Wendlinger: "Voraussagen sind sehr schwierig" | DTM
2003-08-27 14:19:26

Wendlinger: "Voraussagen sind sehr schwierig"

Karl Wendlinger startet in seiner zweiten Saison in der DTM für das Team Abt Sportsline. Der gebürtige Kufsteiner trägt mit seiner bewegten Motorsport-Karriere zum bunten und hochkarätigen Fahrerfeld der DTM bei. Neben der Formel 1 saß Wendlinger unter anderem in Le Mans und der FIA GT-Meisterschaft erfolgreich im Sportwagen-Cockpit. Für sein Heimspiel auf dem A1-Ring hat sich Wendlinger viel vorgenommen – und ist für eine Überraschung in jedem Fall gut.

Was ist das Besondere am A1-Ring?
Der Kurs belastet die Bremsen extrem. Und auch für die Reifen ist die Strecke nicht ganz einfach, weil der Asphalt sehr wenig Grip hat. Im Qualifying wird es bestimmt nicht einfach werden, die Reifen für die schnelle Runde auf Temperatur zu bekommen. Und auch im Rennen ist die Rennstrecke sehr rutschig. Es ist daher schwer, konstant schnell zu fahren.

Welche Erinnerungen haben Sie an das Rennen im vergangenen Jahr?
Das Rennen auf dem A1-Ring 2002 war von Anfang an ein harter Kampf um die Spitzenplätze. Als dann zum Schluss leichter Regen einsetzte wurde es richtig spannend. Es gab viele Wechsel an der Spitze des Feldes und dann natürlich das Durcheinander in der letzten Kurve. Ich glaube, das war das beste Rennen der vergangenen Saison.

Was bedeutet es für Sie, in Ihrer Heimat an den Start zu gehen?
Österreich ist meine Heimat, in die ich immer wieder gerne zurückkehre, um meine Familie in Kufstein zu besuchen. Gerade jetzt im Sommer war ich bereits einige Wochen dort und auch im Winter über Neujahr werde ich wieder hinfahren. Der Bezug zu Österreich ist immer da. Ich lebe in Monaco und da ist die Distanz schon sehr groß. Daher kann ich sonst leider nicht so oft nach Tirol fahren.

Wie können wir uns den Familienmenschen Karl Wendlinger vorstellen?
Zwischen den Rennen gibt es teilweise das "normale Familienleben". Das wird natürlich mit Konditionstraining verbunden und mit Vorbereitungen auf das nächste Rennen. Dann gibt es natürlich schon auch einige Termine für Sponsoren des Teams oder persönliche Sponsoren. Da gibt es zwischen den Rennen schon einiges zu erledigen. Deshalb sitzt man zwischen den Rennen halt nicht im Rennauto selber, ist aber schon auch im Rennsport unterwegs.

Wie sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?
Meine Saisonbilanz ist bislang auf Deutsch gesagt katastrophal. Man muss dabei bedenken, dass ich mit einem Vorjahresauto fahre. Da ist man schon von der technischen Voraussetzung her ein wenig gehandicapt. Anfang der Saison bin ich ein paar Mal bei der Super Pole dabei gewesen, konnte das dann aber nie in ein gutes Rennergebnis umsetzen. Entweder hatten wir schlechte Boxenstopps oder ich bin in der ersten Kurve umgedreht worden. Das hat dann gute Platzierungen verhindert. Wenn man in der DTM im Training nicht unter den ersten acht bis zehn ist, dann ist das Punktesammeln sehr schwierig.

Was nehmen Sie sich für ihr Heimrennen vor?
Voraussagen über die Konkurrenzfähigkeit oder Platzierung sind sehr schwierig. Wir sind heuer speziell an Stellen, die am A1-Ring sehr wichtig sind – die langen Geraden – nicht besonders gut. Aber unser Team ist optimal vorbereitet und kommt voll motiviert nach Österreich. Ich will in die Super Pole und dann in die Punkte – bei meinem Heimspiel muss das mein Ziel sein.

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