Zehn interessante Fakten zum Norisring | DTM
2019-07-03 11:00:00

Zehn interessante Fakten zum Norisring

Die enge Verbindung der DTM zum charakteristischen Stadtkurs in Nürnberg geht mehr als drei Jahrzehnte zurück. Die Rennen auf dem Norisring gelten traditionell als Saisonhöhepunkt.

Zehn interessante Fakten zum Norisring

Die enge Verbindung der DTM zum charakteristischen Stadtkurs in Nürnberg geht mehr als drei Jahrzehnte zurück. Die Rennen auf dem Norisring gelten traditionell als Saisonhöhepunkt.

 

Der Sieger mit den meisten Siegen

Der Brite Jamie Green ist der erfolgreichste Fahrer auf dem Norisring in der modernen Ära der DTM. In den Jahren 2008, 2009 und 2010 gewann er dreimal in Folge, sein vierter Sieg 2012 brachte ihm dann endgültig den Ehrentitel ‚Mr. Norisring’. Kann Green, der jetzt für Audi fährt und nach einer Blinddarm-OP sein Comeback erlebt, den ersten Norisring-Sieg für die Ingolstädter Marke seit dem Jahr 2016 einfahren?

 

Der Sieger mit dem größten Vorsprung

Bei seinem Sieg 2014 fuhr der Kanadier Robert Wickens im Mercedes nicht weniger als 23.906 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Jamie Geeen über die Ziellinie. Bei durchschnittlichen Rundenzeiten von etwas über 48 Sekunden bedeutete Wickens’ Vorsprung fast eine halbe Runde auf der 2.3 Kilometer kurzen Strecke.

 

Der knappste Sieg

Der minimale Vorsprung von nur 0,089 Sekunden für Klaus Ludwig auf seinem Opel-Markenkollege Uwe Alzen im ersten Rennen 1996 bedeutete den knappsten Sieg in der DTM-Geschichte auf dem Norisring. Es gab allerdings noch knappere Entscheidungen beim Zieleinlauf...

 

Knappster Zieleinlauf

… wie 2017, als drei Fahrer mit drei unterschiedlichen Marken innerhalb von 0,027 Sekunden ins Ziel fuhren. Im Sonntagsrennen fuhren Edoardo Mortara (Mercedes), Mattias Ekström (Audi) und Marco Wittmann (BMW) im Kampf um Platz drei zu dritt nebeneinander ins Ziel. Genaue Analyse der Zeiten und Aufnahmen ergab, dass Mortara hauchdünn die Nase vorn hatte, nur 0,002 Sekunden vor Ekström. Wittmann hatte 0,025 Sekunden Rückstand auf den Schweden.

 

Drama in der letzten Runde

Bernd Schneider führte im Rennen 2002 und schien auf dem Weg zu seinem ersten Saisonsieg, aber in der letzten Runde bremste er plötzlich stark vor der Dutzendteichkehre. Laurent Aiello zögerte keinen Moment, ging innen vorbei und gewann schon zun vierten Mal in der Saison. Später erklärte Schneider, eine geschwenkte gelbe Flagge hätte ihn veranlasst, zu bremsen. Eine Untersuchung nach dem Rennen ergab, dass es tatsächlich eine gelbe Flagge gegeben hatte, diese aber gerade wieder eingezogen war, als der Spitzenreiter ankam. Für Schneider eine große Enttäuschung...

 

Der unglücklichste Unfall…

… ist wohl der von Jan Magnussen. Und der Norisring-Unfall des Dänen passierte nicht einmal im Rennen! 1995 stürzte der Mercedes-Fahrer im Fahrerlager so unglücklich mit seinem Roller, dass er sich einen Beinbruch zuzog und auch an den nächsten beiden Rennwochenenden pausieren musste.

 

Der spektakulärste Crash

2017 verlor Gary Paffett die Kontrolle über seinen Mercedes nach einer Berührung mit Jamie Green auf der schnellen Passage vor der Grundigkehre. Das Auto des Briten, das sich drehte, krachte vehement in den Audi von Mike Rockenfeller, der sich durch das Kupplungspedal einen Bruch im linken Fuß zuzog. Obwohl sich Rockenfeller am nächsten Rennwochenende noch mit Krücken fortbewegte, durfte er in den Rennen starten und kam auf dem Moscow Raceway als Zweiter ins Ziel.

 

Watergate…

In den DTM-Geschichtsbüchern findet man keinen Sieger beim Rennen 2013. Wieso? Audi-Fahrer Mattias Ekström kam als Erster ins Ziel, wurde aber disqualifiziert, nachdem festgestellt wurde, dass unmittelbar nach dem Rennen Wasserflaschen in die Taschen seines Rennanzugs geleert worden waren. Vorsatz konnte nicht nachgewiesen werden und so verlor Ekström zwar seinen Sieg, aber die nachfolgenden Fahrer rückten im Ergebnis nicht auf.

 

First lady

2009 fuhr die Britin Katherine Legge im Audi A4 DTM mit 48,620 Sekunden die schnellste Rennrunde auf dem Norisring. Damit wurde Legge die erste und bislang einzige Fahrerin, die seit dem Neubeginn der DTM im Jahr 2000 eine schnellste Rennrunde fuhr.

 

Newcomer

1991 ging auf dem Norisring ein junger deutscher Fahrer für einen einmaligen Auftritt  als Vertretung für den Franzosen Fabien Giroix mit Mercedes-Benz an den Start. Im ersten Rennen wurde er als 25. gewertet, im zweiten Rennen fiel er vorzeitig aus. Sein Name? Michael Schumacher.

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