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Sportliches Reglement

Transparentes Reglement

Mit einem spannenden Rennformat bietet die DTM ihren Fans packenden Sport. Ein durchdachtes Reglement sorgt für Neutralität und Transparenz.

DRS

Das Drag Reduction System soll für eine kurzzeitige Erhöhung des Top-Speeds sorgen und damit das hinterherfahrende Fahrzeug beim Überholvorgang unterstützen. Dafür klappt der Heckflügel um 18 Grad nach unten und der Abtrieb verringert sich. Das System darf drei Mal pro Runde an beliebigen Stellen genutzt werden. Dafür darf der Abstand zwischen zwei Fahrzeugen nicht mehr als eine Sekunde betragen. Gemessen wird immer an der Start-Ziel-Linie. Um das Fahrzeug in Kurven stabil zu halten und um in Notfall den Abtrieb wieder aufzubauen, deaktiviert sich das System automatisch, wenn der Fahrer das Bremspedal betätigt oder die seitlichen G-Kräfte einen bestimmten Wert überschreiten. Nach dem Rennstart ist die DRS-Nutzung nach der zweiten Runde freigegeben. Wenn das Safetycar zum Einsatz gekommen ist, darf DRS nach der Freigabe des Rennens sofort wieder benutzt werden. Anders als im Vorjahr ist die Anzahl der DRS-Aktivierungen limitiert und ändert sich je nach Strecken- und Rennlänge. 

So funktioniert DRS

Funk

Fahrer und Teams dürfen während der gesamten Veranstaltung über Funk kommunizieren. Teilweise ermöglicht es die ARD den Zuschauern live zu verfolgen, was per Funk besprochen wird. Auch über die offizielle Webseite DTM.com sind ausgesuchte Kanäle während der Rennen zu hören. Verboten hingegen ist eine Datenübertragung während der Fahrt.

Parc-Fermé

Mit dem Absolvieren der ersten Zeitrunde im Qualifying unterliegen die Fahrzeuge den Parc-Fermé-Bestimmungen. Bis zum Rennstart dürfen keine Änderungen am Fahrzeug vorgenommen werden. Nach dem Rennen unterliegen alle in Wertung befindlichen Fahrzeuge den Parc-Fermé-Bestimmungen. Änderungen am Fahrzeug dürfen nicht vorgenommen werden. Zwischen Rennen eins und Rennen zwei müssen die Mechaniker eine festgelegt Ruhezeit einhalten. Währenddessen bleibt das Fahrzeug abgedeckt.

Performance-Gewichte

Seit der Saison 2014 kommen Performance-Gewichte zum Einsatz. Die Regeln der Performance-Gewichte wurden für die Saison 2016 grundlegend überarbeitet. Die Verteilung wird künftig auf Basis des Qualifyingergebnises ermittelt und richtet sich nach der tatsächlichen maximalen Performance eines Fahrzeugs und nicht mehr nach der Platzierung im vorangehenden Rennen. In Hockenheim starten alle Audi und Mercedes-Benz mit einem Startgewicht von 1.120 Kilogramm ins erste Qualifying. Die BMW werden aufgrund einer Reglement-Anpassung  mit 1.112,5 Kilogramm beginnen. 
Für die Verteilung der Performance-Gewichte wird zunächst von jedem Hersteller der Fahrer mit der besten theoretischen Runde herangezogen. Es sind somit drei theoretische Rundenbestzeiten, die über die Gewichtsverteilung entscheiden. Maßgeblich für die Verteilung ist die prozentuale Abweichung zwischen den Konkurrenten. Maximal müssen nach einem Qualifying 5 Kilogramm zu- oder ausgeladen werden. Ein Auto darf im Vergleich zum ersten Qualifying der Saison um maximal 15 Kilogramm leichter werden und höchstens bis zu einem Gewicht von 1.140 Kilogramm beladen werden.

Das Performance-Gewicht-Reglement im Detail erklärt

Pflichtboxenstopps

Das Rennen am Samstag wird ohne Pflichtboxenstopp absolviert. Beim Lauf am Sonntag muss ein Pflichtboxenstopp absolviert werden, bei dem alle vier Reifen gewechselt werden müssen. Der Stopp muss grob gesagt im zweiten Renndrittel absolviert werden. Eine spezielle Tabelle gibt das Zeitfenster abhängig von der jeweiligen Strecke vor. So darf der Stopp in Hockenheim erst ab der zwölften Runde und muss spätestens in der 27. Rennrunde durchgeführt werden. Am Norisring liegt das Boxenstopp-Fenster zwischen der 24. und 51. Rennrunde. Innerhalb einer Safetycar-Phase sind keine Pflichtboxenstopps erlaubt. Wenn das Safetycar die Strecke verlässt, haben die Piloten fünf Runden Zeit, ihren Stopp zu absolvieren. Das gilt auch, wenn sie damit aus dem vorgegeben Fenster herausfallen. Seit der Saison 2012 ist aus Sicherheitsgründen das Nachtanken während des Rennens verboten.

Punktesystem

Für beiden Rennen wird die gleiche Anzahl an Punkten vergeben. Für die Plätze eins bis zehn werden Punkte nach folgendem Schema vergeben: 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1. Es gibt keine zusätzlichen Punkte für die schnellste Runde oder die Pole-Position und auch keine Streichresultate.

Qualifying

Vor jedem Rennen gibt es ein jeweils 20-minütiges Zeittraining. Der Fahrer kann selbst entscheiden, wann er wie viele Runden absolviert und wie viele der vorhandenen Reifensätze er benutzt. Die Pole-Position erhält der Pilot mit der schnellsten Rundenzeit.

 

Reifen

Jeder Fahrer hat für ein gesamtes DTM-Rennwochenende, bestehend aus Freiem Training, Qualifying und Rennen, nur eine bestimmte Anzahl an Slick-Reifen und Regenreifen des Typs Hankook Ventus zur Verfügung. Die Reifen werden den Teilnehmern durch die Technischen Kommissare am Tag des Veranstaltungsbeginns zugelost. Für beide Qualifyings und Rennen stehen jedem Piloten sechs Satz neuer Reifen zur Verfügung. Wann er diese einsetzt, ist ihm freigestellt. 

Rennen

Pro Wochenende werden zwei Rennen absolviert. Bei beiden Läufen wird die gleiche Punktzahl vergeben. Das Rennen am Samstag dauert 40 Minuten, und es muss kein Pflichtboxenstopp absolviert werden. Am Sonntag beträgt die Renndauer 60 Minuten und es muss ein Pflichtboxenstopp, bei dem alle vier Räder gewechselt werden, absolviert werden.

Safetycar

Das Safetycar wird eingesetzt, um Rennabbrüche zu vermeiden. Wenn die Anweisung zum Einsatz des Safetycars gegeben wird, zeigen alle Streckenposten bis zum Ende des Einsatzes geschwenkte gelbe Flaggen und ein Schild „SC“. Das Safetycar fährt mit eingeschalteten Leuchten auf die Strecke und setzt sich vor das führende Auto. In der Runde, in der das Safety Car wieder in die Boxengasse einbiegt, werden die gelben Blinklichter ausgeschaltet. Nach dem Überfahren der Ziellinie und dem Zeigen der grünen Flagge ist das Rennen wieder freigegeben. Überholen und das Absolvieren von Pflichtboxenstopps während der Safetycar-Phase sind verboten.

Slow Zones

Die Strecke wird in mehrere Abschnitte unterteilt, die jeweils in oder nach langsamen Kurven beginnen. Kommt ein Fahrzeug von der Strecke ab, dann werden die übrigen Piloten bei der Zufahrt auf den betreffenden Sektor durch gelbe Flaggen, Warntafeln, Lichtsignale und einen Countdown im Display ihres Auto darauf hingewiesen, dass mit Überqueren der gelben Slow Zone-Linie in diesem Abschnitt Überholverbot und eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gelten. Zur Vereinfachung gibt es einen Knopf am Lenkrad, der ähnlich wie ein herkömmlicher Tempomat die erlaubte Geschwindigkeit hält. Ist die Bergung des liegengebliebenen Autos abgeschlossen, werden die Fahrer durch grüne Flaggen und Lichtsignale informiert, dass sie ab sofort wieder im Renntempo loslegen können.

Start

Beide Rennen werden stehend gestartet. Die Startaufstellung erfolgt in versetzten Startreihen und ergibt sich aus dem Ergebnis des jeweiligen Zeittrainings. Vor dem Start wird eine Einführungsrunde absolviert, bei der die Rennwagen in der Reihenfolge der Startaufstellung eine Runde vor dem offiziellen Rennstart um den Kurs fahren. Die Fahrer bringen dabei ihre Reifen und Bremsen auf Betriebstemperatur. Überholen ist verboten. Kameras überwachen jeden einzelnen Startplatz, um Frühstarts zu erkennen. Diese werden mit einer Drive-through-Strafe belegt.

Startnummern

Die Piloten durften vor der Saison 2015 ihre Startnummer frei wählen. Diese behalten sie während ihrer DTM-Karriere – Änderungswünsche werden in Ausnahmefällen aber berücksichtigt. Die Startnummer 1 ist nach wie vor dem amtierenden Champion vorbehalten.

Tempolimit

Während der gesamten Veranstaltung beträgt die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse 80 km/h. Ausnahmen gibt es für besonders enge Boxengassen wie die am Norisring (nur 60 km/h).

Unfalldatenschreiber

Alle Fahrzeuge der aktuellen Generation müssen mit einem Unfalldatenschreiber ausgerüstet sein. Die Teilnehmer sind verpflichtet, den Technischen Kommissaren jederzeit das Auslesen der Einheitsdatenschreiber zu ermöglichen.

Wertungen

In der DTM gibt es drei Jahreswertungen. Der Titel „DTM-Champion“ wird an den Fahrer vergeben, der die höchste Punktzahl erreicht hat. Der Titel „DTM-Team-Champion“ wird an das Team vergeben, dessen zwei Fahrer in der Addition die meisten Punkte haben. Für den Titel „DTM-Marken-Champion“ zählen die besten Fahrer einer Marke, die sich unter den besten Zehn eines Rennens platziert haben.

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