Wasser marsch im Warm-Up | DTM
2000-09-03 10:32:30

Wasser marsch im Warm-Up

Alarm am Sonntagmorgen: Das Aufwärmtraining der DTM fiel total ins Wasser. Auf dem verregneten EuroSpeedway deklassierte Tabellenführer Bernd Schneider seine Gegner – in einer Sitzung, die von zahlreichen Drehern und Ausritten geprägt war.

Manuel Reuter rahmte das Warm Up ein. Der Mainzer mit Wohnsitz in Saalfelden drehte sich auf nassem Geläuf in seiner ersten Runde – und in seiner letzten. Dazwischen legte der Opel-Fahrer, derzeit Tabellendritter, eine Rundenzeit von 2.00,416 Minuten vor – das reichte nur für den siebten Rang.

Sein Hauptgegner im Kampf um die Meisterschaft hatte das Geschehen einmal mehr fest im Griff. Tabellenführer und Pole-Mann Bernd Schneider brannte auf abtrocknendem Geläuf, das aber nie Slickbereifung zuließ, mit 1.58,041 Minuten eine Fabelzeit in den Asphalt, an die kein Gegner auch nur ansatzweise herankam.

Selbst der zweitschnellste Peter Dumbreck, wie Schneider in einem Mercedes CLK unterwegs, fing sich schon einen Rückstand von 1,679 Sekunden ein.

Positive Überraschung des Aufwärmtrainings war allerdings Opel-Junior Timo Scheider. Der ehemalige Gesamtsieger des Formel Renault B-Cups, der über die Deutsche Formel 3-Meisterschaft, ein mißratenes Intermezzo in der Formel 3000 und schließlich ein erneutes Schwungholen in der Formel 3 in die DTM vorstieß, nistete sich als bester Vertreter der Rüsselsheimer auf Rang drei ein. Während Scheider eine Bestzeit von 1.59,780 Minuten gelang, mußte Uwe Alzen sich mit einer Bestmarke von 1.59,991 Minuten zufrieden geben. Das reicht für den Betzdorfer immer noch für Platz vier – damit untermauerte er wieder einmal seinen Anspruch, endlich auch mal ein Top-Resultat einzufahren.

Scheider aber sorgte nicht nur mit seiner glänzenden Zeit für hoch gezogene Augenbrauen – sondern auch mit einem Beinahe-Unfall. Der Braubacher hatte sich bei der rückwärtigen Einfahrt ins Trioval gedreht und wäre um Haaresbreite von einem Mercedes CLK torpediert worden.

Scheider befand sich in bester Gesellschaft. Die Anzahl der Dreher und Ausritte läßt für ein wahrscheinliches Regenrennen Spektakuläres befürchten: Der neue Asphalt bietet wenig Grip, die Grünstreifen sind noch nicht fest verwurzelt, das Erdreich tief und der Kies in den zugehörigen Betten schwer. Die Autos graben sich schnell bis zu den Radmuttern ein.

Die Liste derer, die im Warm Up vom rechten Weg abkamen, liest sich wie ein Who´s Who der DTM: Reuter kreiselte zwei Mal, ebenso die Mercedes-Junioren Marcel Fässler und Thomas Jäger. Alzen vergrub seinen Astra im Kies, Dumbreck legte eine Pirouette vor, auch Christian Abt rumpelte einmal über den tiefenverdichteten Boden im ehemaligen Braunkohle-Tagebau Meuro.

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