Wittmann mit Zandvoort-Wochenende nicht ganz zufrieden | DTM
2015-07-17 11:30:00

Wittmann mit Zandvoort-Wochenende nicht ganz zufrieden

  • Marco Wittmann
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Wie für die meisten seiner Markenkollegen war das Rennwochenende in Zandvoort auch für BMW-Pilot Marco Wittmann der ersehnte Befreiungsschlag. Nach einem enttäuschenden Start in die Saison konnte der Champion des vergangenen Jahres einen Sieg und einen fünften Platz verbuchen. Trotzdem ist der Fürther nicht uneingeschränkt zufrieden mit dem Ausgang der Rennen an der niederländischen Küste.

Nachdem er zuletzt nicht viel zu Lachen hatte, zauberte das Qualifying für das Samstagsrennen in Zandvoort ein Grinsen in das Gesicht des amtierenden Champions Marco Wittmann. Nur acht Tausendstelsekunden trennten ihn von Pole-Sitter Augusto Farfus – eine Zeit, die für den zweiten Startplatz reichte: „Es fühlt sich definitiv gut an, nach diesem schwierigen Saisonbeginn wieder so weit vorne zu stehen. Das Wochenende ging auf jeden Fall besser los als alle anderen dieses Jahr. Es ist schön, es in die erste Reihe zu schaffen und wieder dort zurück zu sein, wo wir letztes Jahr waren“, kommentierte ein sichtlich gelöster Wittmann.

Als dann unter der niederländischen Abendsonne die Startampel ausging, reagierte der 25-Jährige blitzschnell und kam deutlich besser in Fahrt als der vor ihm startende Farfus. Schon in der ersten Kurve lag Wittmann vorne, allerdings saß ihm in der Folge Markenkollege António Félix da Costa im Nacken und attackierte ein ums andere Mal. Letztlich ging der Portugiese aber kein Risiko ein und fand sich mit Platz zwei ab. Somit wurde der Samstag für den Mann mit der Startnummer 1 zum ersten Triumph seit seinem Sieg auf dem Nürburgring im vergangenen Jahr. „Ein traumhaftes Ergebnis“, freute sich Wittmann im Ziel. „Ich würde nicht nein sagen, wenn es morgen so weitergeht.“ Doch es sollte anders kommen.

Die Ausgangslage war auch am Sonntag nicht schlecht: Mit rund eineinhalb Zehntelsekunden Rückstand auf die Bestzeit von da Costa sicherte sich der Fürther immerhin Startplatz vier. Das Ergebnis vom Vortag zeigte, dass selbst aus der zweiten Reihe noch alles möglich ist. Beim Fallen der Zielflagge war es dann aber doch nur der fünfte Rang. „Ich kann nicht wirklich sagen, dass ich zufrieden bin. Ich wäre natürlich gerne aufs Podium gefahren, aber zu viele Umstände haben das verhindert. Mit viel Ehrgeiz und Zweikampfwillen war Platz fünf heute das Maximum“, erklärte Wittmann.                 

Vor allem der Rennverlauf ärgert den Meister des Jahres 2014: „Ich habe einen Platz beim Boxenstopp verloren, weil Schnitzer direkt vor uns gestoppt hat und ich bei der Zufahrt zu meiner Boxenmannschaft warten musste. Das war einfach Pech. Bei der Boxenausfahrt ist mir dann aber Miguel Molina voll in meine Linie gefahren, wir haben uns berührt und er hat versucht, mich über die weiße Linie zu schieben. Das war in meinen Augen ganz klar ein Unsafe Release und es wundert mich, dass es dafür keine Strafe gab“, schildert Wittmann und berichtet weiter: „Ich konnte ihn zwar trotzdem überholen, aber dann folgten noch ein paar Zweikämpfe mit einem gewissen Herrn Auer, der anscheinend darauf aus ist, andere zu blockieren und vielleicht doch erst nochmal in die Fahrschule gehen sollte“, schimpfte der Sieger des Samstagsrennens. „Er war auf alten Reifen unterwegs, während wir nach dem Boxenstopp alle mit frischen Reifen ankamen. In dieser Situation so stark zu blocken und die Türe zuzuschmeißen, obwohl man schon ganz klar innen neben ihm liegt – da fragt man sich, wo er mit seinen Gedanken ist. Ich habe ihn dann umgedreht, nachdem er mir komplett in die Seite gefahren ist. Ich selbst war auch kurz davor mich zu drehen, von daher ist das auch Zerstörung des Rennens von anderen - einfach ärgerlich.“

Nichtsdestotrotz verbesserte sich Wittmann dank seiner Erfolge in Zandvoort vom 15. auf den siebten Rang in der Fahrerwertung, ist aber nicht der bestplatzierte Mann der Weiß-Blauen: Drei Punkte und damit eine Position vor ihm liegt der Kanadier Bruno Spengler.

Schon in wenigen Wochen steht bereits das nächste DTM-Double auf dem Red Bull-Ring an und bietet die Chance, weiter aufzuholen. Marco Wittmann blickt mit gemischten Gefühlen auf die kommenden Läufe: „Wie es in Spielberg weitergeht werden wir sehen, mit mehr Gewicht wird es aber natürlich wieder etwas schwerer für uns.“ Trotzdem ist er optimistisch: „Meine bisherige Bilanz in Österreich ist mit einem ersten und einem zweiten Platz sehr gut, das kann man fast nicht toppen in zwei Jahren. Von daher freue ich mich schon auf die Rennen dort.

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