Zahlenspiele aus Zandvoort Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2017-08-22 09:45:00

Zahlenspiele aus Zandvoort Teil 1

Zahlenspiele aus Zandvoort Teil 1

Der erste Saisonsieg gelang ihm wieder nicht. Aber nach den Saisonläufen elf und zwölf der DTM in Zandvoort ist Mattias Ekström weiterhin der Gesamtführende. Nach dem Rennen am Samstag musste er die Spitze des Tableaus kurzzeitig an Markenkollege René Rast abgeben, doch tags darauf war „Eki“ wieder on top. 38.000 Zuschauer erlebten auf dem Kurs an der niederländischen Nordseeküste zunächst einen Dreifach-Erfolg von BMW, danach einen Vierfach-Sieg der Audis, der durch die Disqualifikation von BMW-Pilot Marco Wittmann zustande kam. DTM.com wirft einen Blick zurück. Im ersten Teil der Zahlenspiele zum sechsten DTM-Wochenende des Jahres stehen die unterschiedlichen Rundenzeiten und die Frage, wer bislang am längsten in Führung lag, im Mittelpunkt. Statistiken, die von Fahrern aller drei Lager angeführt werden.

Die schnellste Runde des gesamten Wochenendes gelang Augusto Farfus

Der Brasilianer fuhr damit beim zweiten Qualifying am Sonntag auf die Pole Position. Der BMW-Pilot umkurvte den 4,307 Kilometer langen Kurs in den Niederlanden in 1:27,475 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 177,2 km/h entsprach. Das zweite Qualifying war die schnellste Session des gesamten Wochenendes. Die ersten Fünf waren mit ihrer besten Runde schneller als alle anderen im ersten Qualifying und auch in den drei Freien Trainings. Hinter dem später achtplatzierten Farfus folgten die beiden Markenkollegen Marco Wittmann (1:27,616) und Maxime Martin (1:27,642). Einziger Audi-Pilot, der mithalten konnte, war Jamie Green in Q2 als Vierter mit 1:27,673 Minuten. Es folgte ein weiterer BMW mit Timo Glock (1:27,690). Der ehemalige Formel-1-Pilot hatte zudem die Pole Position im ersten Qualifying am Samstag mit einer Zeit von 1:27:823 Minuten geholt. Beide Qualifyings waren an diesem Wochenende fest in der Hand der Piloten des Herstellers aus München. Alle zwölf zu verteilenden Punkte gingen an BMW.

Die beste theoretische Runde in Zandvoort fuhr indes Marco Wittmann

Die beste theoretische Runde von Augusto Farfus war identisch mit seiner schnellsten absolvierten Runde. Dasselbe galt für Timo Glock. Von den Top-Qualifizierern hätten sich Maxime Martin, Jamie Green (0,182 Sekunden) und Marco Wittmann theoretisch noch verbessern können. Mit 1:27,374 Minuten wäre Wittmann 242 Tausendstelsekunden besser gewesen, als seine eigentliche Zeit im zweiten Qualifying. Das hätte für ihn sogar die Pole Position bedeutet. Martin hätte sich um 97 Tausendstel auf 1:27,545 Minuten gesteigert. Die besten Zeiten in den jeweiligen Sektoren fuhren zunächst Maxime Martin mit 38,398 Sekunden, dann Marco Wittmann mit 22,752 und im letzten Abschnitt Jamie Green mit 26,094, was eine unschlagbare Zeit von 1:27,244 Minuten ergeben hätte. Martin kam offensichtlich in Sektor eins sehr gut zurecht, denn auch im ersten Qualifying war er hier mit 38,699 Sekunden der flinkste Fahrer.

Die schnellste Runde im Rennen glückte Loïc Duval

Auch im Rennen waren die Rundenzeiten am Sonntag schneller als tags zuvor. Im Gegensatz zum Samstag blieben gleich drei Piloten mit ihrer besten Runde unter 1:30 Minuten. In Runde 28 fuhr Loïc Duval die Bestzeit von 1:29,168 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 173,887 km/h entsprach. Am Ende wurde der Audi-Pilot in diesem Rennen Zweiter. Der später disqualifizierte BMW-Pilot Marco Wittmann (1:29,692) und der zum Sieger ernannte Audi-Pilot Mike Rockenfeller (1:29,713) waren ebenfalls auf ihrer besten Runde sehr schnell unterwegs. Am Samstag legte René Rast in 1:30,160 Minuten die schnellste Rennrunde hin. Für den Audi-Piloten reichte der Speed aber nicht zu einem Podiumsplatz, er wurde lediglich Neunter. Deutlich unterboten wurde dank des neu verlegten Asphalts auf der Strecke in Zandvoort der alte Rundenrekord von Marco Wittmann (1:32,411) vom September 2014. Duval war bei seiner neuen Bestzeit sage und schreibe 3,243 Sekunden schneller.  

Die meisten Führungskilometer und -runden hat nach den Rennen in Zandvoort René Rast

Der Audi-Pilot blieb in dieser Statistik auch nach Zandvoort weiter vor Lucas Auer. Auch wenn das Wochenende für beide Fahrer nicht sonderlich gut verlief. Der Mercedes-AMG-Pilot hat nach zwei 15. Plätzen weiter 65 Führungsrunden und 280 Führungskilometer auf dem Tacho. Rast hingegen wurde am Samstag Neunter und schied anderntags nach sieben Runden mit einer gebrochenen Hinterradaufhängung aus. Der Rookie hat 85 Führungsrunden und 336 Führungskilometer in den ersten zwölf Rennen gesammelt. Im ersten Rennen lag Rast von Runde neun bis Runde 17 vorne und baute dadurch seine Führung in dieser Statistik aus. Der Führende in der DTM-Gesamtwertung, Audi-Pilot Mattias Ekström, schaffte in den Niederlanden keine weiteren Führungsrunden. „Eki“ bleibt bei insgesamt 30 Runden und 117 Kilometern an der Spitze. Jamie Green (46/206) ist hier Dritter vor BMW-Pilot Bruno Spengler (71/185). Weiterhin ohne Führungsrunde in der Saison 2017 sind die BMW-Fahrer Augusto Farfus, Tom Blomqvist und Titelverteidiger Marco Wittmann, der am Sonntag bekanntermaßen disqualifiziert wurde.

Die meisten Plätze gegenüber der Startaufstellung machte Edoardo Mortara im Endklassement gut

Mit plus 139 ist der Mercedes-AMG-Pilot nun Erster vor Markenkollege Maro Engel (+136). Für Punkte langte es dennoch nicht am Wochenende. „Edo“ verbesserte sich im ersten Rennen in Zandvoort vom 18. und letzten Platz auf Position zwölf. Und im zweiten Lauf auf dem Circuit von 16 auf 13. Dritter ist in der Statistik ist Loïc Duval (+116), der im ersten Lauf von sechs auf 13 zurückfiel. Die erhofften ersten Saisonpunkte heimste der Franzose dann aber im zweiten Rennen ein, als er von Platz 13 bis auf Rang zwei nach vorne fuhr. Im zweiten Lauf schaffte es im Übrigen auch Timo Glock (+94), sich um gleich elf Ränge von 18 auf sieben zu steigern.   

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