Zandvoort – Die Analyse Teil 1 | DTM
2005-08-30 15:09:38

Zandvoort – Die Analyse Teil 1

Zandvoort – Die Analyse Teil 1

Nach dem achten DTM-Saisonrennen in Zandvoort bleibt die Titelentscheidung weiter offen. Die beiden Protagonisten im Kampf um den DTM-Titel sind nur durch einen einzigen Punkt getrennt – es bleibt weiter spannend. Mit Heinz-Harald Frentzen konnte Opel zum zweiten Mal in dieser Saison einen Podestplatz erobern. www.dtm.de hat die Leistung der Fahrer und Teams am gesamten Rennwochenende unter die Lupe genommen:

Gary Paffett: Sieg und Tabellenführung – besser hätte das Wochenende für Paffett nicht laufen können. Schon im vorentscheidenden Qualifying und in der Super-Pole konnte er Konkurrent Ekström hinter sich lassen. Beim Start hatte Paffett zunächst das Nachsehen und Ekström zog vorbei. Bis Runde sechs eilte er dem Schweden hinterher, dann absolvierte er seinen ersten Boxenstopp. In Runde 20 holte ihn sein Team erneut herein bevor er in Runde 27 die Führung übernehmen konnte. Bis ins Ziel baute er seinen Vorsprung auf 12 Sekunden aus. (Platzierungen: 11 / 2 / 4 / 2 / 4 / 7 / 1) – Note: 1

Mattias Ekström: Ekström hat in Zandvoort die Tabellenführung verspielt, hat aber trotzdem noch alle Chancen auf den Titel. Beim Start war die Welt für Ekström noch in Ordnung. Er gewann das Startduell und zog vorbei an Paffett auf Platz drei. Der erste Boxenstopp war spät – zu spät. Paffett war deutlich früher dran und das brachte ihm den entscheidenden Vorteil. In der Schlussphase des Rennens eilte Paffett davon, Ekström konnte nicht mehr folgen und musste sich mit Rang zwei begnügen. Aber Ekström ist sich sicher: „Die Entscheidung um den Titel wird in diesem Jahr erst beim Finale in Hockenheim fallen.“ (Platzierungen: 1 /4 /2 /7 /5 /2 /2) – Note: 2

RHeinz-Harald Frentzen: Der Freitag – schnell abgehakt. Im ersten Test 14. und im zweiten 16. Ab Samstag ging es bei Frentzen bergauf. Der Opel-Fahrer fuhr in allen Sitzungen unter die Top 5. Beim Start konnte er sich auf Platz zwei hinter Schneider verbessern, führte das Feld insgesamt 14 Runden an. Nach seinem zweiten Stopp kam er vor Schneider wieder zurück auf die Strecke – nur Paffett und Ekström überholten ihn bei ihrem Boxenstopps. Wenn es einmal läuft, dann läuft es… (Platzierungen: 14 / 16 / 3 / 4 / 3 / 4 / 3) – Note: 2

Tom Kristensen: Der Däne fuhr in Zandvoort so viele Bestzeiten wie kein anderer und stand vier von sieben Mal auf der Zeitenliste ganz oben. In der Super-Pole lastete auf seinen Schultern der ganze Druck – Ekström war bis zu diesem Zeitpunkt auf Platz fünf bester Audi-Fahrer und Kristensen ging als Schnellster aus dem Qualifying als letzter auf Zeitenjagd im Einzelzeitfahren. Nach Bestzeit im ersten Sektor folgte die Ernüchterung: In Kurve sechs brach ihm das Auto aus und der Zeitverlust war zu hoch. Das Rennen des Dänen war eher unauffällig – bis zur letzten Runde. Nachdem er rundenlang den bis dato viertplatzierten Fässler unter Druck gesetzt hatte, konnte der Schweizer der Attacke in der Zieleingangskurve nicht mehr viel entgegensetzen und musste Kristensen überholen lassen. Platz vier und fünf Punkte die Ausbeute in Zandvoort. (Platzierungen: 4 / 1 / 1 / 1 / 10 / 1 / 4) – Note: 2

Marcel Fässler: Erst in der letzten Kurve schnappte Tom Kristensen dem Eidgenossen Platz vier vor der Nase weg – bis dahin hatte der Schweizer hinter seinem Markenkollegen Frentzen auf Platz vier gelegen und das Wochenende wäre fast perfekt gewesen. Perfekt lief es einen Tag zuvor, als er in der Super-Pole Startplatz zwei herausfuhr und damit die guten Platzierungen aus den Tests am Freitag, im ersten Zweiter und im zweiten Dritter, bestätigte. Schon beim Start büßte Fässler seinen zweiten Platz ein und kam aus Runde eins als Vierter zurück. Bis zur Rennhalbzeit in Runde 19 hatte Fässler beide Pflichtboxenstopps absolviert – die zweite Hälfte des 38 Runden dauernden Rennens musste er mit einem Satz Reifen bewältigen. Gegen Rennende fehlte ihm beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven der Grip. (Platzierungen: 2 / 3 / 11 / 3 / 2 / 17 / 5) – Note: 3

RMartin Tomczyk: Der Rosenheimer fuhr beim achten DTM-Lauf in Zandvoort mit Platz sechs sein zweitbestes Saisonergebnis nach Hause. Dabei sah es zunächst gar nicht nach einem Platz in den Punkten aus: Als 15. im Qualifying verpasste er die Super-Pole mehr als deutlich. „Ich war zu langsam“, gab er nachdenklich zu Protokoll. Am Sonntag sah die Welt schon ganz anders aus. Tomczyk startete eine Aufholjagd par excellence, wurde zwischenzeitlich auf Platz zwei geführt. Im Dreikampf mit Kristensen und Fässler hatte er das Nachsehen. Während Kristensen noch am Schweizer vorbeikam konnte dieser den Angriff von Tomczyk abwehren. Als einziger Fahrer, der nicht an der Super-Pole teilgenommen hatte, schaffte es Tomczyk in die Punkte zu fahren. Platzierungen: 19 / 12 / 7 / 15 / - / 9 / 6) – Note: 2

Jamie Green: Was wäre da nicht alles möglich gewesen. Eher unauffällig präsentierte sich Green in den vorherigen Trainings – Zwölfter, Neunter und Dreizehnter. Aber im Qualifying und der Super-Pole passte es. Startplatz sechs für den jungen Briten. Beim Start kam Green nicht auf Anhieb von seinem Startplatz weg und fiel fast an das Ende des Feldes zurück. Aus dem ersten Umaluf kam Green als 16. zurück. Bis zum Fallen der Zielflagge kämpfte sich der Rookie in die Punkte zurück und wurde Siebter. (Platzierungen: 12 / 9 / 13 / 6 / 6 / 20 / 7) – Note: 3

Bernd Schneider: Die Platzierungen des DTM-Rekordchampions am Wochenende waren ein einziges auf und ab. Die Bandbreite der Platzierungen reichte dabei von Platz eins in der Super-Pole bis Platz 14 im Freien Training. Den Sprung in die Super-Pole schaffte Schneider quasi „Last Minute“. Mit 0,224 Sekunden Vorsprung sicherte er sich im Einzelzeitfahren seine 24. DTM-Pole. Wie Paffett entschieden sich Schneider und sein AMG-Team für einen frühen ersten Boxenstopp in Runde sieben. In Runde 15 verspielt er alle Chancen auf den Sieg, als er sich bei der Anfahrt auf die „Tarzanbocht“ verbremste und dem vor ihm liegenden Capello mit einem Schubser ins Kiesbett befördert. Die Rennleitung bestrafte Schneider mit einer Durchfahrtsstrafe. Trotz des zusätzlichen Stopps holt Schneider als Achter noch einen Punkt. (Platzierungen: 9 / 8 / 14 / 5 / 1 / 13 / 8) – Note: 3

Bruno Spengler: Der undankbare neunte Platz. Aber es hätte für Spengler schlimmer kommen können. In fast allen Ergebnislisten war der Franco-Kanadier ganz weit hinten zu finden – zweimal sogar Schlusslicht. Im Rennen lief es für den DTM-Rookie im Team von Ingmar Persson dann deutlich besser als Freitag und Samstag. Fünf Positionen konnte er von seinem 14. Startplatz aus gutmachen und verfehlte einen Punkterang nur knapp. (Platzierungen: 20 / 20 / 15 / 14 / - / 14 / 9) – Note: 3

Christian Abt: Im Jahreswagen ist der Allgäuer eigentlich immer für Punkte gut. Trotz guter Voraussetzungen hat es in Zadvoort mit Zählern für die Fahrerwertung nicht geklappt. In allen Trainings war Abt in den Top 10 und ging aus der Super-Pole als bester Fahrer eines Jahreswagen hervor – trotz Grippe. Beim Startgerangel bekam er einen Schlag auf die Hinterachse, von da an lief es nicht mehr rund. Ein Satz Reifen hielt ungefähr sechs Runden und danach gingen die Zeiten in den Keller. Fast wäre Abt das Zünglein an der Waage in Sachen Titelkampf gewesen, als er seinen Markenkollegen auflaufen ließ und dieser sich fast rausgedreht hätte. Konstante Leistung am Wochenende, die unbelohnt blieb. (Platzierungen: 6 / 6 / 5 / 8 / 8 / 3 / 10) – Note: 3


*Platzierungen (Test 1 / Test 2 / Freies Training / Qualifying / Super-Pole / Warm-up / Rennen)

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