatte einen perfekten Start, einen perfekten ersten Stint. Wir hatten den Sieg in der eigenen Hand. Das ist bitter, wenn du es einfach so wegwirfst. Gerade als ich auf Slicks gewechselt war, fing es wieder an zu regnen. Das Wetter in der Eifel meinte es nicht gut mit mir heute“, sagte Farfus, der als Achter zumindest noch drei Punkte erhielt. Als 15. ging Ekström erst zum dritten Mal in dieser Saison bei einem Rennen leer aus. Entsprechend bedient war der Schwede. „Da kann man nicht viel machen. Wenn man nicht über Funk mit seinem Team sprechen darf, wird es mehr Zirkus als Sport. Aber so wollen wir das ja. Ob das gute Unterhaltung ist, darüber kann man streiten. Ich hätte in dem Moment gerne mit meinem Team gesprochen. So geht man halt mit null Punkten nach Hause.“

Ebenfalls einen gebrauchten Tag erwischte Titelverteidiger Marco Wittmann: „Wir haben alle die falsche Strategie gewählt. Am Ende habe ich noch zwei Punkte gesammelt. Aber es hätten mehr sein können.“ Der BMW-Pilot fiel von Platz zwei in der Startaufstellung bis auf Rang neun zurück.  

Da Auers Boxenstopp unplanmäßig lange dauerte, übernahm zwischenzeitlich Paul Di Resta nach seinem Stopp in Runde 26 die Führung. Eine Runde vor dem Ende zog Auer aber wieder an seinem Markenkollegen vorbei. „Ein Vierfach-Erfolg ist ein phantastisches Ergebnis für das gesamte Team. Das wird uns allen einen Schub geben. Das Auto war im nassen super“, sagte Di Resta nach seiner 30. Podiums-Platzierung in der DTM.

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