SUPER GT x DTM Dream Race Fuji

Willkommen in Fuji

Fuji Speedway Start/Ziel-Gerade

Fuji Speedway Start/Ziel-Gerade

Es gibt nur wenige Rennstrecken die mehr Kultcharakter haben als der japanische Speedway im Schatten des mächtigen Vulkans Fuji – Austragungsort des ersten SUPERGTxDTM-Rennens.

Wie auch Suzuka hat Fuji einen einzigartigen Platz im weltweiten Motorsport und eine außergewöhnliche und farbenfrohe Vergangenheit.

Das ist die Geschichte.

Die Entstehung

Der Fuji Speedway war, wie der Name schon sagt, ursprünglich als Steil- Superspeedway konzipiert worden - aber als die Finanzen knapp wurden und nur eine Steilkurve fertig war, wurde er als regulärer Straßenkurs fertiggestellt. Diese ersten Rennen - Sportwagen-Events und sogar ein 24-Stunden-Rennen - nutzten immer noch diese erste Kurve, bis eine Reihe von Todesfällen die Behörden dazu veranlasste, die Ausführung aufzugeben.

Formel 1

Die Strecke war Austragungsort des letzten Rennens der sagenhaften Saison 1976. Das Titelrennen in diesem Jahr wurde zwischen den Rivalen James Hunt (McLaren) und Ferraris Niki Lauda, der nach einem lebensbedrohlichen Feuerunfall am Nürburgring Anfang des Sommers sensationell in den Sport zurückgekehrt war, dramatisch ausgetragen.

Aufgrund der nassen Bedingungen erklärte Lauda die Strecke für zu gefährlich und stellte sein Auto am Ende der Eröffnungsrunde ab. Infolgedessen verlor er die Weltmeisterschaft um einen Punkt an James Hunt. Zunächst musste Hunt jedoch Dritter werden, um die nötigen Punkte zu sammeln - eine Leistung, die er ordnungsgemäß vollbrachte, allerdings nicht ohne einen dramatischen, späten Boxenstopp, bei dem ein Reifenschaden behoben werden musste.

Hunt gewann auch das Rennen im folgenden Jahr, aber ein tödlicher Unfall zwischen Gilles Villeneuve und Ronnie Peterson, bei dem ein Marschall und ein Fotograf ums Leben kamen, überschattete das Ereignis. Die japanische Runde der Weltmeisterschaft war für ein Jahrzehnt aus dem Kalender gestrichen, bevor sie auf den Suzuka Circuit zurückkehrte.

Ein Eigentümerwechsel von Toyota und das F1-Engagement der Marke haben dazu beigetragen, den Großen Preis von Japan in den Jahren 2007 und 2008 in Fuji wieder auszutragen. Es führte auch zu einer umfassenden Neugestaltung der Rennstrecke - vom renommierten F1-Architekten Hermann Tilke -, wodurch ein Großteil der ursprünglichen Rennstrecke neugestaltet wurde. Entscheidend ist, dass die Rennstrecke wenig von ihrem ursprünglichen Charakter verloren hat und eine gewaltige Herausforderung bleibt.

Wieder war Fujis Flirt mit der F1 nur kurz. Nach nur zwei weiteren Rennen in Fuji kehrte sie nach Suzuka zurück.

Formel 1 auf dem Fuji Speedway

Eine nationale Institution

In den 1970er und 1980er Jahren wurde die Rennstrecke zu einem geschäftigen internationalen Veranstaltungsort, auf dem vor allem ein 1000km langes Sportwagenrennen und eine Runde der WEC-Meisterschaft ausgetragen wurden. Das Sportwagen-Programm von Toyota brachte die Strecke auch wieder in den WEC-Kalender. Ab 2012 waren die umgetauften Six Hours of Fuji ein Muss.

Heutzutage ist die Rennstrecke auch ein regelmäßiger Austragungsort der beiden größten nationalen Serien Japans - SUPER Formula und natürlich SUPER GT.

Für Videospieler wurde die Strecke aufgrund ihres Erscheinens im ursprünglichen Pole Position Arcade-Spiel und später als Rennstrecke in der japanischen Gran Turismo-Serie legendär.

WEC-Serie auf dem Fuji Speedway

Der DTM-Besuch

Die SUPER GT-Gastfahrer in Hockenheim merkten alle an, dass Fujis Oberfläche viel holpriger sei als die deutsche Strecke. Das erschwert es den Besuchern natürlich, ein optimales Setup zu finden (das Auto wird sich unruhiger verhalten als auf einer glatten F1-Rennstrecke). Das wiederum macht das Training umso wichtiger, da die DTM-Fahrer daran arbeiten müssen, das beste Setup zu finden.

Mit der Hilfe von modernen Simulatoren werden die DTM-Gäste wahrscheinlich nur wenig Zeit zum Erlernen der Rennstrecke benötigen. Allerdings kann man nicht erwarten, dass Audi und BMW gegenüber ihren SUPER GT-Konkurrenten den gleichen Vorteil haben wie im Oktober in Hockenheim.

Was auch immer passieren wird, bleibt eines sicher: Es wird spannend und die Ereignisse sind wahrscheinlich unvorhersehbar!

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